Splitboard Camp-Report 15.-20.2.2015: DAV Kurs Skibergsteigen mit dem Splitboard

Vom kleinen Houdini, Alpinisten und weiteren „sonnigen Gemüts-Artisten“ …

Zunächst klang die Teilnehmerliste ganz normal: 3 Frauen, 5 Männer. Das versprach eine ausgewogene, angenehme Stimmung in der Gruppe. Pünktlich um 14 Uhr standen dann auch fast alle vorm Hüttle – bei Sonnenschein, winterlichen Temperaturen und genug Schnee. Fast alle? Naja, nur leicht verspätet traf dann auch noch unser „Schwaben-Pärchen“ ein: Anja und Christian. Denn wie so oft Leben, kommt das Beste eben zum Schluss!

Anja, ihres Zeichens Wortjongleurin par excellence, hat die ganze Woche über mit ihren Wortspielereien für so manchen Lacher, zumindest aber für viele Schmunzler gesorgt. Und Christian hat schon mal an einem unserer beliebten Beginner-Test-Camps teilgenommen, hat sich danach ein Venture Splitboard bei uns gekauft – und ist mittlerweile nun auch schon Touren-erfahren.

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Bestens war der Wetterbericht für die Camp-Woche: Viel Sonne … dazu Lawinenwarnstufe von 1-2. Also alles, was das Tourengeherherz begehrt. Zumindest fast alles – denn diese seltene Konstellation hatte schon länger keinen Neuschnee mehr gesehen. Das hieß für mich: die letzten Powder-Geheim-Flecken in den Bergen des Montafon zu finden!

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Der Montag startete dennoch ganz entspannt: mit Freeriden im Skigebiet Silvretta Montafon und den Basics in Sachen LVS-Praxis. Manche Leser hier, die noch nie bei einem unserer Camps waren, fragen sich vielleicht, warum wir immer am ersten Tag ins Skigebiet gehen? Der Grund ist ganz klar: Hier können wir uns einen ersten Eindruck vom fahrtechnischen Level der Gruppe verschaffen. Das dient unserer eigenen Sicherheit – aber vor allem auch der unserer Gäste. Dazwischen gibt’s immer ein wenig Theorie: Diesmal wurde dank Alexandra aus jeder Theorie-Einheit ein angeregter Dialog – denn ihr gehen die Fragen nie aus.

Dienstag die erste Tour, mit allen möglichen Elementen eines Tourentages. Wir hatten eine Route geplant, wo mehrfach umgebaut werden musste. Also ein paar Mal rauf – und wieder runter. Manche nennen das auch „Jojo-Touring“ 😉 Da wird das Umbauen schneller zur Routine und geht immer flotter von der Hand. Der Lohn dafür: wir bekamen auch ein paar Höhenmeter schönen Powder unters Board. In dem Zusammenhang muss ich nochmal auch für zukünftige Teilnehmer/innen an die Kurs-Voraussetzung erinnern: sicheres On- und Off-Piste-Fahren.

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Abends war im Hüttle großes Kino angesagt, der „kleine Houdini“ Viktor konnte mit hammermäßigen Karten-Tricks begeistern.

Mittwoch ging es dann in die Silvretta. Dort musste noch Powder liegen! Aber um in den zu kommen, galt es, gut 1000 HM aufzusteigen. Die Aussicht auf Powder wirkte wie die sprichwörtliche „Möhre vor dem Esel“ – alle kamen oben an. Bei gewohnt tiefblauem Himmel lagen vor uns die Hänge, die wir suchten. Da bringt einen nur ein Splitboard hin! Seinen Ausklang fand dieser super Tourentag dann auf der Bielerhöhe bei einem Bier und noch mehr Sonne auf der Terrasse – der Sonnenterrasse. Hey Anja, der ist doch auch gut, oder? 😉20150219_143645

Der große Showdown am Donnerstag: alles wurde auf eine Karte gesetzt, maximales Risiko für maximalen Spaß! Risiko natürlich nur bezogen auf die Powder-Ausbeute! 100 % CO2-frei starteten wir eine Tour direkt vom Hüttle aus. Das hieß, erst einmal rund 800 HM aufzusteigen, um mit viel Glück nordseitige Powderhänge erreichen zu können. Aber das Glück ist mit den Mutigen! Am Ende waren es etwa 1000 HM Aufstieg für rund 150 HM unberührten, jungfräulichen Powder! Das war es uns wert – und für die Umwelt sowieso.

