Erfahrung mit der Karakoram Bindung

Ziemlich viele Anfragen erreichen uns zu den Bindungen von Karakoram. Mit hohen Erwartungen werden die Bindungen aufs Board geschraubt, doch diese Erwartungen werden leider nicht immer erfüllt.

Nach unseren intensiven Erfahrungen rund um Splitboards und die diversen Bindungen haben wir die Karakoram schon letzten Winter ausführlich getestet. Es ist ein interessantes, innovatives System, aber da sind doch so ein paar Dinge, die uns aufgefallen sind. Und die wir Euch nicht vorenthalten möchten.

Wir mussten leider feststellen, dass die Karakoram-Bindungen nicht ganz problemlos auf die Splitboards aller Hersteller zu montieren sind. Natürlich gibt es beim Setzen der Inserts immer wieder produktionsbedingte, geringe Toleranzen. Bei einem Bindungssystem wie dem von Voilé, dass hier genügend Spielraum bietet, ist dies schon fast einkalkuliert. Hier muss alles exakt sitzen, damit im System alle Teile funktionell ineinander greifen können.

Weiter bietet die Karakoram-Bindung in der Praxis nur eine eingeschränkte Auswahl der möglichen Montagewinkel (Front kann nur +30 oder -5, Rear kann nur +5 oder -30).

Wir freuen uns immer wieder über Neuentwicklungen im Splitboardbereich! Aber unsere jahrelange Erfahrung hat uns gezeigt, dass die meisten Hersteller 2-3 Jahre benötigen, um den Ansprüchen in den Bergen gerecht zu werden. Dasselbe gilt für Karakoram, die Haltbarkeit der Verschlussteile muss sich noch bewähren.

Ein weiterer Aspekt sind die Karakoram-Hooks: Sie spannen die Boardhälften sehr stark zusammen. Was den natürlichen Flex des Splitboards bei sehr gut verarbeiteten Boards negativ beeinflusst. Das kann sogar soweit führen, dass sich die beiden Boardhälften nach oben ziehen und sich dies negativ auf das Fahrverhalten auswirkt.

Dennoch: Wir bleiben dran und werden die Bindung weiter im Schnee und auf Tour testen. Und nicht nur wir von Splitboards4Europe, sondern auch die Teilnehmer in unseren Camps. So bekommen wir weiteres Feedback, das wir hier gerne an Euch weitergeben….oder Ihr berichtet hier selbst von Euren Erfahrungen!

 

Venture – Splitboard-Pioniere und Edelschmiede


Es gibt sie noch, die kleinen Snowboard-Schmieden, in denen alles per Hand geschieht, leidenschaftlich geführt von wenigen Leuten. Venture Snowboards ist eine solche Firma. Keine Trittbrettfahrer wie viele große Hersteller, sondern eine der kleinen Schmieden, die den heutigen Entwicklungsstand bei Splitboards erst ermöglicht haben.

Klemens & Lisa – Splitboarder der ersten Stunde
Gegründet 1999 von dem Ehepaar Klemens & Lisa Branner und in den Bergen Colarado‘s beheimatet,  entwickelt das Unternehmen jedes Jahr einen kleinen, feinen Range an Board, die es jeweils in Split- als auch in Solid Version gibt. Ihre Produkte zeichnen sich nicht nur durch jahrzehntelang erlernte Handarbeit, die Umsetzung eigener Tourenerfahrungen und Fortschritt aus, sondern auch durch das schlichte Design, reduziert auf das Wichtigste was ein Snowboard benötigt um kompromisslos gut zu funktionieren. Ein weiteres großes Ziel von Venture ist neben Leistung und Qualität der Umweltschutz. Venture liefert mit Leidenschaft und Know-How produzierte Snowboards, die sich auf dem neusten Stand der Technik befinden und von Grund auf nachhaltig handgefertigt werden. Demnächst bekommt die Firma auch eine größere Fertigungshallte, natürlich solar betrieben. Mehr Core geht nicht!  venturesnowboards.com

Testet so ein Schmuckstück bei einem unsere Camps! Venture: “ you get the surfy playful freedom between turns combined with solid edge hold when you are in the turn.”
Venture im Shop: www.splitboards.eu

28.11. und 5.12.12 Splitboards – Systeme und Techniken

Veranstaltungstipp, nicht nur für DAV-Mitglieder:
28.11. und 5.12.12 je 19 Uhr in der DAV Servicestelle am Hauptbahnhof:
Theorieabend: Splitboards – Systeme und Techniken, ab 12 Euro

Grundlagen und Details verschiedener Splitboard-Systeme in Theorie und Praxis. Simon Graf, der Gründer von Splitboards Europe, beantwortet alle Fragen rund ums Splitboarden und gibt Tipps zum Umbau, den die Teilnehmer auch praktisch üben können. Das DAV-Angebot zu dem Thema umfasst auch Testboards von Splitboards Europe, die den ganzen Winter in der Servicestelle am Hauptbahnhof ausgeliehen werden können. Mehr Infos unter www.davplus.de

Tourengehen mit Splitboard – Camps für Einsteiger und bereits Süchtige

Lust auf die absolute Freiheit?
Backcountry-Lines nur für Dich, kein Pistenrummel, kein Lärm, keine anderen Camps!

