Splitboard Guide 2025/26 – der komplette Leitfaden von Simon – mr.splitboards

Seit 1999 teste ich Splitboards im echten Tourenbetrieb. Dieser Guide bündelt meine Erfahrungen: Shapes, Größenwahl, Bindungs-Systeme, Boots, Felle, Sicherheit, Setup-Tipps – alles, was du für die Saison 2025/26 wissen musst.

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Was ist ein Splitboard?

Ein Splitboard ist ein Snowboard, das sich für den Aufstieg längs teilen lässt (meist 2-teilig). Mit Fellen gehst du wie mit Tourenski bergauf; am Gipfel steckst du beide Hälften werkzeuglos zu einem Board für die Abfahrt zusammen. Du nutzt dieselbe Aufstiegsspur – und fährst in der Abfahrt wie ein Solid-Board.

Mr. Splitboards Expert Tip: Mit dem passenden System fährt ein Splitboard praktisch wie ein One-Piece-Board. Maßgeblich sind Shape, Flex, Kante und Bindungssteifigkeit – nicht die Teilung.

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→ Zu allen Splitboards

Shapes, Rocker, Camber & Flex

Der Shape bestimmt Auftrieb, Kantengriff und Stabilität. Für Backcountry & Powder sind Directional-Shapes mit längerer Nose und leichtem Setback im Vorteil.

Die wichtigsten Konzepte

  • Directional: Eine Fahrtrichtung bevorzugt; mehr Auftrieb, ruhig bei Speed.
  • Taper: Nose breiter als Tail – surfig, wendig im Tiefschnee.
  • Camber/Rocker: Camber = Grip & Pop; Rocker (v. a. in der Nose) = Frühauftrieb. Hybrid ist oft der beste Touren-Kompromiss.
  • Flex: Weicher = fehlerverzeihend, härter = präzise & schnell. Für Touren: mittel bis mittelhart.

Pro Directional/Taper:

  • Maximaler Auftrieb im Powder
  • Ruhig bei großen Turns

Beachte:

  • Switch weniger neutral
  • Kürzeres Tail verlangt saubere Technik auf harten Querungen

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Größenwahl & Boardbreite

Richtwerte für Touren (inkl. Rucksackgewicht):

Allround: Körpergröße ± 0 bis +5 cm. Powder-Fokus: Körpergröße +5 bis +10 cm (Taper/Directional fahren gefühlt kürzer).

Schuhgröße (EU)FahrergewichtEmpfehlung Boardbreite / WaistHinweis
bis 39< 70 kg< 26 cm„normal“ bis max. ~25,8–25,9 cm
39 – 43> 65 kg≤ 26 cmÜbergangsbereich; 25,6–26,0 cm meist ideal
ab 43> 70 kg≥ 26 cm„mid-wide/wide“: 26,0–26,8 cm+

Praxis-Hinweise: Breite Bindungsbasen, geringer Stance-Winkel (z. B. < +12°) oder flacher Setback können mehr Breite benötigen (+0,2–0,4 cm). Bei stark positivem Winkel vorne und schmalen Basen sind schlankere Waists oft ausreichend.

Boot-Überstand: mid-wide/wide verhindert Boot-Drag auf harten Querungen.

→ Splitboards ansehen | → Größenberatung mit Simon

Bindungs-Systeme: Puck vs. mechanisch

Puck-System (z. B. Spark/Voilé/Burton Hitchhiker)

  • Einfach, bewährt, hohe Kompatibilität
  • Wenig Teile, leicht zu warten
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Mechanische Systeme (z. B. Karakoram/Plum)

  • Maximale Kopplungssteifigkeit Board↔Bindung
  • Direktes Ansprechverhalten, je nach Serie mehr Dämpfung

Faustregel: Puck für Einstieg bis Allround-Touren; Mechanik für maximale Präzision, steile Lines, höhere Fahrergewichte.

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→ Zu den Bindungen | → Interface-Teile & Ersatz

Splitboard-Bindungen (Überblick)

  • Puck-Bindungen: Spark R&D, Burton Hitchhiker, Voilé – leicht, unkompliziert, tourentauglich.
  • Mechanik-Bindungen: Karakoram (u. a. Connect-Serie), Plum – sehr steif & präzise.
  • Union: Komfortable Kunststoff-Base; im Aufstieg etwas verwindungsfreudiger als Alu-Basen.

