Seefelder Joch (2080 m) / Seefelder Spitz (2221 m)

Die schöne Tour durch Wald und über Piste der Bergbahnen Rosshütte in Seefeld, in unserem Fall bei Schneekanonengestöber, welche anfangs flach aber zunehmend steiler werdend auf das Joch hinaufführt, bietet als Ziel vom Tal aus einen guten Start in die Saison. Der Ausblick  ins Karwendel, Wettersteingebirge, Inntal und Alpenhauptkamm ist bei guter Sicht grandios.

Sowohl jetzt schon als auch im Hochwinter ist der vom Seefelder Joch ausgehende weitere Aufstieg über den recht falchen Kamm auf die Seefelder Spitz optional möglich. Von dort ist dann je nach Bedingungen (siehe Bilder vom WInter 2012/2013), körperlichem Empfinden (sowohl psychisch als auch physisch) die Abfahrt in fast alle Richtungen prinzipiell möglich.
Wir sind wieder durch das Schneekanonengestöber in Richtung Tal gerauscht. Aber auch die anfangs steile, im MIttelteil sehr breite und zu guter letzt sportliche Piste bringt die Oberschenkel so richtig zum Brennen.

Ausgangspunkt: Bergbahnen Rosshütte Parkplatz, Seefeld
Dauer: 2 Stunden
Aufstieg: 968 m
Schwierigkeit: mittel
Ausrichtung: Westen
Foto 13Team S.P.L.I.T. Tipp
Das Skigebiet bietet bei guter Schneelage (wie unten zu sehen im Winter 2012/2013) viele Freeride-Möglichkeiten: steile Waldabfahrten mit ordentlichen Drops, sowohl kurze als auch lange Abfahrten über Kare in alle möglichen Himmelsrichtingen…Ortskenntniss (Absturzgefahr!!!) und ein klarer Kopf vorausgesetzt.

Review Set up: Prior Spearhead 172, SP United Bindung, Contour Klebefelle

Nach einer Saison Testzeitraum erreicht uns die Rückmeldung von Oliver Specht, seines Zeichens staatlich geprüfter Bergführer zu seinem Set up:
Prior Spearhead 172, SP United Bindung, Contour Klebefelle

meine erfahrungen mit dem brett:

kurz vor weihnachten hab ich voller vorfreude mein großes paket von splitboards.eu ausgepackt. da war es, mein erstes prior!!!

der erste eindruck war: was eine banane. es sah komplett anders aus als meine vorherigen boards.
auch die bindung und das fell habe ich erst einmal kritisch inspiziert (wie soll das mit dem klettverschluss nur funktionieren?).

dann aber kam die erste tour und ich kann nur sagen: wow, das teil geht ab!!!

der ersten tour folgten über 50 weitere diesen winter und als bergführer hab ich es in meinem job echt rangenommen!

was soll ich sagen, das spearhead funktioniert tadellos! umbauen geht einwandfrei, auch bei eis und schnee, die contour felle kleben und gleiten hervorragend, auch mehrmals auf tour und bei kälte, die SP bindung ist bequem zum laufen und stabil bei der abfahrt, die harscheisen sind leicht montiert und leisten ihre arbeit. bei anderen modellen von anderen herstellern habe ich es früher selbst erlebt – und diese saison bei kunden – dass sie schlecht zu montieren waren, gebrochen sind oder verloren gingen.

und das brett geht ab wie die sau. ich hatte noch nie ein brett, was so krass aufschwimmt im powder. du brauchst nicht arbeiten, sondern einfach nur den hang surfen. bei flachstücken bin ich immer am weitesten gekommen! lags an mir oder vielleicht am belag? ich sag mal an beidem 😉

und auch zum laufen taugts dank seines niedrigen gewichtes!
auf der piste hab ich es nicht gefahren, aber ganz ehrlich, das teil gehört einfach ins gelände!!!

fazit: absolut perfektes gesamtpaket zum touren!

