Testprodukte beim Climb the Mountain 2016

Wir freuen uns sehr über die ersten festen Zusagen folgender Brands, deren geniale Produkte wir nach Lust und Laune beim CTM am 29.-31.1.2016 testen können:

Splitboards von:
Arbor, Burton, Jones, Nitro, Prior, Rossignol, Völkl

Bindungen von:
Rossignol/Plum, Völkl, SP Bindings, Spark

Ski von:
Prior, Rossignol, Völkl

Sicherheits-Equipment von:
Ortovox und ABS

und neu begrüßen wir LEKI, von denen wir dreiteilige und faltbare Stöcke testen können!

Schon jetzt einen herzlichen Dank an die Partner!

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Wichtiges Coaching für die Freeride Jugend: Staraufgebot bei den Freeridecamps.at powered by Raiffeisen Club

Kostenfreies Coaching by Freeride Pros für junge Riderauf wei+ƒem Hintergrund

Junge Skifahrer und Snowboarder, die fürs Freeriden brennen, sollten sich ganz flott einen Termin der „Freeridecamps.at powered by Raiffeisen Club“ raussuchen, denn das Ausbildungslevel sucht seinesgleichen: Das promintente Team aus elf Pro-Coaches wie Vizeweltmeister Flo Orley, Matthias Haunholder, Chris Schnabel oder Melissa Presslaber gibt seine langjährige Erfahrung abseits der Pisten in zwei- bis dreitägigen Camps weiter – und das kostenfrei! Die Nachwuchsfreerider im Alter zwischen 14 und 18 Jahren lernen von ihren Idolen zunächst Sicherheitsaspekte. Matze Pristach, Initiator: „Für uns ist es wichtig, die jungen Rider für die Gefahren des Sports zu sensibilisieren. Bei den Rossignol Junior Camps legen wir die ersten Schritte zur Selbstständigkeit im freien Gelände. Auf dem Junior Advanced Level werden die Sicherheitsinhalte nochmals vertieft und der Riding Style ausgebildet. Die Königsklasse des Freeride Coaching sind unsere Sweet Protection Line Camps. Dort schulen wir die bestmögliche Vorbereitung auf einen Wettkampf!“ Alle Camps inklusive Skipass sowie ABS- und LVS- und Rossignol Ski-Testausrüstung sind für die Teilnehmer kostenfrei. Ermöglicht haben das: Raiffeisen Club, Blue Tomato, Rossignol, Sweet Protection, Ortovox, ABS, Recco und Sportunion Tirol.

Infos und Anmeldung auf: www.freeridecamps.at
https://www.facebook.com/freeridecamps

TERMINE:

19. + 20. Dezember Hochfügen Sweet Protection Linecamp
13. + 14. Februar Fieberbrunn Rossignol Advanced Camp

alle Rossignol Junior Camps:
09. + 10. Januar Saalbach Hinterglemm
16. + 17. Januar Westendorf
06. + 07. Februar Axamer Lizum
20. + 21. Februar Kappl
27. + 28. Februar Lech Zürs
05. + 06. März Silvretta Montafon
12. + 13. März Hochfügen
19. + 20. März Schladming

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Größtes Splitboard-Testevent “Climb the Mountain” weitet sein Programm aus