Am Ende hat es allen gefallen, jede(r) weiß nun, wo er steht, und manche müssen noch an ihrer Fahrtechnik üben. Aber jede(r) weiß nun auch, dass sie/er eigenständig leichte bis mittelschwere Touren planen kann. Ziel erreicht – und obendrauf hatten wir das beste Wetter dieser Saison: Jeden Tag Sonne satt!

Danke für die sonnigen Tage mit euch! Bis bald am Berg, wenn es wieder heißt: Splitboooooooards EUROPE!!!

Euer Simon

CONQUER THE ALPS 2015 – Powder & Party in IBK und Axams 6.-8.3.2015

Das Powder and Party Weekend vom 6. – 8. März in INNSBRUCK!
Weekend Festival Tickets für Mountain Action & City Nightlife
inkl. FRITZ KALKBRENNER LIVE, Team-Challenges, jede Menge Snow Actions, Grill & Chill Areas uvm.

Tickets ab 59.- Euro. mit/ohne Übernachtung.
Check now: www.conquerthealps.com
Hotline: +43 69918080804

• Exclusive MOUNTAIN AREA in der Axamer Lizum 6.3. + 7.3.:
– Lawinenkurse & Splitboard Testing Area mit Splitboards Europe
 Simon Graf von Splitboards Europe wird vor Ort sein mit einem Testpool an verschiedenen Splitboards. Nach Einführung ins Thema und Montage der Boards wird gemeinsam aufgestiegen und danach könnt Ihr noch mit Eurem Board frei fahren.
rechtzeitig anmelden! begrenzte Teilnehmerzahl
– Team-CHALLENGES
– Freestyle Sessions mit Pros
– Grill & Chill Areas
– Après Ski und LIVE: Tagtraeumer
– Speedchecks
– Ski- und Snowboard Landing Pad
– Dodgeball Austria Snow-Cup
– tolle Preise wie einen Surftrip für 4 Personen in Portugal uvm.

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• Urban NIGHTLIFE Innsbruck:
Fr 6.3.: LIVE: Drunken Masters, Eskei83 – Red Bull Thre3style World DJ Champion 2014
/ ab 23:00 Uhr, VAZ Hafen
+ Eristoff Pub Crawl & Parties / ab 22:00 Uhr
+ zahlreiche Getränke Specials
— BIERPONG:
Fr 6.3.: ESOBP Masters Tournier!
/ ab 16:00 Uhr, VAZ Hafen

Sa 7.3.: LIVE: FRITZ KALKBRENNER , ADHS – Official
/ ab 22:00 Uhr, CONGRESS INNSBRUCK Dogana

Dabei könnt ihr im Team Punkte sammeln und jenes Team mit den meisten Punkten hat die besten Chancen “Conqueror of the Alps” zu werden.
– Teams von 2-4 Personen (Single-Teilnehmer joinen Teams)
– Punkte gibt es auch für Köpfchen und Schnelligkeit
Der Gewinn: die begehrte Conquer the Alps Trophy 2015, einen Surfurlaub für 4 Personen in Portugal sowie weitere tolle Sachpreise und jede Menge Spaß.
Get your team together and join the challenge!

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Mein Name ist Splitboard…. Mr. Splitboard

ok ok, beim Bond-Dreh in Sölden waren wir nicht dabei, dafür wurde bei den Dreharbeiten mit dem MDR das Splitboarden zum zentralen Thema der Sendung „Einfach genial“. Simon Graf als Splitboard-Pionier, führte Moderator Matze theortisch und praktisch ans Splitboarden heran, so dass in dem Beitrag das ganze Procedere samt Umbau zu sehen ist.

Dafür waren wir im Januar 2015 mit der gesamten Crew einen Tag lang am Brauneck bei Lenggries:

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So interessant für die MDR Crew das Splitboard war, so interessant war für uns die Drohnenkamera, die als zweite Kamera diente. Wenn „Drohni“ von Ludwig Lehner gekonnt über die Köpfe der Skifahrer und Snowboarder geführt wurde, hörte sich das wie ein Bienenschwarm an, was natürlich für einige Aufmerksamkeit im Skigebiet sorgte. Trotz oder wegen 2 Kameras war der Zeitplan ganz schön straff, da jedes Element des Snowboard-Tourengehens gezeigt und von Simon erklärt werden sollte. Hier kam ihm seine Erfahrung aus über 100 geleiteten Splitboard-Camps zugute und geduldig wiederholte er immer wieder für jede Kamereinstellung die einzelnen Schritte.