Expert Tip: Achte auf Steighilfe-Stufen, Handschuhtauglichkeit der Ratschen, Ersatzteil-Verfügbarkeit.

→ Alle Bindungen ansehen

Softboot vs. Hardboot

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Softboot – Pro:

  • Surfiges Fahrgefühl, dämpfend & komfortabel
  • Vertrautes Snowboard-Handling

Softboot – Beachte:

  • Im Aufstieg weniger effizient
  • Präzision abhängig von Boot/Bindung

Hardboot – Pro:

  • Sehr effizient im Aufstieg
  • Präzise Kantenarbeit auf harter Traverse

Hardboot – Beachte:

  • Abfahrtsgefühl weniger „surfig“
  • Feintuning (Cuffs, Spoiler, Plates) nötig
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Meine Praxis: Für die meisten Tourenfahrer liefert ein guter Softboot den besten Mix aus Komfort & Spaß.

→ Zu den Boots

Felle, Harscheisen & Stöcke

Felle

  • Mohair: Leicht & gleitfreudig, temperaturempfindlicher
  • Nylon: Robust & griffig, etwas schwerer
  • Mischfelle: Allround-Kompromiss

Wo kommt der Grip her ?
Ein wesentlicher Bestandteil ist die Frage, wo der Grip wirklich benötigt wird.
Der meiste Halt kommt direkt unter der Bindung, da dieser Bereich der entscheidende Punkt für die Traktion ist.
Das Material an der Spitze und am Ende der Felle erzeugt jedoch unnötigen Widerstand, den man vermeiden kann.
Durch den Verzicht auf überflüssige Materialen und durch den Einsatz alternativer Materialien wird das Gleiten und die Effizienz deutlich verbessert, ohne den Grip zu beeinträchtigen.

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Harscheisen

Auf hartem, steilem Untergrund unverzichtbar – besser früh als zu spät anlegen. Jede Bindung hat ihre eigenen Harscheisen. Die Harscheisen sind nicht kompatibel. Da könnt ihr also nichts falsch machen. Unser SET Konfigurator bietet euch nur die passenden an.

Stöcke

Teleskopstöcke, große Teller, solide Verschlüsse, handschuhtauglich. Das wichtigste ist das Packmaß. Es sollte max 40cm betragen.
Nur wenn die Stöcke in den Rucksack passen, kann man sie am Gipfel bei allen Bedingungen schnell und safe verstauen.

→ Felle & Zubehör | → Harscheisen | → Tourenstöcke

Lawinen-Sicherheit & Pflichtausrüstung

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  • LVS-Gerät, Sonde, Schaufel (immer!)
  • Airbag-Rucksack optional, Erste-Hilfe, Biwaksack
  • Planung: Lawinenlagebericht, Exposition, Höhenstufen, Timing/Strahlung
  • Gruppe: Kommunikation, Abstände, Spitzkehrentechnik üben

Praxis: Defensive Entscheidungen schlagen jedes Material-Upgrade. Regelmäßiges Training ist Pflicht.

→ LVS-Geräte | → Sonden | → Schaufeln

Setup: Stance, Winkel, Highbacks & Kantentricks

  • Stance: Schulterbreit bis leicht breiter; steil = eher kompakter
  • Winkel: Allround +15°/−9° bis +18°/−12°; Freeride vorn oft etwas mehr + . Mein Stands: Vorn +25 / Hinten +10 – das schont die Gelenke.
  • Setback: 1–3 cm (Allround), mehr für Tiefschnee
  • Highbacks: Leichter Forward-Lean für Kantenkontrolle für Tour etwas neutraler. Immer im RIDE Modus aufsteigen. Der Boot braucht unbedingt den Kraftschluss zum Highback um den Ski zu kontrollieren. 
  • Traverse-Trick: Gerade Kante tal-/hangseitig außen (Hälften tauschen) für mehr Halt beim Queren
  • Spitzkehre: Üben, üben und nochmal üben und zwar in einfachem Gelände. Wenn da der „Kick“ etc sitz, dann geht es auf Tour.