11. CTM 29.-31.1.2016 am Silvretta Stausee/Österreich für Splitboarder & Friends

Ob Splitboard-Einsteiger oder schon langjähriger Tourengeher – für Snowboarder, die ins Backcountry wollen ist das CTM vom 29.-31.1.2016 aus mehreren Gründen „the place to be“. Man stelle sich vor: Eingeschneit auf über 2000 Metern Höhe liegt der Berggasthof Piz Buin am Silvretta Stausee, der von Freitag bis Sonntag die Basis für den größten Produkttest rund um Splitboards bildet. Rund 60 Snowboarder waren letztes Jahr begeistert von dem Angebot an Freeride Runs, der Unterkunft, dem Essen und dem hauseigenen Lift, wo am Samstag im Schnitt jeder unglaubliche sechs bis acht verschiedene Splitboards, diverse Bindungen und weiteres Zubehör ausprobieren kann. Möglich ist das nur durch die große Materialvielfalt und das eingespielte Schrauberteam von Splitboards Europe mit elf Jahren CTM-Erfahrung. Das neue umfassende Programm wird jeden Snowboarder interessieren: Freeride Filme, LVS-Lehrgang, MountainEXPO, Splitboard-Race und das Gewinnspiel, bei dem u.a. ein Prior Splitboard zu den Preisen gehört. Nach dem Testtag geht es sonntags auf eine Traumtour in die Silvretta, wahlweise mit Guide. Camppreis ab 220 €. Anmeldung und alle Sachpreise unter www.climb-the-mountain.com/

Contour hybrid Klebertechnologie – Tipps für’s Service

Die contour hybrid Klebertechnologie setzt sich durch, die Vorteile liegen auf der Hand:

kein Nachbeschichten – Verschmutzungen abwaschbar – kein Netz/Folie am Gipfel erforderlich (nur für längere Aufbewahrung) – einfaches Handling – dennoch hohe Klebrigkeit und Sicherheit im extremen Einsatz

Haftschicht fühlt sich stumpf an –> Empfehlung, die Felle wie in der Anleitung beschrieben zu reinigen: https://www.youtube.com/watch?v=vu9N_HV7NdU

Sollte das nicht zum gewünschten Erfolg führen, sind meist Wachsreste am Kleber (Ski nicht sauber abgezogen), dann hilft eine Reinigung des hybrid-Klebers mit Wachsreiniger (ab Herbst als contour Zubehör erhätlich).

Sollte die Haftschicht gröbere Beschädigungen aufweisen, können diese vom Hersteller Koch Alpin GmbH dank neuer Anlage auch komplett erneuert werden.

contour

Review Set up: Prior Spearhead 172, SP United Bindung, Contour Klebefelle

Nach einer Saison Testzeitraum erreicht uns die Rückmeldung von Oliver Specht, seines Zeichens staatlich geprüfter Bergführer zu seinem Set up:
Prior Spearhead 172, SP United Bindung, Contour Klebefelle

meine erfahrungen mit dem brett:

kurz vor weihnachten hab ich voller vorfreude mein großes paket von splitboards.eu ausgepackt. da war es, mein erstes prior!!!

der erste eindruck war: was eine banane. es sah komplett anders aus als meine vorherigen boards.
auch die bindung und das fell habe ich erst einmal kritisch inspiziert (wie soll das mit dem klettverschluss nur funktionieren?).

dann aber kam die erste tour und ich kann nur sagen: wow, das teil geht ab!!!

der ersten tour folgten über 50 weitere diesen winter und als bergführer hab ich es in meinem job echt rangenommen!

was soll ich sagen, das spearhead funktioniert tadellos! umbauen geht einwandfrei, auch bei eis und schnee, die contour felle kleben und gleiten hervorragend, auch mehrmals auf tour und bei kälte, die SP bindung ist bequem zum laufen und stabil bei der abfahrt, die harscheisen sind leicht montiert und leisten ihre arbeit. bei anderen modellen von anderen herstellern habe ich es früher selbst erlebt – und diese saison bei kunden – dass sie schlecht zu montieren waren, gebrochen sind oder verloren gingen.

und das brett geht ab wie die sau. ich hatte noch nie ein brett, was so krass aufschwimmt im powder. du brauchst nicht arbeiten, sondern einfach nur den hang surfen. bei flachstücken bin ich immer am weitesten gekommen! lags an mir oder vielleicht am belag? ich sag mal an beidem 😉

und auch zum laufen taugts dank seines niedrigen gewichtes!
auf der piste hab ich es nicht gefahren, aber ganz ehrlich, das teil gehört einfach ins gelände!!!

fazit: absolut perfektes gesamtpaket zum touren!

blogguide

Erfahrungsbericht – Produkttest Splitboard-Bindung Rossignol Plum

Seit geraumer Zeit entwickelt die Firma Plum an einer Splitboard-Bindung. Dahinter steckt ein Alpinist, der nun exklusiv für Rossignol produziert. 2015/16 kommt das gute Stück auf den Markt. Wir habe sie jetzt bereits getestet.