blogguide

Serles Nordrinne

Gehzeit: ca. 2 h
Höhenmeter:
850 m
Lawinengefahr:
hoch
Ausgangspunkt:
Bergstation Serlesbahnen, Mieders

Seriöse Freerider, die schon einmal von Innsbruck Richtung Brenner über die Europabrücke gefahren sind, haben sie sicher schon oft bewundert. Die zwei wunderschönen Rinnen die sich in all ihrer nordseitigen Steilheit dem motivierten Auge präsentieren. Lange haben wir im Team SPLIT über die Befahrung einer dieser Rinnen gesprochen und am Samstag haben wir dieses Projekt bei strahlenden Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen dann auch in die Tat umgesetzt.
Viel wurde in den Freeride-Kreisen gemunkelt ob dies mit einem Abseilen möglich ist oder ob man die Rinnen auch von unten hinauf gehen soll. Unser Research erleuchtete uns mit dem Wissen, dass die aus Aufstiegsperspektive gesehene rechte Rinne über einen Aufstieg am Sommerweg zur Serles und einer kurzen Abseilstelle erreicht werden kann. Für die linke Rinne bleibt einem nur der Aufstieg mit dem Splitboard. Wir entschieden uns für die Linke.

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Der Anfangspunkt dieser Tour war uns nicht ganz klar und ist auch nicht ganz leicht zu finden gewesen, deswegen hier kurz erklärt: Abgekürzt haben wir die Tour mit dem Lift zur Bergstation der Serlesbahnen. Von dort fuhren wir am Gasthof Koppeneck vorbei und einen kleinen Wanderweg entlang. Dieser wurde bald zu einem Forstweg der sich später gabelte. Hier wurden die Boards abgeschnallt, ca. 5 Minuten Richtung Maria-Waldrast aufgestiegen und dann bei einer lichten Stelle im Wald (hikers right) abgefahren. Am Ende dieses lichten Waldes kamen wir zu einem Wandersteig, den wir hinunterfuhren bis zu einem Marienbild.
Hier hieß es nun Auffellen und dann querfeldein durch den Wald zu einem der Latschenkanäle. Diese Kanäle wurden immer mehr zu einer natürlichen Half-Pipe und führten uns geradewegs „ins Echo“, der Schotterreise in der die beiden Rinnen münden. Die Schneedecke war leider nicht allzu mächtig, wodurch wir immer wieder Steine freilegten und die Angst vor „Sharks“ bei der Abfahrt später dann auch bestätigt wurde. Anfangs spurten wir in einer steilen, direkten Spur in Richtung Felswand, welche die Beiden Rinnen voneinander trennt. Als das Gelände aufsteilte ging es dann in unzähligen Spitzkehren die Rinne empor. An diesem Tag war die Lawinenwarnstufe zwischen 1 und 2, aber der Lawinenlagebericht hatte genau das Gebiet, in dem wir uns befanden an diesem Tag als gefährlich eingestuft: „Vereinzelte Gefahrenstellen sind dabei v.a. noch im steilen Gelände der Exposition WNW über N bis ONO von der Waldgrenze bis etwa 2300m hinauf anzutreffen. Dort können insbesondere in den […] Nördlichen Ötztaler und Stubaier Alpen […] Schneebrettlawinen noch im Altschnee ausgelöst werden.”
Bei den Spitzkehren stießen wir immer wieder auf Schwimmschneenester an den schneeärmeren Stellen, die sich gleich neben massiv gefüllten Triebschneemulden befanden. Das Ganze war uns in der durchwegs ca. 40 Grad steilen Rinne etwas ungeheuer, wodurch wir unsere Spur sehr überlegt anlegten und lieber einige Spitzkehren zu viel an den schneeärmeren Rücken legten. Die Rinnen, die laut AV-Karte „im Echo“ genannt werden, wurden ihrem Namen gerecht. Wir hörten immer wieder laut hallende Felsstürze und hielten uns daher auch in gewisser Distanz von den Seitenwänden.