Seit 2006 bieten wir unsere Splitboard-Camps im Montafon/Österreich an. Dank unserer eigenen Base, dem charmanten Hüttle in St. Gallenkirch und natürlich dem umfassenden Rental-Angebot an Splitboards und Zubehör können wir die Touren zu einem Top Preis anbieten. Wer snowboardet und schon immer einmal das Tourengehen ausprobieren wollte ist bei den Beginner Camps bestens aufgehoben. Das Material wird gestellt und grundlegend erklärt.

Wer neue, aufregende Spots wie den Pitz Palü und andere Routen erkunden und Gleichgesinnte kennenlernen möchte, wird seinen Spaß bei den Alpin Camps haben. Auch hier kann das neueste Material getestet werden und als Entscheidungshilfe dienen, wenn man selbst ein Splitboard kaufen möchte. Erfahrene Bergführer der jeweiligen Region begleiten uns.

CAMP Termine 2012/13

Beginner Camps 169 Euro
DEZ I 07.-09.12.12
DEZ II 14.-16.12.12
DEZ III 21.-23.12.12
JAN I 11.-13.01.13
JAN II 18.-20.01.13
JAN III 25.-27.01.13
FEB I 01.-03.02.13
FEB II 08.-10.02.13
MRZ I 01.-03.03.13

ALPIN Camps ab 299 Euro
Silvretta800 15.02-17.02.13
Piz Palü 22.02 – 24.02.13
Freeriden Montafon 15.02-17.02.13
Silvretta1200 12.04-14.04.13

Alle Details zu den Camps findet Ihr hier
WIR SEHEN UNS!

beginner camps from SPLITBOARDS EUROPE on Vimeo.

Lieferumfang Voilé Splitboard Interface

Das Voilé Splitboard Interface und Voilé Universal Splitboard Interface bieten schnellen und sicheren Wechsel vom Aufstiegs- in den Abfahrtsmodus ohne jeglichen Verlust an Performance. Snowboardern wird so der einfachste und effektivste Weg zum Spaß im Backcountry ermöglicht.

Lieferumfang:
1.  1 Voilé Puck Montageschablone
2.  4 Voilé Pucks
3.  2 Voilé Puck Discs quer/parallel
4.  2 Voilé Puck Discs längs/in-line
5.  4 Voilé Puck Formdichtungen
6.  8 M6 x 12 mm Flachkopfschrauben/Kreuzschlitz
7.  8 T-Nuts/Gewindehülsen 6 mm zur Bindungsmontage auf den Slider-Track*
8.  2 Slider Tracks aus Aluminium*
9.  2 Slider Pins/Metallsplinte mit Sicherungs-Stahlseil*
10.  2 Touring Brackets
11.  2 Touring Bracket Slider Pin Kunststoffführungen
12.  6 M6 x 10 mm Touring Bracket Befestigungsschrauben Flachkopf/Kreuzschlitz
13.  2 Grundplatten für 2-teilige Steighilfen
14.  2 Distanzscheiben für Steighilfen
15.  2 Steighilfenbügel 55 mm
16.  2 Steighilfenbügel 75 mm
17.  4 M6 x 16 mm Schrauben für Steighilfen
18.  Scraper/Eiskratzer
*Nicht im Lieferumfang enthalten bei Voilé Universal Splitboard Interface für Splitboard-Bindungen
Hooks und Tail-Clips sind nicht im Lieferumfang enthalten, sondern i.d.R. schon vom Hersteller montiert.

Montage der Touring Brackets


Starte mit den 2 Touring Brackets, den 2 Touring Bracket Slider Pin Kunststoffführungen und den 6 M6 x 10 mm Touring Bracket Befestigungsschrauben.
Stecke die Touring Brackets auf die Touring Bracket Slider Pin Kunststoffführungen und positioniere beide Teile über den dafür vorgesehen Inserts der beiden Boardhälften.
Schraube sie mit jeweils 3 der M6 x 10 mm Touring Bracket Befestigungsschrauben fest. Gut festziehen.
Wichtig! Nicht die M6 x 16 mm Schrauben für Steighilfen benutzen! Sie sind zu lang und es können Schäden am Belag entstehen.
Hinweis: Die Festigkeit der Schrauben vor jeder Tour überprüfen. Nachziehen, wenn nötig.

Montage der Steighilfen

Nimm nun die 2 Steighilfenbügel in 75 mm, die 2 Steighilfenbügel in 55 mm, die 2 Grundplatten, die 2 Distanzscheiben und die 4 M6 x 16 mm Schrauben für die Steighilfen.