Es gibt genug Beispiele für andere Splitboard Bindungen, die einiges schlechter machen, wir erinnern uns an Atomic. Aber einen besonderen Vorteil gegenüber den anderen, funktionierenden z.B. Voilé-basierten Bindungen, konnten wir bei der Plum/Rossi auch nicht ausmachen. Sie funktioniert ähnlich zuverlässig und einfach, wie eine Voilé basierte Bindung.

Ich hatte die Rossi/Plum dabei als ich einen Aufbaukurs Skibergsteigen führte und bei einem Freeride Camp. Auch von Teilnehmern habe ich sie mal montieren lassen um auch andere Meinungen zu hören – welche hier mit einfließen.

Funktionsweise
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Sie passt selbstverständlich auf das Voilé Lochbild und ist damit auf ALLEN namhaften und Industriell gefertigten Splitboards aus unserm SHOP zu verbauen. Sie bringt alle Teile selber mit, d.h. man benötigt nur die Bindung. In ihren Grundzügen ersetzt sie die Voilé Pucks durch kleinere Aufnahmen und statt einem Splint hat sie einen Veriegelungs-Mechanismus. Also eine Art Mechanik.

Die Harscheisen können nicht an der Bindung fixiert werden und waren beim Testprodukt noch etwas fummelig. Die Harscheisen greifen nur, wenn keine Steighilfe ausgeklappt ist.

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Plum Harscheisen auf dem Rossignol Splitboard montieren from Splitboards Europe on Vimeo.

Gewicht
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Sie ist relativ leicht, aber nicht so leicht wie eine Spark Magneto in Kombination mit Voilé Pucks. Da es noch ein Vorserien Modell war, möchte ich kein Gewicht angeben, denn das ändert sich ja evtl. noch.

Erst-Montage
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In der im Test zur Verfügung stehenden Vorserie war die Erst-Montage noch kompliziert. Das soll aber noch vereinfacht werden.

Handling
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Wenn mal alles passt, ist das Handling der Rossignol Plum unkompliziert und zuverlässig. Der Splint wurde durch die Mechanik ersetzt, aber diese hat einen so kleinen Hebel, dass man ihn mit dünen Tourenhandschuhen sehr wohl bedienen kann, mit Snowboardhandschuhen wird es aber schwierig. Also ist es ähnlich fummelig wie der Splint.

 

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Fix Plum Binding on Rossignol Splitboard – Skimodus from Splitboards Europe on Vimeo.

Sehr gut: Vereisung war kein Thema. Die Aufnahmen sind so gebaut, dass sie eine Art Schneidefläche haben und den Schnee ggf. wegschneiden. Was nicht funktioniert hat, war die Befestigung des Highbacks und der Straps an der Base. Diese wurden locker und mussten täglich geschraubt werden. Da es sich um einen Torx Typ handelte, wäre ich ohne Spezialwerkzeug aufgeschmissen gewesen. Hier soll aber die Serienversion besser sein. Ich hoffe, dass man sich auch von dem Torx verabschiedet.

Fahrkomfort
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Die beim Testmodel noch zu langen Toe Straps werden in der Serie wohl abgestellt. Ansonsten Ratschen und Highback arbeiten gut. Kein Schnellverstell Mechanismus, was ich nicht vermisse,
da ich da eh nie dran rumfummle. Mein Highback ist so eingestellt, dass ich gut gehen und abfahren kann. Wie alle Splitboard Bindungen eine Alu Base mit Kunststoff Highback und Straps, also direkt und gut.

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Rossignol Splitboard and Plum Binding – Boardmodus from Splitboards Europe on Vimeo.