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Als am Ende des Tages nicht nur alle Bilder im Kasten waren, sondern auch die Sonne rauskam, zeigte sich das RedaktionsTeam vom MDR schwer begeistert über die „einfach geniale“ Erfindung der Splitboards und die tollen Bilder aus den Bergen.

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Wir finden: ein gelungener, informativer Beitrag zum Thema Splitboarden!!

Erstausstrahlung war am 10.02.2015 im MDR und
hier könnt Ihr ein Jahr lang noch den Splitboardfilm sehen:

http://www.mdr.de/einfach-genial/video251690.html

 

Beginner Camp-Report 6.-8.2.2015: Über Blondinen und Mr. Ortovox

Das vorletzte Beginner-Test-Camp war es schon wieder! Die Zeit rast … Am Start waren diesmal vier Frauen und sechs Männer – alle attraktiv und die meisten blond.  🙂

Fast hätten wir also die Fifty-fifty-Verteilung bei den Geschlechtern gepackt. Denn Torsten sah angezogen mit knallgrünem Ortovox-Overall auch schon recht feminin aus. Aber letztendlich war er doch etwas zu füllig. Wie ihr seht: der Spaß bei unseren Camps kam mal wieder nicht zu kurz! Fast war es schon wie ein „Lachseminar“ …

Samstag bot sich uns ein Traumwetter. Und dazu gab es dann noch einen „Traumguide“: nämlich mich … Mr. Splitboards höchstpersönlich. Ursprünglich war Team-Mitglied Dirk für den Samstag eingeplant, aber der war kurzfristig verhindert. So blieb als Ersatz nur der Chef. Kein Problem, machen wir doch! Für die Frauen war das natürlich ein Glücksfall..  hüstl

Aber wir haben nicht nur Witze gemacht, sondern sind auch mit den Splitboards unterwegs gewesen. Und was gehört dazu? Logisch – Lawinenkunde und der Umgang mit dem Sicherheits-Equipment. Hier sorgte die Trainingsrunde im erst kürzlich eröffneten PIEPS-Suchfeld am Silvretta Grasjoch abermals für großes Staunen. Schnell sind 5 Minuten bei der Suche vergangen … und jeder wusste nachher, wo er LVS-technisch steht: am Anfang seiner Touren-Karriere.
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Die Splitboards kamen auch nicht zu kurz, intensiv wurden ihre Eigenschaften auf und neben den Pisten unter die Lupe genommen. Fazit: Läuft!

Leider hat aufkommender Schneefall den Sonntag dann nicht mehr in ganz so schönem Licht erscheinen lassen. Aber wir dürfen nicht jammern: jede Flocke ist willkommen! Denn ohne könnten wir diesen herrlichen Sport ja erst gar nicht ausüben.

Liebe Teilnehmer, vielen Dank für die tolle Stimmung! Eigentlich wird ja immer viel gelacht am Hüttle, aber diesmal war‘s irgendwie besonders viel … mit und über unsere Blondies. 😉

Bis bald mal wieder und noch viele schöne Touren für euch!
Euer Splitboards Europe Team
Simon und Andi

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Camp-Report 1.-6.2.2015 DAV Grundkurs Winterbergsteigen

Männerpartie im Montafon – ohne Hemmingway, aber mit Gidi!

Viele Jahre zurückversetzt fühlte ich mich, in die Anfangszeiten unserer Splitboardcamps, als ich die Teilnehmerliste zu diesem DAV Grundkurs Winterbergsteigen genauer angeschaut habe: keine einzige weibliche Teilnehmerin, nur Männer!

Mindestens genauso lange ist es her, dass ein heute berühmter Mann ins damals kaum erschlossene Montafon kam: niemand geringeres als Ernest Hemmingway! In den Jahren 1926 und 1927 verbrachte er einige Zeit hier in Schruns. Und schrieb an seinem Bestseller, der ihm den Durchbruch brachte: „Fiesta“.