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Pflege, Wartung & Ersatzteile

  • Felle trocknen, Kleber sauber halten, Lagerfolie nutzen am Besten mit Skinny!
  • Schrauben/Clips regelmäßig prüfen (nicht überziehen)
  • Kanten entgraten, Belag wachsen; Ersatz-Pins/Ratschen im Pack

→ Ersatzteile & Service | → Wachs & Pflege

​Schnelle Empfehlungen nach Fahrstil

Einsteiger / Allround

  • Board: Directional All-Mountain, Hybrid Camber/Rocker
  • System: Puck (Spark/Voilé/Burton Hitchhiker)
  • Boots: Mittlerer Flex, solider Fersenhalt
  • Felle: Mischfelle

Powder-Fokus / Freeride

  • Board: Directional mit Taper, längere Nose
  • System: Mechanik (Karakoram/Plum) oder steife Puck-Kombi
  • Boots: etwas straffer
  • Harscheisen: Pflicht auf eisigen Passagen

Steile Lines / Schwerere Fahrer

  • Board: Länger & torsionssteif
  • System: Mechanik für maximale Kopplung wenn nötig.
  • Boots: fester Flex

→ Komplette Sets (-20 % bis -40 %) | → Individuelle Beratung mit Simon

​FAQ

Fährt ein Splitboard wie ein Solid-Board?

Ja – mit passendem System & sauberem Setup. Entscheidend sind Flex, Shape, Kante und Bindungssteifigkeit.

Puck oder mechanisch – was passt zu mir?

Puck ist simpel & vielseitig (Einstieg bis Allround). Mechanik liefert das Maximum an Steifigkeit & Direktheit.

Softboot oder Hardboot?

Softboot = surfig & komfortabel; Hardboot = maximal effizient im Aufstieg. Für die meisten Tourenfahrer ist ein guter Softboot die beste Wahl.

Welche Länge soll ich nehmen?

Allround etwa Körpergröße bis +5 cm; Powder +5 bis +10 cm. Gewicht, Rucksack & Boot-Breite berücksichtigen.​

Glossar

Camber: Vorspannung für Kantengriff & Pop.
Rocker: Aufbiegung für Auftrieb.
Taper: Breitere Nose als Tail.
Setback: Bindung nach hinten versetzt.
System/Interface: Verbindung Bindung↔Board (Puck/Mechanik).

Die leichtesten Splitboards im Test

Splitboards in Leichtbauweise sind natürlich sehr attraktiv für den Aufstieg. Die Konstruktion ist aufgrund der vielen Bohrungen und dem Anspruch an Flex und Stabilität eine besondere. Und auch die Highend-Materialien wie Carbon oder Koroyd tragen zu den etwas höheren Preisen bei. Grundsätzlich sind es Unisex Modelle für Rider bis maximal 95 kg, von der Breite her eher an größeren Füßen orientiert. Diese drei Leichtgewichte hat mr.splitboards Simon Graf jeweils bei minimum 60 Touren auf Herz und Kante geprüft. Die Testberichte findet Ihr beim Klick auf das Modell unter „Expertentipp“.

Amplid Metamorph 155
> Brand Deutschland
> Produktion Taiwan
> Gewichtsverhältniss mit Spark Arc Pro Bindung: 29g/ cm Shape 
> Gewicht ohne Bindung: 2,8 kg
> Konstruktion: Full Carbon, BBP Core
Preis: 1.380 € in 2026

Jones Ultra Butterfly 158
> Brand USA
> Produktion Dubai
> Gewichtsverhältniss mit Spark Arc Pro Bindung: 29g/ cm Shape 
> Gewichtsverhältniss mit Länge 150 und Karakoram Prime X Bindung: 31g/ cm Shape 
> Gewicht ohne Bindung: Länge 150 – 2,5 kg // 154 – 2,7 // 158 – 2,8 kg
> Konstruktion: Fusion Carbon, Koroyd
Preis: 1.699 € in 2026

mr.splitboards High Mountain 165 (Eigenmarke)
> Brand Deutschland
> Produktion Erzgebirge/Deutschland
> Gewichtsverhältniss mit Spark Arc Pro Bindung: 28g/ cm Shape 
> Gewicht ohne Bindung: 2,9 kg
> Konstruktion: Glas-Carbon-Verbund
Preis 1.199 € in 2026