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Die linke Serlesrinne teilt sich in ihrem obersten Teil Y-förmig nochmals. Links gibt es eine Minischarte von der man auf der anderen Seite hinuntersehen kann. Wir beschlossen aufgrund der Schnee-Lawinen-Konstellation nicht weiter als bis zur Gabelung zu gehen. Um schnell wieder aus dem Gelände zu kommen und in der Sonne jausnen zu können, bauten wir dann auch gleich die Prior Splitboards um und fuhren zügig Richtung Tal. Der Schnee war in der Rinne noch richtig gut und so konnten wir eine feine Pulverabfahrt genießen. Im unteren Ende erwischten dann aber doch die meisten von uns den einen oder anderen Felsen, die tückisch unsichtbar unter der Schneedecke lauerten.

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Dann ging es in sehr gemischten Schneearten die Wände auf- und abfahrend durch die Natur-Halfpipe bis wir wieder zu dem Marienschild kamen. Dort gab‘s dann endlich die wohlverdiente Jause und ein Lob für eine wenig begangene und sehr lohnende Steilrinne. Nach dem wir uns gestärkt hatten, fuhren wir den Wandersteig ab bis wir zum Gasthof Sonnenstein kamen. Die Hütte war bereits geöffnet und so genossen wir im Sonnenschein noch das obligatorische Weizen. Um wieder zu der Talstation der Serlesbahnen zurückzukommen fuhren wir zuerst über den Mountainbiketrail, die dann zu der Rodelbahn führte.

ISPO Neuheiten Splitboards 2016

Neues von Spark Bindings, Rossignol, SP…abgefahrene neue Shapes zum Powsurfen…Flutlichtlampe für den Kopf…

Wir haben uns auf der ISPO im Februar 2015 umgesehen, was nächsten Winter auf den Markt kommt. Ein paar optische Eindrücke findet Ihr in unserem

Facebook Album Splitboards Europe @ ISPO 2015

Und hier seht Ihr die Funktionsweise von der neuen Kombi Rossignol in Kooperation mit der neuen Splitboard-Bindung Plum  https://vimeo.com/user37741319

Tourtipp für Splitboarder: Mittleres Hörnle

Mittleres Hörnle (1496 m) bei Bad Kohlgrub, Nähe der Garmischer Autobahn A95

Auch für Splitboard Greenhorns
auch bei mäßiger Schneelage
mit Einkehrmöglichkeit in der Hörnle Hütte
überwiegend im Pistenbereich, keine Lawinengefahr
Ausgangs- und Endpunkt: Talstation der Hörnle Bahn
570 Höhenmeter, also ein bis zwei Stunden Aufstieg
mehr Infos siehe www.planetoutdoor.de

Bei guter Schneelage ist auch die Variante möglich ab Weiler Kappel (850m) bei Unterammergau, siehe www.tourentipp.de

 

Splitboard Camp-Report 15.-20.2.2015: DAV Kurs Skibergsteigen mit dem Splitboard

Vom kleinen Houdini, Alpinisten und weiteren „sonnigen Gemüts-Artisten“ …

Zunächst klang die Teilnehmerliste ganz normal: 3 Frauen, 5 Männer. Das versprach eine ausgewogene, angenehme Stimmung in der Gruppe. Pünktlich um 14 Uhr standen dann auch fast alle vorm Hüttle – bei Sonnenschein, winterlichen Temperaturen und genug Schnee. Fast alle? Naja, nur leicht verspätet traf dann auch noch unser „Schwaben-Pärchen“ ein: Anja und Christian. Denn wie so oft Leben, kommt das Beste eben zum Schluss!

Anja, ihres Zeichens Wortjongleurin par excellence, hat die ganze Woche über mit ihren Wortspielereien für so manchen Lacher, zumindest aber für viele Schmunzler gesorgt. Und Christian hat schon mal an einem unserer beliebten Beginner-Test-Camps teilgenommen, hat sich danach ein Venture Splitboard bei uns gekauft – und ist mittlerweile nun auch schon Touren-erfahren.