FAZIT:
Die Splitboard Bindung Plum ist absolut funktionstüchtig im Backcountry. Wer sich gegen das Voilé-basierte typische Schieben der Bindung über die Pucks entscheidet, findet in der Rossi/Plum eine gute Alternative. Auf jeden Fall besser als andere mechnisch komplizierteren Ansätze. Der Preis ist höher als die Spark Voilé Kombi und spürbar höher als eine Light-Rail- oder SP Fastec Voilé Kombi. Hier gilt wie immer mein Spruch: Ist wie Rotwein, schmecken muss er 🙂
Unseren Test hat die Rossignol Plum bestanden und wir werden sie in unserem Shop aufnehmen um unseren Kunden die Auswahl zu bieten, die sie verdient haben: die größte Splitboard Auswahl in ganz Europa!

Splitboards Europe Team
Simon

Alpin Camp – Freeriden im Montafon 19.-22.3.2015

Freeride Camp 4 seasons: lachen bis der Arzt kommt!

Es war schon wieder das letzte Freeride Camp für diese Saison – und wieder war es was Besonderes. Nicht nur, dass wir die Sonnenfinsternis erleben durften – nein, das Wetter bescherte uns auch 3 Tage mit 3 Jahreszeiten.

Unser 1. Tag war wie im Frühling: Genau richtig, um als Einstieg in die Camp-Tage eine gemäßigte Tour im Skigebiet Silvretta-Montafon zu unternehmen. Den Sommer haben wir übersprungen und der 2. Tag brachte dann gleich den Herbst: Anfangs Regen bis 1200 Meter, dann Schneefall mit Nebel und richtigem Whiteout am Gipfel im Gebiet um Gargellen. Und am 3. Tag war dann wieder tiefster Winter: 20 cm Neuschnee, kombiniert mit Sonnenschein. Inklusive einer super Powder-Abfahrt.

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Der hohe Frauenanteil tat sein übriges, damit dieses Camp wieder eine runde und stets amüsante Sache wurde. Klar, alle hätten sich 3 volle Tage fetten Powder gewünscht. Aber bei der aktuellen Großwetterlage war das einfach nicht drin. Dafür hat das Montafon einmal mehr bewiesen, dass man bei allen Bedingungen super Tage am Berg erleben kann.

Unter neuer Führung
Auch unserem neuen Guide, dem Matthias aus Gaissach, hat das Montafon prima gefallen. Wobei „neu“ jetzt eher relativ ist, denn er war schon Splitboarder, als viele von uns noch gar nicht wussten, dass es dieses tolle Sportgerät gibt! Er ist früher mit einem 4-teiligen Splitboard unterwegs gewesen. Zwischen einem 4-teiler und einem PRIOR Spearhead XTC mit Spark-Bindung liegen natürlich Welten. Dass Splitboarden so viel Spaß machen kann und so einfach ist, hätte man damals nicht zu träumen gewagt.

Matthias ist schon seit vielen Jahren als Guide „on Tour“, und hat auch schon Gruppen auf Schneeschuhen geführt. Daher kann er als staatlich gepr. Bergführer und Mitglied des DAV Bundeslehrteams bestätigen: „Wenn man sich mal total verausgabt hat, um den Gipfel zu machen, dann ist das Snowboard in der Abfahrt ein wahrer Segen! Denn kein Gleitsportgerät lässt sich so einfach im Gelände und bei allen Schneebedingungen fahren.“ Ein Aspekt, der nicht von der Hand zu weisen ist.

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Ski oder Board?
Da Matthias und ich mit Ski und Snowboard führen, können wir 1:1 vergleichen, und auch die Erfahrungen aus unseren Gruppen widergeben. Ich würde sogar sagen, dass jeder sportliche Erwachsene, der 1 bis 2 Winter im Skigebiet seine Erfahrungen auf dem Snowboard gemacht hat, ein ausreichend gutes Fahrlevel aufweist, um allen Bedingungen entlang des Alpenhauptkamms gewachsen zu sein. Und zwar auf einer Tour! Sogar mit Abfahrts-Spaßfaktor obendrauf.