Mit der Aufbiegung nach oben wird einer der 75 mm Steighilfenbügel in die vordere, schmalere Führung der Grundplatte eingesetzt. Der 55 mm Steighilfenbügel wird ebenfalls mit der Aufbiegung nach oben in die hintere, breitere Führung eingesetzt.
Lege nun eine Steighilfen-Distanzscheibe wie abgebildet mit der geraden Seite in Richtung Nose/Tip des Splitboards unter die Grundplatte mit den eingesetzten Steighilfebügeln. (Siehe Hinweis unten!)
2 der M6 x 16 mm Schrauben einsetzen und die Teile ausrichten. Nun die komplette Steighilfe mit den Schrauben in den dafür vorgesehenen Inserts befestigen.
Dabei muss der 75 mm Steighilfenbügel in Richtung Nose/Tip des Splitboards zeigen. Schrauben anziehen und das Prozedere für die andere Boardhälfte wiederholen.
Hinweis: Die Steighilfe-Distanzscheiben schützen das Topsheet vor Beschädigungen durch die beweglich gelagerten Steighilfebügel, weiter sind sie notwendig für eine korrekte Funktion der Voilé Splitboard Harscheisen bei Verwendung im „fixed Mode“. Die Distanzscheiben geben der Bindung spürbar mehr Seitenhalt im Aufstiegsmodus.

Die Voilé Puck Discs

Die Führungen in den Voilé Puck Discs, parallel wie in-line, sind absichtlich dezentral angeordnet. Zur Orientierung ist jede Disc ist mit den Buchstaben A und B markiert. Eine Drehung der Disc um 180 Grad verschiebt die Bindungsposition und kann notwendig sein, um eine exakte Anpassung an den gewünschten Stance zu erreichen.
Empfohlen wird, die In-line Disc auf der Hell-Side (Fersenseite) zu montieren. Die Markierung B richtet die Bindung mehr zur Heel-Side aus (bis zu 6,35 mm), die Markierung A verschiebt die Position mehr zur Toe-Side (auch: Frontside/Zehenseite).
Wir empfehlen auch, die Disc mit den parallel angeordneten Führungen für den Toe-Side Puck zu verwenden. Die Markierung B verschiebt die Position in Richtung Tail, die Markierung A in Richtung Nose/Tip.

Bindungsabstand und -winkel einstellen (Stance)


1.) Nimm zunächst die Voilé Puck Montageschablone, dazu die 4 Voilé Pucks, 4 Puck Formdichtungen, 2 Voilé Puck Discs quer/parallel, 2 Voilé Puck Discs längs/in-line und die 8 M6 x 12 mm Flachkopfschrauben/Kreuzschlitz. (Bild 7)
2.) Das Board mit den an Tip und Tail eng zusammengefügten Hooks auf den Boden legen. Nun den gewünschten Stance markieren. Ein kleiner Strich in der Mitte des Boards genügt. Tipp: Hooks mit einer Klammer oder kleinen Schraubzwinge fixieren. (Bild 8 und 9)
3.) Die Puck Formdichtungen unter alle 4 Voilé Pucks stecken. (Bild 10)
4.) Schieb 2 zusammengesetzte Pucks in die Voilé Puck Montageschablone und platziere diese auf der Markierung für den vorderen Fuß. Erscheint die gesetzte Markierung im kleinen runden Sichtfenster, hast du deine Position getroffen. (Bild 11)
5.) Das Board liegt auf einem festen, nicht rutschenden Untergrund. Die Montageschablone ist über der Markierung zentriert. Nimm nun eine Voilé Puck Disc längs/in-line und setze sie in den Heel-Side Puck. Wähle den gewünschten Winkel und platziere es über den vorgesehenen Inserts. (Bild 12)

6.) Nun einen Toe-Side/Frontside Puck im gleichen Winkel in den anderen, noch freien Puck einsetzen. Ebenfalls über den vorgesehenen Inserts platzieren. (Bild 13)
7.) Die Voilé Montageschablone fest aufs Board pressen. Pro Puck 2 der M6 x 12 mm Flachkopfschrauben einsetzen und mit einem Kreuzschlitz-Schraubendreher festdrehen. Dabei die Schrauben nicht verkannten! Schäden an den Inserts könnten entstehen. Schrauben gut festziehen. (Bild 14)
8.) Die Voilé Montageschablone abnehmen. (Bild 15)
9.) Schiebe die Bindung auf die Pucks. Dies sollte mit leichtem, gleichmäßigem Druck gut funktionieren. Lässt sich die Bindung nur mit großem Kraftaufwand aufschieben, korrigiere die Feinabstimmung der Pucks, wiederhole im Prinzip Punkt 7.
10.) Schiebe einen Slider Pin durch die runden Führungen seitlich unter dem Zehenbereich der Bindung. Die Bindung sollte kein Spiel haben. Lässt sie sich doch vor und zurück bewegen, oder lässt sich der Pin nicht komplett oder nur mit Kraftaufwand durchschieben, sind die Pucks nicht exakt genug montiert und Schritt 7–9 müssen wiederholt werden. Oft genügen minimale Anpassungen, um den Slider Pin leicht durchschieben zu können bzw. das Spiel der Bindung zu eliminieren. (Bild 16)
11.) Läuft alles wie gewünscht und die Bindung sitzt ohne Spiel auf den Pucks, lass sie auf dem Board und montiere die Pucks für den hinteren Fuß. Gehe genauso vor wie schon in den Schritten 4–10 beschrieben.