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Literarisch war unsere Woche zwar letztendlich nicht weiter, aber dafür Hochalpin. Das können wir auch besser als Bücher schreiben! Täglich hatten wir einen „aktuellen 3er“ zu beachten, so der Lawinenlagebericht (LLB). Da wurden den Teilnehmern die Grenzen des tourentechnisch Möglichen schnell deutlich gemacht. Täglich Warnungen in den Nachrichten bzgl. der heiklen Lawinensituation – die aber eben einem 3er entsprach.

Dennoch kann bei entsprechender Touren- und Routenwahl in so einem großen Gebiet wie dem Montafon locker jeden Tag eine Tour gegangen werden, ohne sich dabei unnötigen Gefahren auszusetzen. Das hatte am Ende der Woche jeder verinnerlicht.

Wettermäßig hatten wir auch richtig Glück! Rund 40 cm Neuschnee, dann schön kalt, und alles bei meist guter Sicht. Die Jungs waren richtig heiß. Und jeden Abend auch fest am Schrauben: fast jedes Board kam zum Einsatz. Heiß begehrt waren wieder unsere coolsten Teile: das Spearhead 172 und das Fissile 172, beide von PRIOR. Des lieben Friedens willen habe ich dann mal lieber mein eigenes noch zur Verfügung gestellt und bin auf Ski los. Denn eines gilt immer: Für die Gäste nur das Beste!

Kulinarisches Wochen-Highlight war das große BBQ – ein halbes Rind gab‘s. Denn echte Männer brauchen nur Fleisch, offenes Feuer und Bier! Alex hat die Steaks auf unserem großen Gas-Grill perfekt gegrillt. Und alle wurden mehr als satt! Dass noch bis nachts um 1 geschnapselt wurde, merkte „Mann“ bei der großen LVS-Übung am Freitag kaum. Männer eben! Schnaps ist Schnaps und Schul‘ ist Schul‘!

War zwar schade, dass keine Frau mit am Start war. Aber wir haben das ganz gut kompensiert. Dennoch: Jede Woche brauch ich kein reines Männer-Camp! Außer Gidi ist dabei, der macht zur Not auch das Mädchen. 🙂

Bleibt mir nur noch eins: Vielen Dank an euch alle! Und ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder!

Splitboards Europe Team
Euer Simon

Splitboard-Tour Wankspitze, 2209 m

Gehzeit: 2 – 2,5 h
Höhenmeter: 1092
Exposition: S, SW
Lawinengefahr: beim Aufstieg gering
Ausgangsunkt: Gasthof Arzkasten (1151 m) am Holzleitensattel / Mieminger Plateau

Als Kontrast zum drohenden Arbeitsmontag noch ein kleines Resume unseres Erlebten vom Samstag (07.02.2015).
Der Entscheidungsprozess begann schon am Freitag Abend. Es stellte sich natürlich wie immer die Frage wohin man seine, von der Arbeitswoche geplagten Füße hinschleifen wird, um möglichst viel des allseits geliebten „SweetPows“ zu erwischen.
Da die Lawinensituation jedoch nach wie vor als prekär einzustufen war, beschlossen wir vorerst keine mega Tour an zu starten. Da die Region um unsere Homebase Innsbruck jedoch schon ziemlich von unseren Powder-Mitstreitern „abegegrast“  erschien, beschlossen wir uns mal ein wenig in Richtung der westlichen Nordalpen umzusehen. Diese Region hatte ja schon einige Male an einem kleinen Südstau mitgenascht.
Wir entschieden uns dann für eine Tour auf die Wankspitze, da diese auch bei angespannterer Lawinensituation noch gut befahrbar war. Zusätzlich verlockend war dort, dass man sich am Gipfel noch entscheiden konnte, welche Abfahrt man wählen möchte. Einerseits konnte man die sichere Abfahrt über den Aufstiegsrücken wählen und andererseits konnte man die Westflanke nach einer kleinen Kletterpartie befahren. Die „Mieminger“ nannten diese Abfahrt liebevoll schlichtweg „Hölle“.
Auf am frühen Morgen, rein ins Auto und ab zum Mieminger Plateau. Am Parkplatz beim Gasthof Arzkasten starteten wir los und zum Erstaunen stellten wir fest, dass bei unserer, doch recht stattlich herangewachsenen Gruppe von 8 Leuten, nur 2 Skifahrer dabei waren. An Splitboard Material war hier alles dabei. Von Spark R&D über SP  bis Voilé  Bindung und Interface. Die Boards waren von Prior und Jones. Jedoch einer der Gruppe feierte die Renaissance seines alten Freerideboards. Dieses wurde unters Skalpell, pardon Kreissäge gelegt und somit in Form eines Splitboards reinkarniert. Was es nicht alles gibt 😉