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Bestens war der Wetterbericht für die Camp-Woche: Viel Sonne … dazu Lawinenwarnstufe von 1-2. Also alles, was das Tourengeherherz begehrt. Zumindest fast alles – denn diese seltene Konstellation hatte schon länger keinen Neuschnee mehr gesehen. Das hieß für mich: die letzten Powder-Geheim-Flecken in den Bergen des Montafon zu finden!

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Der Montag startete dennoch ganz entspannt: mit Freeriden im Skigebiet Silvretta Montafon und den Basics in Sachen LVS-Praxis. Manche Leser hier, die noch nie bei einem unserer Camps waren, fragen sich vielleicht, warum wir immer am ersten Tag ins Skigebiet gehen? Der Grund ist ganz klar: Hier können wir uns einen ersten Eindruck vom fahrtechnischen Level der Gruppe verschaffen. Das dient unserer eigenen Sicherheit – aber vor allem auch der unserer Gäste. Dazwischen gibt’s immer ein wenig Theorie: Diesmal wurde dank Alexandra aus jeder Theorie-Einheit ein angeregter Dialog – denn ihr gehen die Fragen nie aus.

Dienstag die erste Tour, mit allen möglichen Elementen eines Tourentages. Wir hatten eine Route geplant, wo mehrfach umgebaut werden musste. Also ein paar Mal rauf – und wieder runter. Manche nennen das auch „Jojo-Touring“ 😉 Da wird das Umbauen schneller zur Routine und geht immer flotter von der Hand. Der Lohn dafür: wir bekamen auch ein paar Höhenmeter schönen Powder unters Board. In dem Zusammenhang muss ich nochmal auch für zukünftige Teilnehmer/innen an die Kurs-Voraussetzung erinnern: sicheres On- und Off-Piste-Fahren.

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Abends war im Hüttle großes Kino angesagt, der „kleine Houdini“ Viktor konnte mit hammermäßigen Karten-Tricks begeistern.

Mittwoch ging es dann in die Silvretta. Dort musste noch Powder liegen! Aber um in den zu kommen, galt es, gut 1000 HM aufzusteigen. Die Aussicht auf Powder wirkte wie die sprichwörtliche „Möhre vor dem Esel“ – alle kamen oben an. Bei gewohnt tiefblauem Himmel lagen vor uns die Hänge, die wir suchten. Da bringt einen nur ein Splitboard hin! Seinen Ausklang fand dieser super Tourentag dann auf der Bielerhöhe bei einem Bier und noch mehr Sonne auf der Terrasse – der Sonnenterrasse. Hey Anja, der ist doch auch gut, oder? 😉20150219_143645

Der große Showdown am Donnerstag: alles wurde auf eine Karte gesetzt, maximales Risiko für maximalen Spaß! Risiko natürlich nur bezogen auf die Powder-Ausbeute! 100 % CO2-frei starteten wir eine Tour direkt vom Hüttle aus. Das hieß, erst einmal rund 800 HM aufzusteigen, um mit viel Glück nordseitige Powderhänge erreichen zu können. Aber das Glück ist mit den Mutigen! Am Ende waren es etwa 1000 HM Aufstieg für rund 150 HM unberührten, jungfräulichen Powder! Das war es uns wert – und für die Umwelt sowieso.

Am Ende hat es allen gefallen, jede(r) weiß nun, wo er steht, und manche müssen noch an ihrer Fahrtechnik üben. Aber jede(r) weiß nun auch, dass sie/er eigenständig leichte bis mittelschwere Touren planen kann. Ziel erreicht – und obendrauf hatten wir das beste Wetter dieser Saison: Jeden Tag Sonne satt!

Danke für die sonnigen Tage mit euch! Bis bald am Berg, wenn es wieder heißt: Splitboooooooards EUROPE!!!