Stellt man jedoch jemanden auf Ski, dann dauert es ein Vielfaches länger, bis er sich sicher im Gelände bewegen kann. Ob die Abfahrt jemals Spaß macht, bleibt offen. Ein Phänomen, das sich immer wieder beobachten lässt: Die ersten Tage auf einem Snowboard sind die Hölle, doch dann ist mitunter recht schnell ein wirklich gutes Level erreichbar. Ganz im Gegensatz das Skifahren: Schneepflug kann quasi jeder schon am ersten Tag – doch bis ein wirklich guter Skifahrer aus einem wird, dauert es sehr lange.

Aber was soll’s, das ist wie mit Rotwein: Schmecken muss er – ganz einfach! Zum Glück kann jeder sein Tourensportgerät selber aussuchen, das ihm am besten liegt. Egal, ob Splitboard oder Ski.

Vielen Dank an die tolle Gruppe, die mit 3 Humanmedizinern für viele Lacher sorgte. Mit Geschichten aus dem Mediziner-Alltag, und erst recht mit Geschichten, die das Leben so schreibt.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Freeride Camps in der Saison 2015/16!
Euer Splitboards Europe Team
Matthias und Simon

Danke auch Steffi für einen Teil der Bilder!

 

Splitboardtour auf den Wilder Freiger üben den Wilden Pfaff

Tour Facts
Ausgangsort: Mutterbergalm, Stubaier Gletscher Bahnen, Neustift im Stubaital
Endort: Grawa Alm, Neustift im Stubaital
Höhenmeter Aufstieg: 904m
Höhenmeter Abstieg/Abfahrt: 2412m
Distanz: 13,4km (Aufstieg: 6,0km)

Wild und frei. Das sind wohl zwei der stärksten Gefühle, die wir bei unseren Touren empfinden. Sie motivieren uns immer wieder dazu steile Flanken, lange Grate und unzählige Höhenmeter hinaufzusteigen und sie dann wieder in kürzester Zeit hinunter zu fahren.

Der Wilde Freiger (ital. Cima Libera), das Ziel unserer letzten Tour am Donnerstag, hat dies sehr treffend namentlich zusammengefasst. Der Gipfel thront über dem Wilder-Freiger Ferner und Grüblferner auf österreichischer Seite und dem Übeltalferner auf italienischer Seite. Letzterer ist nicht nur der größte Gletscher der Stubaier Alpen, sondern der größte ganz Südtirols. Darauf zu gehen erinnert einen daran wie klein man ist umgeben von dieser gewaltigen Bergwelt und man kann sich, fernab des Trubels des Zuckerhütl, voll und ganz der Rauheit der Natur widmen.

Wilder Freiger Wilder Pfaff Übeltalferner Becherhaus Müllerhütte Team SPLIT Splitboard Tirol
Aber nun genug geschwärmt und zu den Details zu unserer Tour:

Wir beschlossen das Ganze mit der „lazy version“ anzugehen und nahmen daher um 8:30 die ersten Lifte am Stubaier Gletscher zu Hilfe und stiegen an der Bergstation des Fernauer 6er Sessellifts aus. Von dort kreuzten wir so hoch es ging auf den Pfaffenferner um uns einige Aufstiegs-Höhenmeter zu sparen. Dann hieß es jedoch trotzdem Auffellen und schon kamen uns die Karawanen, ausgerüstet mit Seilen, Pickeln, Steigeisen und Bergführer, entgegen, um den beliebtesten Gipfel der Region, das Zuckerhütl (3507m), zu erklimmen.