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Der Aufstieg begann durch lieblich kupiertes Gelände vorbei an üppig winterlich, mit Schnee dekorierten Bäumen. Der Wetterbericht hatte eigentlich vorhergesagt, dass sich der Nebel im Laufe des Vormittags auflösen sollte, jedoch davon war noch weit und breit keine Spur. Erst als wir die Baumgrenze erreichten, „lichtet“ sich der Nebel und die ersten wärmenden Strahlen funkelten durch.
Nach ein paar Höhenmetern mehr eröffnete sich ein gewaltiges Panorama über das Inntal. Das Tal versank unter einer grauen Nebeldecke. Die ersten spöttischen Meldungen über die Daheimgebliebenen in der Nebelsuppe gingen die Runde. Nach ca 2 Stunden und knapp 1100 Höhenmetern war der Aufstieg hinter uns und wir machten uns hungrig an die mitgebrachten Leckereien. Der eine klassisch mit Wurstbrot – der andere protzig mit mediterranen eingerolltem Omelette vom Vorabend…

IMG_3620Fast eine halbe Stunde später erreichte das letzte Splitboarder Grüppchen den Gipfel. Schnell fanden diese natürlich Rechtfertigungen warum deren Aufstieg so lange dauerte. Lag natürlich alles am Material und nicht an der Kondition… der Schuldige war natürlich das schwere Voile Interface 😉
Nach der Stärkung begann die Beratung in der Gruppe über die Abfahrt. Sollten wir die Aufstiegsspur wählen oder uns in die „Hölle“ wagen? Eine andere Gruppe vor uns schien diese Entscheidung jedoch schon getroffen zu haben. Es befanden sich bereits einige Spuren im Westhang. Nur ein Teil von uns beschloss dann den Abstieg in die Rinne zum Westhang zu bestreiten. Schnell war der Name „Hölle“ auch erklärt. Eine kleine Kletterprüfung musste absolviert werden um zur gewünschten Abfahrt zu gelangen. Ein wenig Geschick und Schwindelfreiheit war hier schon gefordert.
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Danach rein in die Bindung und einzeln abfahren. Die Abfahrt war anfangs noch ein wenig eng aber nach ca 50 m öffnete sich die Rinne und ein wunderbares Feld öffnete sich.
Wenige Schwünge, hoher Speed, ein paar Pow-Sprays, ein obligater „Wihaaaww!!“-Schrei und schon ist man unten. Dafür sollen die 2 Stunden Aufstieg und die Kletterpartie gewesen sein? Der permanente Smile im Gesicht bestätigte dies jedoch.

IMG_3629JA, es ist es absolut wert!

Climb the Mountain 2015 – So war das größte Splitboard-Camp der Saison

Auf 2000 Meter Höhe am Silvretta Stausee Bielerhöhe – sowas von schneesicher.
56 Teilnehmer, davon 17 Ladies on Splitboard.
Über 50 Testboards von 10 Brands, 4 verschiedene Splitboardbindungen und viel mehr.
Das schnellste Schrauberteam der Welt: Jeder Teilnehmer testete bis zu 7 Splitboards
erst 4 Kräutersauna, dann 4-Gänge-Menü – so lässt es sich aushalten
Splitboardsysteme und LVS-Geräte im Überblick, Verlosung wertvoller Preise,
Freeridefilm und Splitboard-Rennen – es war ein Fest!

10 Jahre nach dem ersten CTM wurde die Vision von Splitboards Europe wahr: 56 Splitboarder & Friends trafen sich auf über 2000 Meter Höhe zum größten Split Camp des Jahres, davon 17 Ladies! Die einzigartige Location rund um den Berggasthof Piz Buin am Silvretta Stausee Bielerhöhe war fest in der Hand der Splitboarder: Von der Kräutersauna bis zum Schlepplift, und alles vor dem grandiosen Panorama der über 3000 Meter hohen Berggipfel.