Euer Simon

Mein Name ist Splitboard…. Mr. Splitboard

ok ok, beim Bond-Dreh in Sölden waren wir nicht dabei, dafür wurde bei den Dreharbeiten mit dem MDR das Splitboarden zum zentralen Thema der Sendung „Einfach genial“. Simon Graf als Splitboard-Pionier, führte Moderator Matze theortisch und praktisch ans Splitboarden heran, so dass in dem Beitrag das ganze Procedere samt Umbau zu sehen ist.

Dafür waren wir im Januar 2015 mit der gesamten Crew einen Tag lang am Brauneck bei Lenggries:

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So interessant für die MDR Crew das Splitboard war, so interessant war für uns die Drohnenkamera, die als zweite Kamera diente. Wenn „Drohni“ von Ludwig Lehner gekonnt über die Köpfe der Skifahrer und Snowboarder geführt wurde, hörte sich das wie ein Bienenschwarm an, was natürlich für einige Aufmerksamkeit im Skigebiet sorgte. Trotz oder wegen 2 Kameras war der Zeitplan ganz schön straff, da jedes Element des Snowboard-Tourengehens gezeigt und von Simon erklärt werden sollte. Hier kam ihm seine Erfahrung aus über 100 geleiteten Splitboard-Camps zugute und geduldig wiederholte er immer wieder für jede Kamereinstellung die einzelnen Schritte.

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Als am Ende des Tages nicht nur alle Bilder im Kasten waren, sondern auch die Sonne rauskam, zeigte sich das RedaktionsTeam vom MDR schwer begeistert über die „einfach geniale“ Erfindung der Splitboards und die tollen Bilder aus den Bergen.

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Wir finden: ein gelungener, informativer Beitrag zum Thema Splitboarden!!

Erstausstrahlung war am 10.02.2015 im MDR und
hier könnt Ihr ein Jahr lang noch den Splitboardfilm sehen:

http://www.mdr.de/einfach-genial/video251690.html

 

Beginner Camp-Report 6.-8.2.2015: Über Blondinen und Mr. Ortovox

Das vorletzte Beginner-Test-Camp war es schon wieder! Die Zeit rast … Am Start waren diesmal vier Frauen und sechs Männer – alle attraktiv und die meisten blond.  🙂

Fast hätten wir also die Fifty-fifty-Verteilung bei den Geschlechtern gepackt. Denn Torsten sah angezogen mit knallgrünem Ortovox-Overall auch schon recht feminin aus. Aber letztendlich war er doch etwas zu füllig. Wie ihr seht: der Spaß bei unseren Camps kam mal wieder nicht zu kurz! Fast war es schon wie ein „Lachseminar“ …

Samstag bot sich uns ein Traumwetter. Und dazu gab es dann noch einen „Traumguide“: nämlich mich … Mr. Splitboards höchstpersönlich. Ursprünglich war Team-Mitglied Dirk für den Samstag eingeplant, aber der war kurzfristig verhindert. So blieb als Ersatz nur der Chef. Kein Problem, machen wir doch! Für die Frauen war das natürlich ein Glücksfall..  hüstl

Aber wir haben nicht nur Witze gemacht, sondern sind auch mit den Splitboards unterwegs gewesen. Und was gehört dazu? Logisch – Lawinenkunde und der Umgang mit dem Sicherheits-Equipment. Hier sorgte die Trainingsrunde im erst kürzlich eröffneten PIEPS-Suchfeld am Silvretta Grasjoch abermals für großes Staunen. Schnell sind 5 Minuten bei der Suche vergangen … und jeder wusste nachher, wo er LVS-technisch steht: am Anfang seiner Touren-Karriere.
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Die Splitboards kamen auch nicht zu kurz, intensiv wurden ihre Eigenschaften auf und neben den Pisten unter die Lupe genommen. Fazit: Läuft!

Leider hat aufkommender Schneefall den Sonntag dann nicht mehr in ganz so schönem Licht erscheinen lassen. Aber wir dürfen nicht jammern: jede Flocke ist willkommen! Denn ohne könnten wir diesen herrlichen Sport ja erst gar nicht ausüben.