CAPiTA Mega Split
> Brand USA
> Produktion Österreich
> Gewicht ohne Bindung: 2,5 kg in 157 / 2,6 kg in 159 / 2,7 kg in 161 cm
> Konstruktion: Megacarbon, Pappel und Paulownia
Preis: 1.499 € in 2026

Split Women Frei Raus

Eliane vom Splitboards Europe Team initiiert ein Treffen für Splitboarderinnen immer an einem Freitag im Monat von Dezember bis März Nähe München. Leichte Splitboardtour oder auch Pistentour mit eigenem Material und auf eigene Verantwortung.

Termine: 26.12.25 / 23.1.26 / 20.2.26 / 20.3.26

Bei Interesse Email an eliane@splitboards.eu

Übrigens: Bei unserem Splitboard Testival CTM haben wir die größte Auswahl an Damen-Splitboards, die es bei einem Event zu testen gibt  – aber es werden natürlich auch Männer da sein.

checkout: https://www.splitboards.eu/test-camps/

Schneehöhenkarten auf Initiative von Mr. Splitboards

Schneehöhen sind ein wichtiger Bestandteil der Tourplanung. Die Guides von Splitboards Europe nutzen die Informationen, um zu wissen wo der beste Schnee zum Abfahren ist aber auch für eine risikoreduzierte Tourplanung. „Mr. Splitboards“ Simon Graf fiel auf, dass auf der Website vom Lawinenwarndienst Vorarlberg warnung.vorarlberg.at diese entscheidende Information fehlte. Die Wetterkarte mit den Schneehöhen auf lawinen.report endete exakt an der Grenze zu Vorarlberg. Dabei ist hier auf einen Blick durch die farbige grafische Darstellung erkennbar: Schneehöhen, Neuschneemengen, Schneefallgrenze, Schneedifferenz, Wind und die Temperaturen für die Gebiete Tirol, Südtirol und Trentino.

Für Simon war klar: Die Karte um das Gebiet Vorarlberg zu ergänzen, ist kein Hexenwerk. Die Daten der Messstationen liegen eh vor und müssen nur in das Programm der bestehenden Matrix ergänzt werden, wenn die Kollegen vom lawinen.report mitspielen. Interessehalber fragte er beim LWD Tirol nach, die seine Annahme bestätigten und Kooperationswillen signalisierten. Also gab Simon seine Idee an den LWD Vorarlberg weiter, wo seine Nachrichten zur Kenntnis genommen wurden. Irgendwann Anfang Dezember 2023 checkte Simon wieder den Lagebericht und siehe da: auf warnung.vorarlberg.at war jetzt prominent auf der Startseite auch der Button „Schneehöhenkarten“ zu sehen mit der Verlinken auf lawinen.report. Geht doch, bitte schön 😊

Hintergrund Schneehöhen:
Kritische Neuschneemengen sind ebenso Schlagworte aus dem Lawinenlagebericht wie „eingewehte Rinnen und Mulden“. Zusammen mit den Informationen zu Exposition und Steilheit eines Hanges, der Lawinenwarnstufe und den Gefahrenmustern lässt sich eine Aufstiegs- und Abfahrtsspur planen, die maximalen Spaß und minimales Risiko vereinbaren lässt.

Neues Rother Skitourenbuch »Natürlich mit Öffis – Die besten Skitouren, Reibn & Skisafaris ab München

Splitboard- und Skitouren mit Bahn und Bus – das ist nicht nur klimaschonend, sondern bringt auch Tourenvielfalt und Spaß mit sich! 
Das neue Rother Skitourenbuch »Natürlich mit Öffis – Die besten Skitouren, Reibn & Skisafaris ab München« (ET 3. Januar 23) stellt die 35 besten Skitouren, Reibn und Skisafaris ab München vor. Mit aktuellen Plänen und Fahrzeiten zur einfachen Umsetzung.

