Splitboard Camp-Report 15.-20.2.2015: DAV Kurs Skibergsteigen mit dem Splitboard

Vom kleinen Houdini, Alpinisten und weiteren „sonnigen Gemüts-Artisten“ …

Zunächst klang die Teilnehmerliste ganz normal: 3 Frauen, 5 Männer. Das versprach eine ausgewogene, angenehme Stimmung in der Gruppe. Pünktlich um 14 Uhr standen dann auch fast alle vorm Hüttle – bei Sonnenschein, winterlichen Temperaturen und genug Schnee. Fast alle? Naja, nur leicht verspätet traf dann auch noch unser „Schwaben-Pärchen“ ein: Anja und Christian. Denn wie so oft Leben, kommt das Beste eben zum Schluss!

Anja, ihres Zeichens Wortjongleurin par excellence, hat die ganze Woche über mit ihren Wortspielereien für so manchen Lacher, zumindest aber für viele Schmunzler gesorgt. Und Christian hat schon mal an einem unserer beliebten Beginner-Test-Camps teilgenommen, hat sich danach ein Venture Splitboard bei uns gekauft – und ist mittlerweile nun auch schon Touren-erfahren.

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Bestens war der Wetterbericht für die Camp-Woche: Viel Sonne … dazu Lawinenwarnstufe von 1-2. Also alles, was das Tourengeherherz begehrt. Zumindest fast alles – denn diese seltene Konstellation hatte schon länger keinen Neuschnee mehr gesehen. Das hieß für mich: die letzten Powder-Geheim-Flecken in den Bergen des Montafon zu finden!

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Der Montag startete dennoch ganz entspannt: mit Freeriden im Skigebiet Silvretta Montafon und den Basics in Sachen LVS-Praxis. Manche Leser hier, die noch nie bei einem unserer Camps waren, fragen sich vielleicht, warum wir immer am ersten Tag ins Skigebiet gehen? Der Grund ist ganz klar: Hier können wir uns einen ersten Eindruck vom fahrtechnischen Level der Gruppe verschaffen. Das dient unserer eigenen Sicherheit – aber vor allem auch der unserer Gäste. Dazwischen gibt’s immer ein wenig Theorie: Diesmal wurde dank Alexandra aus jeder Theorie-Einheit ein angeregter Dialog – denn ihr gehen die Fragen nie aus.

Dienstag die erste Tour, mit allen möglichen Elementen eines Tourentages. Wir hatten eine Route geplant, wo mehrfach umgebaut werden musste. Also ein paar Mal rauf – und wieder runter. Manche nennen das auch „Jojo-Touring“ 😉 Da wird das Umbauen schneller zur Routine und geht immer flotter von der Hand. Der Lohn dafür: wir bekamen auch ein paar Höhenmeter schönen Powder unters Board. In dem Zusammenhang muss ich nochmal auch für zukünftige Teilnehmer/innen an die Kurs-Voraussetzung erinnern: sicheres On- und Off-Piste-Fahren.

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Abends war im Hüttle großes Kino angesagt, der „kleine Houdini“ Viktor konnte mit hammermäßigen Karten-Tricks begeistern.

Mittwoch ging es dann in die Silvretta. Dort musste noch Powder liegen! Aber um in den zu kommen, galt es, gut 1000 HM aufzusteigen. Die Aussicht auf Powder wirkte wie die sprichwörtliche „Möhre vor dem Esel“ – alle kamen oben an. Bei gewohnt tiefblauem Himmel lagen vor uns die Hänge, die wir suchten. Da bringt einen nur ein Splitboard hin! Seinen Ausklang fand dieser super Tourentag dann auf der Bielerhöhe bei einem Bier und noch mehr Sonne auf der Terrasse – der Sonnenterrasse. Hey Anja, der ist doch auch gut, oder? 😉20150219_143645

Der große Showdown am Donnerstag: alles wurde auf eine Karte gesetzt, maximales Risiko für maximalen Spaß! Risiko natürlich nur bezogen auf die Powder-Ausbeute! 100 % CO2-frei starteten wir eine Tour direkt vom Hüttle aus. Das hieß, erst einmal rund 800 HM aufzusteigen, um mit viel Glück nordseitige Powderhänge erreichen zu können. Aber das Glück ist mit den Mutigen! Am Ende waren es etwa 1000 HM Aufstieg für rund 150 HM unberührten, jungfräulichen Powder! Das war es uns wert – und für die Umwelt sowieso.

Am Ende hat es allen gefallen, jede(r) weiß nun, wo er steht, und manche müssen noch an ihrer Fahrtechnik üben. Aber jede(r) weiß nun auch, dass sie/er eigenständig leichte bis mittelschwere Touren planen kann. Ziel erreicht – und obendrauf hatten wir das beste Wetter dieser Saison: Jeden Tag Sonne satt!

Danke für die sonnigen Tage mit euch! Bis bald am Berg, wenn es wieder heißt: Splitboooooooards EUROPE!!!

Euer Simon

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