Liebe Teilnehmer, vielen Dank für die tolle Stimmung! Eigentlich wird ja immer viel gelacht am Hüttle, aber diesmal war‘s irgendwie besonders viel … mit und über unsere Blondies. 😉

Bis bald mal wieder und noch viele schöne Touren für euch!
Euer Splitboards Europe Team
Simon und Andi

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Splitboard-Tour Wankspitze, 2209 m

Gehzeit: 2 – 2,5 h
Höhenmeter: 1092
Exposition: S, SW
Lawinengefahr: beim Aufstieg gering
Ausgangsunkt: Gasthof Arzkasten (1151 m) am Holzleitensattel / Mieminger Plateau

Als Kontrast zum drohenden Arbeitsmontag noch ein kleines Resume unseres Erlebten vom Samstag (07.02.2015).
Der Entscheidungsprozess begann schon am Freitag Abend. Es stellte sich natürlich wie immer die Frage wohin man seine, von der Arbeitswoche geplagten Füße hinschleifen wird, um möglichst viel des allseits geliebten „SweetPows“ zu erwischen.
Da die Lawinensituation jedoch nach wie vor als prekär einzustufen war, beschlossen wir vorerst keine mega Tour an zu starten. Da die Region um unsere Homebase Innsbruck jedoch schon ziemlich von unseren Powder-Mitstreitern „abegegrast“  erschien, beschlossen wir uns mal ein wenig in Richtung der westlichen Nordalpen umzusehen. Diese Region hatte ja schon einige Male an einem kleinen Südstau mitgenascht.
Wir entschieden uns dann für eine Tour auf die Wankspitze, da diese auch bei angespannterer Lawinensituation noch gut befahrbar war. Zusätzlich verlockend war dort, dass man sich am Gipfel noch entscheiden konnte, welche Abfahrt man wählen möchte. Einerseits konnte man die sichere Abfahrt über den Aufstiegsrücken wählen und andererseits konnte man die Westflanke nach einer kleinen Kletterpartie befahren. Die „Mieminger“ nannten diese Abfahrt liebevoll schlichtweg „Hölle“.
Auf am frühen Morgen, rein ins Auto und ab zum Mieminger Plateau. Am Parkplatz beim Gasthof Arzkasten starteten wir los und zum Erstaunen stellten wir fest, dass bei unserer, doch recht stattlich herangewachsenen Gruppe von 8 Leuten, nur 2 Skifahrer dabei waren. An Splitboard Material war hier alles dabei. Von Spark R&D über SP  bis Voilé  Bindung und Interface. Die Boards waren von Prior und Jones. Jedoch einer der Gruppe feierte die Renaissance seines alten Freerideboards. Dieses wurde unters Skalpell, pardon Kreissäge gelegt und somit in Form eines Splitboards reinkarniert. Was es nicht alles gibt 😉

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Der Aufstieg begann durch lieblich kupiertes Gelände vorbei an üppig winterlich, mit Schnee dekorierten Bäumen. Der Wetterbericht hatte eigentlich vorhergesagt, dass sich der Nebel im Laufe des Vormittags auflösen sollte, jedoch davon war noch weit und breit keine Spur. Erst als wir die Baumgrenze erreichten, „lichtet“ sich der Nebel und die ersten wärmenden Strahlen funkelten durch.
Nach ein paar Höhenmetern mehr eröffnete sich ein gewaltiges Panorama über das Inntal. Das Tal versank unter einer grauen Nebeldecke. Die ersten spöttischen Meldungen über die Daheimgebliebenen in der Nebelsuppe gingen die Runde. Nach ca 2 Stunden und knapp 1100 Höhenmetern war der Aufstieg hinter uns und wir machten uns hungrig an die mitgebrachten Leckereien. Der eine klassisch mit Wurstbrot – der andere protzig mit mediterranen eingerolltem Omelette vom Vorabend…