Kurz nach dem Pfaffenjoch rechts abgebogen sahen wir schon unser erstes Etappenziel, den viel weniger begangenen Wilden Pfaff (3456m). Bis zum Pfaffensattel waren wir Teil der Skitouren-Karawane, dann bogen wir aber links ab und gingen in wenigen Spitzkehren auf den „Pfaff“. Außer uns waren noch 2 weitere Skitourengeher an diesem Tag am Pfaff und wir beobachteten bei einer kleinen Jause wie die „Ameisen“ die steile Gipfelflanke des Zuckerhütls hinauf marschierten.
Jause Pfaffenjoch Skitour Pfaffenferner Team SPLIT Splitboard tirol Sulzenauferner Wilder Pfaff Zuckerhütl Team SPLIT Splitboard Tirol Zuckerhütl Wilder Pfaff Team SPLIT Splitboard Tirol
Für uns hieß es erstmals Pickel und Steigeisen anlegen und die Prior Splitboards an den Rucksack packen um die steile Ostflanke des Wilden Pfaff in Richtung Müllerhütte abzuklettern. Der Pfaff, der von der einen Seite so unscheinbar wirkt, zeigt sich auf der Anderen von seiner wahren Seite. Hier ist er ein rassiger und steiler Gipfel, dessen Grat in den Pfaffennieder mündet und Teil der Staatsgrenze bildet.

Der Abstieg ist am kritischsten Stück mit einem Fixseil gesichert, ansonsten muss man sich auf seine eigene Trittsicherheit verlassen. Die Kletterei geht jedoch sicherlich nicht über den zweiten Schwierigkeitsgrad hinaus und daher war auch kein Seil notwendig. Als Mindestausrüstung sind aber jedenfalls Steigeisen gefragt. Es wäre an diesem Tag wahrscheinlich sogar möglich gewesen relativ bald, aber mit viel Vorsichtigkeit und einigen Abkletter-Passagen, von relativ weit oben in südwestliche Richtung abzufahren.
Wilder Pfaff Wilder Freiger Gipfel Team SPLIT Splitboard Tirol  Wilder Pfaff Übeltalferner Gratkletterei Pfaffennieder Wilder Freiger Team SPLIT Splitboard Tirol Gratkletterei Pfaffennieder Wilder Pfaff Übeltalferner Wilder Freiger Team SPLIT Splitboard Tirol

Unten am Übeltalferner angekommen fuhren wir in eine Mulde südlich der Müllerhütte, wo wir dann wieder auffellen mussten. Hier hat man einen sehr schönen Ausblick auf das wunderbar gelegene Becherhaus, die massiven Gletscherzungen südlich der Sonklarspitze und den beliebten Botzer im Süden. Und natürlich auch auf unser Tagesziel den Wilden Freiger.

Zwar nicht allzu steil, aber dennoch lang, ging es zuerst direkt dann in Spitzkehren direkt zu dem Wilden Freiger (3418m), der bis einige Meter unter dem Gipfel im Skimodus erreicht werden konnte. Die Höhe macht einen hier dann doch zu schaffen und man merkt, dass man fast die gesamte Zeit, der sehr langen Tour, auf über 3000m unterwegs ist.

Becherhaus Übeltalferner Botzer Team SPLIT Splitboard Tirol Wilder Freiger Spitzkehren Team SPLIT Splitboard Tirol Wilder Freiger Übeltalferner Sonklarspitz Wilder Pfaff Team SPLIT Splitboard Tirol
Also erstmals Tee trinken, Schokolade essen und die Bergwelt auf sich wirken lassen. Vom Gipfel aus kann man unzählige zukünftige Projekte planen und sich zahlreiche Besteigungen und Steilrinnen ausdenken. Wieder zu Kräften gekommen machten wir uns daran die Abfahrt zu studieren, denn der Wilde-Freiger-Ferner über den wir abfahren sollten, ist bekannt dafür sehr spaltenreich zu sein. Zumindest augenscheinlich waren keine gröberen Spaltengebiete, bis auf die offensichtlichen oberflächlichen und massiven Gletscherbrüche, auszumachen.
Wir wussten aus dem Studium der AV-Karte, dass es möglich war vom Gletscherfeld riders left durch eine Rinne auf das Gletscherfeld riders right zu wechseln. Ein Teil der Gruppe verfolgte diesen Weg, während der restliche Teil sich weit riders-right knapp unter den Felswänden hielt und so kamen alle bei sehr gemischten Schneeverhältnissen sicher unten an. Südwestlich vom Grünausee mündete unsere Abfahrtsroute in zwei nebeneinander liegenden Rinnen, die noch teilweise ein wenig Powder boten. Dann stark nach riders left gezogen bis das Gelände wieder steiler wurde.
Wilder Freiger Gipfel Team SPLIT Splitboard Tirol Wilder Freiger Ferner Abfahrt Team SPLIT Splitboard Tirol Wilder Freiger Ferner Abfahrt Team SPLIT Splitboard Tirol
Hier mussten wir nun wieder auffellen und links unter Felsbrüchen vorbei bis zur Sulzenauerhütte spuren, wo schon unzählige Spuren von den Abfahrern, die über den Sulzenauferner vom Zuckerhütl gekommen waren, zu sehen waren. Die Abfahrtsroute von der Sulzenauerhütte folgt dem Sommerweg und führt in einem komplett flachen Hochplateau im sogenannten „Moos“ an der Sulzenaueralm vorbei. Hier mussten wir ein letztes Mal und schon ziemlich erschöpft hinausschieben um dann über den sehr ausgefahrenen Wanderweg bis zur Grawaalm abzufahren. Nach gut acht Stunden am Berg endete der sehr lange und eindrucksreiche Tag dann im Skibus wo wir neben den nach Alkohol duftenden angetrunkenen letzten Gästen der Apres-Ski Schirmbar des Stubaier Gletschers relativ bald einschliefen.