Der Spaß fing schon mit der Anreise an: Gut gelaunt entstiegen alle dem berüchtigten Tunneltaxi, das Geisterbahnmäßig mit knappen Abstand zur Wand durch den Fels rast. Die nächste positive Überraschung war der Gasthof selbst. Es war schon ein Erfolg, dass nach den 4-Gänge-Menüs am Freitag und Samstag alle dem weiteren Programm folgten. Bis in die Nacht hinein wurden die Splitboardsysteme diskutiert, angeschaut, hier geratscht, da geschraubt. Und mit Verlosung, Freeridefilm und Siegerehrung nach dem Rennen war einiges geboten.

Der Samstag gehörte dem umfangreichen Produkttest und nach den positiven Feedbacks können wir behaupten, dass es wohl noch bei keinem Event die Möglichkeit gab, so viele Splitboard-Produkte zu testen – was auch wirklich umgesetzt wurde. Arbor, Prior, Jones, Goodboards, Nitro, Burton, Rossignol, Venture, Voilé, Völkl, Spark, SP United, Karakoram, ABS-Rucksäcke, Pieps, Ortovox, Freeride Maps, Koch/Contour und G3 – Dank dem hauseigenen Schlepplift, unserer exklusiven Location und der komplett durchdachten Logistik, glich die Teststation einem Haufen Ameisen mit immer neuen Boards unterm Arm oder an den Füßen.

Das ursprüngliche Element des Climb the Mountain war das Rennen für Splitboarder und Freunde. Das haben wir natürlich auch beim 10jährigen Jubiläum am Samstagnachmittag durchgeführt für alle, die Lust auf einen Sprint hatten. Auch wenn das Ziel des Rennens immer der Spaß ist, haben alle Gas gegeben bei der Abfahrt, dem Umbau von Board auf Ski und dem anschließenden Aufstieg bis zum Ziel am Berggasthof. Damit war der Kaiserschmarrn verdient – und der „Pokal“ in Form eines schönen Brotzeitbrettls aus Ahorn samt CTM-Logo für die jeweils drei schnellsten ihrer Kategorie. Die tollen Produkte unserer Sponsoren wurden abends unter allen Teilnehmern des Camps verlost, wie Felle von G3 und Contour, viele Softgoods, ein Reisekoffer von Burton und der heiß begehrte Hauptreis: Ein PRIOR Splitboard.

An einem einzigen großen Tisch wurden trotz der Powdervorhersage bis in die Nacht die Freeridestories ausgetauscht. Bei rund 20 cm Neuschnee gings Sonntag in 4 geführten Tourengruppen oder wahlweise auf eigene Faust ins Backcountry, nicht ohne Lawinenlagebericht und weitere Sicherheitsvorkehrungen durchgecheckt zu haben. Wer mit Bergführer unterwegs war, konnte auch den Sonntag auf dem Leihboard seiner Wahl durch den Schnee pflügen. Währenddessen transportierte die Crew von Splitboards Europe das ganze Gepäck bereits ins Tal.

Nach diesem Erfolg steht fest: Wir kommen wieder! Nächsten Winter wird die Bielerhöhe wieder fest in Splitboarder-Hand sein. Ab Herbst 2015 schalten wir die Anmeldung frei – seid dabei!

www.climb-the-mountain.com

Es dankt das Team von Splitboards Europe
Simon Graf und Volker Scholz mit
Stephan, Dirk, Boris, Jürgen und Eliane
sowie das Team S.P.L.I.T. mit Sören, Domi und Lucas

Alle Fotos seht Ihr auf der Facebook-Seite von Splitboards Europe

Lawinen- und Airbagerlebnisse – but highly unrelated

Nach den ergiebigen Schneefällen vom letzten Wochenende entschlossen wir uns die neue Arbeitswoche mit einer entspannten Montagsskitour einzuläuten. Ein Blick auf die Neuschneemengenkarte des LWD Tirol lies uns schnell das Brennergebiet als unsere heutige Destination finden, genauer gesagt das Naviser Kreuzjöchl (2536m). Da nur ein Teil von Team SPLIT einen faulen Montag frönen konnte, wurde diesmal die Tour mit stressresistenteren Skifahrerkollegen begangen.
Beim gebührenpflichtigen Parkplatz am Talschluss angekommen, ging es sogleich im gestuften Gelände über einen Waldschlag hinauf zur Naviser Hütte. Wie zu erwarten waren wir so gut wie alleine mit unserer 4-köpfigen Gruppe unterwegs, und das Navistal präsentierte sich winterlich verschneit in der Sonne glänzend. Nach weiteren Höhenmetern lichtete sich der Wald und wir erblickten einen wunderbar kupierten Hang, der geradezu zum verspielten Befahren einlud. Voller Vorfreude ging es mit Splitboard und Tourenskis weiter hinauf auf den östlichen Grat des Kessels, von wo aus man bereits das Kreuz unseres Zielberges erspähen konnte.