Die Autoren dazu:

Einen Winter lang sind wir mit Bus & Bahn durch die Berge gereist, haben neue Routen recherchiert, Fotos geschossen und Texte geschrieben. Jetzt endlich ist es soweit: Unser Buch » Natürlich mit Öffis« erscheint im Rother Bergverlag. Es ist der alpenweit erste Skitourenführer, der alle Touren ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln beschreibt.
 
In diesem Buch steckt unsere ganze Leidenschaft und Motivation, wie wir unsere Lieblingsbeschäftigung sanft und klimaschonend ausüben können – nämlich ohne Auto. Und das auch noch auf eine Weise, die uns keinen Verzicht abringt, sondern uns im Gegenteil völlig neue Möglichkeiten erschließt und zur Bereicherung wird. Der große Spaßfaktor dabei ist, dass erst mit den Öffis großartige Rundtouren, Überschreitungen und Durchquerungen möglich werden – Routen, auf die man mit Auto nie kommen würde, weil das Auto Anfangs- und Endpunkt zwingend festlegt.
 
Das Unterwegssein in den Bergen bekommt eine ganz neue Qualität. Wir möchten Teil der Lösung sein und nicht des Problems, auch deshalb haben wir dieses Buch geschrieben.
Viel Spaß damit
Michael, Angelika, Barbara & Sven

35 Touren mit GPS-Tracks
1., Auflage 2023
232 Seiten mit 100 Fotos und 30 Tourenkarten im Maßstab
1:75.000
Format 16,3 x 23 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-7633-3312-7
Preis € 24,90 (D) € 25,60 (A)

Camps und Testevents mit Splitboards Europe

Medienmitteilung Jan 2022//

Von den Pyrenäen übers Montafon bis Kirgistan –

Bei acht verschiedenen Camps sind noch Plätze frei für Splitboarder, darunter im März das „mr.splitboards Pyrenäen adventure“ und das große Splitboard Testival „Climb the Mountain“ Ende Januar, wo direkt von den Herstellern ausgeliehen werden kann wie u.a. Arbor, Amplid, Jones, Rossignol, mr.splitboards, Never Summer, Rome, Gara und Weston.

28. – 30.01.2022 Splitboard Testival CLIMB THE MOUNTAIN auf der Bieler Höhe/AT
> hier sind Beginner Tickets, Advanced Tickets und Day Tickets verfügbar!

17. – 28.02.2023 Kanada

14. – 22.02.2022 Kirgistan

21. – 24.02.2022 Tuxer Alpen/AT

05. – 11.03.2022 Pyrenäen

17. – 20.03.2022 Schnalstal/IT

20. – 24.03.2022 DAV Alpin Camp Advanced im Montafon/AT

27. – 31.03.2022 DAV Alpin Camp Advanced im Montafon/AT

Splitboard-Abenteuer und sportliche Herausforderung nach Belieben – in der großen Vielfalt an Splitboard Camps von Splitboards Europe findet jeder sein nächstes Reiseziel für diesen Winter. Splitboards Europe ist nicht nur der größte Splitboard Shop in Europa und älteste Anbieter von Snowboardtouren-Camps, sondern veranstaltet auch seit 17 Jahren das kultige Test-Event „Climb the Mountain“ im schneesicheren Tourengebiet Bieler Höhe/Silvretta, zuletzt mit über 100 Test-Splitboards. Langjährige Erfahrung und kompetente Beratung zeichnet das Team von Splitboards Europe rund um Inhaber Simon Graf aus. Die Camps bieten mehrere Vorteile: Das Testmaterial von verschiedenen Marken ist inklusive, ein logistisch einwandfreier Ablauf ist gewährleistet und sicheres Tourengehen mit viel Spaß und wertvollen Tipps sowieso. Mit dabei natürlich auch die von Simon Graf selbst entwickelten drei Shapes unter dem Markennamen mr.splitboards. Produziert im Erzgebirge, Grafiken und Design aus Bayern, entwickelt im Montafon und getestet von Kirgistan bis Kanada.