Fazit: Sehr schöne, anstrengende und anspruchsvolle Gletschertour auf dem größten Gletscher der Stubaier Alpen, abseits des Trubels der beliebteren Stubaier Gipfel. Die Tour erfordert Gletscherausrüstung und Ausdauer und führt über teilweise sehr spaltenreiches Gelände, sowie steile Gratkletterei.

DAV Aufbaukurs Winterbergsteigen Splitboard 8.-13.3.2015

Gelebter Alpinismus!

Einen besonderen Stellenwert unter unseren Ausbildungskursen nimmt der Aufbaukurs ein: maximal 6 Teilnehmer für die das Alpine deutlich im Vordergrund steht. Weiter sollten Material, gute bis sehr gute Ausdauer und alpines Grundlagenwissen vorhanden sein. Die 6 Kandidaten des diesjährigen Aufbaukurses haben alle Voraussetzungen erfüllt – und so konnten wir richtig aus dem Vollen schöpfen!

Tag 1: Madrisella 2.400
Mit ihrem ausgesetzten Grat rauf zum Gipfel bildete sie den Auftakt unserer Ausbildungstage. Über die Ostflanke ging die Abfahrt bis ins Tal: also von 2.400 m bis hinab auf 700 m … mal eben so. nach der Tour war noch längst nicht Feierabend! Es ging rauf aufs Grasjoch zum LVS-Pieps-Testfeld. Hier wurde das LVS-Wissen für die nächsten Tage nochmal aufgefrischt.

20150309_112419Tag 2: Rütihorn 2.340 m
Direkt mit Start am Hüttle auf rund 970 m Höhe ist das ein20150309_122541e durchaus lange Tour. Gerade im Schlussabschnitt noch dazu durch sehr ausgesetztes Gelände. Das Gweiltal war ein wahrer Traum, der wohl wirklich kaum begangen wird. Uns bot sich eine ganz besondere Stimmung. So wie es aussah, war bis kurz unterhalb des Gipfels diesen Winter wohl noch kein Tourengeher gekommen. Da nicht alle den Gipfelsturm im Klettergrad 1-2 in Softboots meistern wollten, haben wir es beim Versuch belassen – und aus Team-bildenden Gründen auf den Gipfel verzichtet.

Tag 3: Im Whiteout …
Bisher lachte immer die Sonne vom Himmel, aber für den 3. Tag war schon die Vorhersage schlecht. Daher begaben wir uns auf eine Orientierungsübung: Bei noch guter Sicht fuhren wir in die Schweiz hinüber ab, um dann am Nachmittag auf dem Rückweg nach Österreich in einen kompletten Whiteout zu geraten. Teils lag die Sicht nur um 10 Meter. Jetzt hieß es, den richtigen Weg zu finden und sich trotz der extremen Verhältnisse in Ruhe sicher zu orientieren. Dabei stiegen wir z. B. auf ein namenloses Joch auf, wobei der sehr steile Anstieg jeden von uns an seine Grenzen bezgl. seiner persönlichen Spitzkehrentechnik brachte. Ich mach‘ es kurz: Natürlich fanden wir alle wieder den Weg retour.