IMG_3620Fast eine halbe Stunde später erreichte das letzte Splitboarder Grüppchen den Gipfel. Schnell fanden diese natürlich Rechtfertigungen warum deren Aufstieg so lange dauerte. Lag natürlich alles am Material und nicht an der Kondition… der Schuldige war natürlich das schwere Voile Interface 😉
Nach der Stärkung begann die Beratung in der Gruppe über die Abfahrt. Sollten wir die Aufstiegsspur wählen oder uns in die „Hölle“ wagen? Eine andere Gruppe vor uns schien diese Entscheidung jedoch schon getroffen zu haben. Es befanden sich bereits einige Spuren im Westhang. Nur ein Teil von uns beschloss dann den Abstieg in die Rinne zum Westhang zu bestreiten. Schnell war der Name „Hölle“ auch erklärt. Eine kleine Kletterprüfung musste absolviert werden um zur gewünschten Abfahrt zu gelangen. Ein wenig Geschick und Schwindelfreiheit war hier schon gefordert.
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Danach rein in die Bindung und einzeln abfahren. Die Abfahrt war anfangs noch ein wenig eng aber nach ca 50 m öffnete sich die Rinne und ein wunderbares Feld öffnete sich.
Wenige Schwünge, hoher Speed, ein paar Pow-Sprays, ein obligater „Wihaaaww!!“-Schrei und schon ist man unten. Dafür sollen die 2 Stunden Aufstieg und die Kletterpartie gewesen sein? Der permanente Smile im Gesicht bestätigte dies jedoch.

IMG_3629JA, es ist es absolut wert!

International und … Schnee!!! Review Camp 19.-21.12.2014

Das letzte Wochenende im Jahr 2014 fanden sich 4 Nationen am Hüttle ein: Deutsche, Schweizer, Österreicher und Wiener 🙂
Es war eine lustige und bunt gemischte Gruppe, mit der wir viel Spass hatten und die immer super organisiert war.
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Am SA sind wir noch auf den präparierten Pisten der Silvretta-Montafon gefahren und die Splitboards haben einmal mehr ihre top Fahreigenschaften auf harter Kunstpiste bewiesen. Auffällig war die hohe Zufriedenheit der Fahrer mit den PRIOR twin shapes. Twin bedeudet, dass man mittig auf dem Board steht und nicht wie bei Freeride Shapes, nach hinten versetzt. Twin hat im Powder zwar minimal Nachteile aber dafür hat man beim Fahren einen 100%ig symmetrischen Bewegungsablauf. Z.B. ist Michael aus Vorarlberg mit dem Modell Prior AMF das erste Mal ein Twin gefahren und war so begeistert, dass die Freeride Shapes (direktional) bei ihm nicht mehr punkten konnten. Diesen Trend hat Prior früh erkannt und als erster Hersteller Twin Splitboards angeboten. Aktuell produzieren sie 3 Twin Shapes:

Prior AMF – war das erste Twin Split der Welt, für Kreativität beim Riden

Prior Shotgun – Freestyle Flex für Splitboarder

Prior Slylog – Das Twin Splitboard speziell für Frauen!

Da aber auch bei diesen der Hybrid Rocker zum Einsatz kommt, trübt der kleine Nachteil im Powder nicht den Gesamteindruck und wird duch das „rundere“ Fahrverhalten ausgeglichen.

Am Sonntag konnten wir dann bei 15cm Neuschnee in Gargellen aufsteigen und erste Tourerfahrung sammeln. Da wir die Sperrung der Talabfahrt respektieren, mussten wir mit der Bahn ins Tal fahren. Aber es wurde klar, welche Möglichkeiten sich uns mit dem Splitboard erschließen und das steigerte die Vorfreude auf den kommenden Schnee

Vielen lieben Dank an die Gruppe! Es würde uns sehr freuen, wenn ihr Euer Versprechen wahr macht und Ende Januar zum „Climb the Mountain“, dem großen Splitboard Test, kommt!

Euer Splitboards Europe Team
stephan, boris, dirk und simon