Neben den Einsteiger und Alpin Camps werden auch hochalpine Mehrtagestouren angeboten. Außerdem führt Simon Graf die Ausbildung der Alpenvereinsmitglieder bei den DAV Reisen selber durch. Von der exklusiven Hüttenwirt-Tour in den Schladminger Tauern bis zu den Highlights: „mr.splitboards Kirgistan und Pyrenäen Adventure“ – da die Gruppen immer klein gehalten sind, besser bald einen Platz sichern fürs nächste Freeride-Adventure.

Alle Camps auf splitboards.eu

Tipp: Wer schon vorab vom Sofa aus Splitboard Tests und Tech Tutorials verfolgen will, kann das auf
https://wwww.mr-splitboards-youtube.de

Voile Light Speed Bindung

Hallo meine lieben Splitboardfreunde, heute stellen wir euch kurz und knapp einen unserer Favoriten vor. Die Voile Light Speed Bindung:

Light Speed mit Locking.

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Sie ist eine Bindung mit Puck System und einstellbarem Highback ( WALK und RIDE Modus ) und andere Hammer Features in einem sehr fahrerfreundlichen Paket.

Gewicht: leicht (1.59kg), Material:  Aluminium

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Die PUCK Bindungen verdrängen den Schnee durchs draufschieben.

Durch den Riser und der Größen Verstellung der Bindung, eignet sich die Light Speed auch perfekt für große Füße.

Auch für uns Frauen ist die Light Speed durch das leichte Handling und das leichte Gewicht eine tolle Bindung. 

Ein zusätzlich großer Faktor, wieso wir die Voile Bindung so mögen,  sind die sehr komfortablen Strapes, Trotzdem wiegt sie nur „3g“ -kein ermessliches Gewicht- pro Fuß mehr als die Spark R&D.

Unser Experten Tipp von Simon:

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Die Geschichte der Voile Bindungen begann mit der Light-Rail im Winter 16/17. Die Bindungen haben sich seit damals durch ihre Einfachheit und Zuverlässigkeit bewiesen.

Der Mechnismus war zuverlässig und das Handling gewohnt einfach. Die Light-Rail wurde von der Speed-Rail abgelöst. Der Grund hierfür lag wohl darin, dass doch zu viele Kunden den Splint als störend/fummelig empfanden.
Die Bindung in ihrem Material Mix blieb jedoch weitghehend erhalten. Besonders die Grundplatte (Baseplate) erwies sich als sehr robust und uns ist kein Fall einer gebrochenen Baseplate bekannt.

Im Winter 20/21 bekommt die Speed-Rail ein Update mit der Version Light-Speed. Es handelt sich um die identische Bindung, aber die Touring Braket als Achse wird durch einen Locking Mechanismus ersetzt.

Die Voile Bindungen und speziell die Light-Speed Bindung hatten, wie ich finde zu Unrecht, all die Jahre wenig Beachtung gehabt.
Aktuell in der Version Light-Speed ist sie eine günstige und vollwertige Alternative zur eine Spark Bindung. Mit dem neuartigen Locking Mechanismus ist sogar das Handling 1:1.

Wir werden künftig den Platz der komfortablesten Puck-Bindung (bisher die Hitchhiker, was sie aber unnötig schwer machte) durch die Voile Light-Speed komplett ersetzen.

Splitboardtouren in Bayern – im Pistenbereich

Diesen Winter haben wir unser Bundesland Bayern in Ermangelung von „Grenzüberschreitungen“ von einigen neuen Seiten kennengelernt. Und das ist gut so. Hier meine persönlichen Splitboard Tipps in Bayern.