AufstiegRasch und zügig ging es weiter voran und nach ca. 3h hatten wir den Gipfel erreicht. Oben angekommen stachen uns sofort Alaska-mäßige Steilhänge westlich des Kreuzjöchl ins Auge, die einen zum Träumen und zur Wiederkehr einladen. Aufgrund der leider noch immer recht kritischen Lawinensituation entschieden wir uns aber für eine eher defensivere Variante entlang der Aufstiegsspur. Nach einer schnellen Jause und noch schnellerem Umbau des Prior Splitboard ging es nun auch schon der Abfahrt entgegen.

Zunächst dem Grad entlang auf windgepresstem Schnee fuhren wir zum Eingang des Kessels. Dort angekommen, fiel unserem Photographen Toni sofort eine mit viel Schnee gefüllte Rinne auf, welche sich dank ihrer Ausrichtung perfekt für einen Spray-Shot anbot. Obwohl uns klar war, dass die Rinne mit etwas Triebschnee gefüllt war, welcher leicht zu stören ist, entschieden wir uns aufgrund der Kürze der Rinne doch für einen Versuch. Während die Schneedecke die Belastung durch einen Skifahrer noch ertrug, reichte ein knackiger Frontside-Turn mit dem Splitboard aus, um ein Schneebrett zu lösen. Aufgrund der Kleinräumigkeit des Anrisses und des sicheren Auslaufs stellte dieses jedoch keine Gefahr dar. Trotzdem unterstrich auch dieses Erlebnis erneut die momentan kritische Situation im freien Skiraum.sprayNach dieser kurzen Schrecksekunde ging es nun aber genussvoll der Naviser Hütte entgegen, und die Qualität der Abfahrt entlockte uns den einen oder anderen Freudenschrei. Geländekuppen wurden genutzt, Kanten gesprungen und Turns in den pulvrigen Schnee gezogen. Am Ausgangspunkt angelangt, waren alle der Meinung einen unglaublichen Tag miteinander verbracht zu haben. Als krönenden Abschluss der Tour schafften wir es dann auch noch das Auto so vollzustopfen dass es dabei zu einem unfreiwilligen Airbagtest kam.  Damit wurde die Tour nun endgültig zu einem unvergesslichem Erlebnis.

Vielen Dank an dieser Stelle auch an Toni für die Fotos!

DAV Beginner/Splitboard Test Camp 16.-18.1.2015

Von Grün zu Weiß … und topless in Down Under!
Geschichten, die das Leben schreibt.

Grün war es noch rund ums Hüttle, als die DAV-Mitglieder am Freitagnachmittag anreisten. Der letzte Föhn hatte wirklich ganze Sache gemacht und im Tal nichts vom Schnee übrig gelassen. Etwas „unwinterlich“ sah es also aus … noch! Denn schon für die folgende Nacht hatten die Wetterfrösche einen Temperatursturz angekündigt. Und für den Samstag bis zu einem halben Meter Neuschnee obendrauf!

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Ok, ab 1800 Meter eh kein Thema, hier liegt mittlerweile genug Schnee. Trotzdem waren die bis dahin 10 cm Neuschnee auf den Autos vorm Hüttle am nächsten Morgen schon verdammt schön anzuschaun! Und es verhieß ein richtig guter Tourentag am Sonntag zu werden. Aber heute war erst mal Samstag: der Tag, an dem die Splitboards von den Camp-Teilnehmern im Skigebiet auf Herz und Nieren getestet werden. Niemand war ob der Vorfreude auf den Sonntag böse, den ganzen Tag in einem richtigen White-out fahren zu müssen.