Tag 4: Hochalpin 2.980 m
Mehr Fahrspaß, mehr Höhe – so ging es in die Silvretta auf gut 3.000 Meter. Hinauf auf einen namenlosen Pass, der aber eine hammermäßige Aussicht bietet. Und eine traumhafte, nordseitige Abfahrt nach dazu. Mit gut 1.300 hm Aufstieg ein würdiger Einblick ins Hochalpine.20150311_131347

Auch bei der großen LVS-Übung mit simulierter Mehrfachverschüttung gaben alle ein gutes Bild ab. So konnte ich am Ende unseres Aufbaukurses 6 neue Splitboarder im Kreise des Splitboard Alpinismus willkommen heißen. Und in eine hoffentlich auch weiterhin erfolgreiche Tourensaison entlassen.

Vielen Dank an euch, ihr seid ein Hammer-Team gewesen! Jeder für jeden, einer für alle!

Euer Simon
von Splitboards Europe

alle Bilder auf https://www.facebook.com/splitboards.europe?ref=bookmarks 

Splitboards Europe in Axamer Lizum 13.-15.3.2015

Nur zu gern sind wir zum zweiten Mal mitsamt unserem Splitboard-Pool in die Axamer Lizum gefahren, schließlich bietet das „weiße Dachl“ von Innsbruck nicht nur eine schneebegünstigte Lage für Alpinskifahrer und Freerider sondern auch geniale Tourenmöglichkeiten. Das Skigebiet Axamer Lizum selbst hat Splitboards Europe für ein Beginner Camp gebucht. Eine tolle Idee, die die Freeride- und Tourenkompetenz der Destination stärkt und auch in Splitboarderkreisen bekannt macht.

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Das Gebiet und die Teilnehmer profitieren von unserer Kernkompetenz, der eingespielten Organisation und dem kompletten Splitboards Europe Testpool inklusive LVS-Ausrüstung für 10 Teilnehmer. Der Testpool umfasst das neueste und qualitativste Splitboard-Material am Markt. Unser Anspruch war klar: Wir wollten den neuen Snowboard-Tourengehern ein unvergessliches Wochenende bieten, bei dem alle Fragen rund um Splitboards in Theorie und Praxis geklärt werden und das Freeride-Potential von Axamer Lizum genutzt wird.

Beeindruckend sind in der Axamer Lizum neben tollen Freeridehängen auch ein hammer Panorama mit Blick in die Tiroler Bergwelt. Man steht auf rund 2.300m – schlürft entpannt nen Kaffee auf der größten überdachten Sonnenterasse der Alpen und blickt wie in ein Schaufenster der unzähligen Tourenmöglichkeiten – und das bei Traumwetter.

Der Samstag war straff organisiert und wie bei allen Beginner Camps stand das Fahren der Splitboards (je mehr desto besser) sowie erste Gehversuche im Gelände und LVS-Praxis auf dem Programm. Am Sonntag holten wir uns Verstärkung durch einen staatlichen Guide, um vom Local die besten Spots gezeigt zu bekommen

Unser Ass im Ärmel war das das Skigebiet Axamer Llizum selbst, den mit den Liften konnten wir bequem auf 1.800 starten und uns ganz auf die Erfahrungen am Berg konzentrieren.

Alle Teilnehmer haben ein traumhaftes Splitboard-WE in der Axamer Lizum verbracht und auch für uns war es ein Vergnügen, in diesem Touren-Eldorado Gast sein zu dürfen. Hier noch ein Surftipp zum Thema Freeriden in Axamer Lizum.

Das machen wir nächstes Jahr wieder!
Euer Splitboars Europe Team
Simon & Dirk