Unsere Boards von Voilé, Prior, Venture, Burton und Arbor boten wieder genug Auswahlmöglichkeiten. Jeder fand bei den verschiedenen Shapes sein Lieblingsboard. Logisch, dass Samstagabend alle bei bester Laune waren. Zumal der Wetterbericht verprach, dass es noch bis 7 Uhr am Sonntagmorgen weiter schneien sollte. Trotzdem saß die Truppe am Abend noch lang zusammen. Geschichten werden zum Besten gegeben, die nur das Leben schreiben kann. Andi und Christina stellten z. B. fest, dass beide schon für mehrere Monate in Australien waren. Und Christina sorgte mit ihrer Story für echtes „Kopfkino“ bei den Jungs: Als ihr das Geld ausging, aber der Spaß an Koala, Känguru & Co. noch lange nicht, nahm sie kurzerhand einen Kellner-Job an. In einer „Oben-ohne“-Bar irgendwo im australischen Outback! … Brachte ihr 1000 $ die Woche und nach einem Monat war die Reisekasse wieder voll. 

Nach solchen Geschichten war der Sonntagmorgen dann doch leicht verkatert. Aber beim Anblick des Neuschnees waren alle sofort wieder hellwach und bester Laune. Lediglich der Lawinenlagebericht (LLB) bremste uns etwas ein: Warnstufe 3 galt für den heutigen Tag.
Wie an den Fotos zu sehen ist, haben wir dennoch das Bestmögliche rausgeholt.

Leute, es hat mir einen Riesen-Spaß gemacht mit euch!
Auf bald mal wieder am Hüttle, hoffe ich. Und dann bitte mehr Details zu Australien und so … 😉

Euer Team von Splitboards Europe
Simon mit Kadisha

Beginner Camp-Report 9.-11. Jan 2015: Schweizer Camp auf hohem Niveau

Das hat Seltenheitswert: fast nur Eidgenossen und fast 50 % Prozent Frauen!

Da wären uns doch fast die kürzeren Boards ausgegangen: mit vier weiblichen Teilnehmerinnen war das erste Beginner-Camp in 2015 ein toller Start ins neue Jahr. Denn so viele Frauen und obendrein noch eher „kleinere“ Männer sind selten im Camp dabei. Aber wir sitzen ja an der Quelle: Normalerweise haben wir im Schnitt 1,5 Splitboards pro Camp-Teilnehmer im Pool, so dass also genug Auswahl 20150111_125109vorhanden ist.

Dass diesmal die meisten Teilnehmer aus der Schweiz kamen, war auch eine Premiere. Natürlich eine sehr schöne! Durchweg wirklich gute Boarder sind an diesem Wochenende zu uns ins Montafon gekommen. Selten zuvor konnten wir mit der ganzen Gruppe so durchs Gebiet heizen – ohne jemanden zu verlieren.

Der Samstag war wieder für den Material-Test reserviert. Aber nicht nur für den: Am Grasjoch wurde gerade das neue PIEPS-LVS-Testfeld eröffnet. Bis zu vier Sender können zur Suche ausgewählt werden. Eine super Möglichkeit, sein Können im Umgang mit dem LVS zu schulen. Oder einfach zu erfahren, was es heißt, überhaupt mit einem LVS zu suchen. Die Ergebnisse waren breit gestreut: von zwei bis sechs Minuten Suche war alles dabei, bis der Sender im Schnee gefunden wurde.

Das Wetterglück vom Samstag blieb uns für den Sonntag leider nicht ganz treu. Nach Regen in der Nacht bis auf 1500 Meter hinauf der in starken Nassschneefall überging, wurden bei der geplanten Tour vor allem die Aufstiegsfelle an ihre Grenzen gebracht.

Geführt wurde die Tour von Andi, unserem neuen Guide im Team. Ein Boarder durch und durch – und obendrein noch österreichischer Tourenführer. Er fasste während der Tour prima zusammen, was am Freitag und Samstag schon in der Theorie gehört wurde.

Am Tagesziel angekommen riss dann doch noch der Himmel auf und die Sonne kam kurz durch. Da war es nicht ganz so schlimm, dass wir nicht bis ins Tal abfahren konnten, sondern die letzten 100 Höhenmeter über den Sommerweg absteigen mussten.

Ein großes Dankeschön an die super fitte und vor allem fahrstarke Truppe!
Es würde mich wirklich freuen, wenn ihr mal eine Ausbildungswoche bei und macht. Ihr könnt das! *Daumen hoch*

Euer Simon