Auf die Schnelle… Pistentouren. Relativ sicher – relativ daher, da die Pisten nicht gesichert sind, wenn auch das Skigebiet nicht geöffnet ist, siehe den Vorfall am Lenggrieser Brauneck, wo im Januar 21 eine Lawine vom Garland abging. Sowieso gilt immer
CHECK LAWINENLAGEBERICHT
– klar Garmisch Hausberg. Mein Tipp: gleich links halten Richtung Bayernhaus, wo man herrlich sitzen und den Ausblick genießen kann. Oder gleich weiter zur Kreuzspitze und erst auf der Abfahrt vorbeischauen.
Übrigens auch sehr gut per BAHN erreichbar!! also Regionalbahn, klar. Spart man sich auch die 15 Euro Parkgebühren
Oberammergau Kolben – auch 15 Euro Parkgebühren. War besser präpariert diesen Winter als Garmisch, was den Vorteil hat, dass der Schnee länger liegt für die Abfahrt und auch nicht so buckelig ist – macht mir normalerweise nichts aber mit totaler Vereisung eben doch. Mein Tipp: ca. 300 Meter vor der Hütte links halten (ich kann nicht gut schätzen, aber ihr seht was ich meine), dann kommt Ihr auf einen schmalen Steig, der bei entsprechenden Bedingungen an genialen Eiszapfen vorbeiführt. Ab der Hütte hoch Richtung Zahn.
Lenggries Brauneck. Viele Aufstiegsmöglichkeiten.
Hohenschwangau Tegelberg – erst über den Schutzengelweg und dann die relativ steile Piste hoch. Sehr fein bei Neuschnee, da die Abfahrt dann auch genügend steil ist.
Grünten im Allgäu. Das Allgäu bietet immer eine herrliche Aussicht auf das hügelige Voralpenland.

Mehr Details und Tourtipps zu verschiedenen Regionen siehe auch
Splitboard Touren | Splitboard Journal / de (splitboarding.eu)

Langzeittest Tourenstöcke MSR DynaLock Ascent

von Eliane Droemer
Die MSR (Mountain Safety Research) sind mein sechstes Paar Tourenstöcke und endlich bin ich zufrieden, denn sie bieten genau das, was ich erwarte von einem guten Tourenstock zum Splitboarden:

  • geringes Gewicht
    meine in Länge S (100-120cm) 235 Gramm pro Stock
    in L (120-140 cm) 248 Gramm
  • kleines Packmaß in S nur 38 cm
  • sehr leichtes Handling beim Zusammenfalten und Fixieren
  • sehr angenehmer langer EVA-Griff
  • Neoprenschlaufen, in die man leicht rein- und rauskommt
  • am besten gefällt mir das DynaLock Verschlusssystem, das auch schon sehr hochwertig aussieht
  • robust trotz des geringen Gewichts und dünnen Stocks, gefertigt aus Kevlar-verstärkten Carbonfasern
  • Mit dem Griff-Kopf kann man die Steighilfen bedienen und er ist groß genug, um sich drauf zu stützen

Sollte bei der Abfahrt ein Flachstück zu erwarten sein, lassen sich die MSR Stöcke auch kompakt in der Hand halten, um sich ggfs. nochmal anstoßen zu können.
Kleinste Verbesserungsmöglichkeit nach meiner Ansicht: Der Teller könnte griffiger sein, die zwei abgerundeten Seiten greifen nicht immer.
Die Bauform ist ident zu denen von Burton und Black Diamond.

Alle Infos:
DynaLock™ Ascent Backcountry-Stöcke aus Kohlefaser | Ascent Series | MSR (msrgear.com)

Über MSR (Mountain Safety Research)

MSR, der in Seattle ansässige Hersteller, entwickelt seit 1969 Standard setzende High-Performance Outdoor Ausrüstung. Das Ziel
von MSR ist immer: Innovative Produkte auf höchstem Qualitätsniveau herzustellen. Die MSR Markenprodukte beinhalten Kocher,
Wasserfilter, Trinksysteme, Zelte, Schneeschuhe und Ganzjahres-Wander- und Trekkingstöcke. Der Großteil der Produkte wird in
den Fertigungsanlagen in Seattle, USA und Cork, Irland, hergestellt.

IFALP – Für eine Lawinenprognose ohne Grenzen

In den Alpen geben 17 Lawinenwarndienste unterschiedliche Lawinenprognosen heraus. Für uns Splitboarder, Freerider, Tourengeher wäre es natürlich sehr viel einfacher, wenn es hier eine einheitliche Prognose und Darstellung geben würde. Genau dafür setzt sich seit 2019 IFALP ein, die Initiative für eine alpenweit einheitliche Lawinenprognose.
„Utopisch“, denk Ihr? Vielleicht, aber es gibt schon gute Ansätze und viele Unterstützer.
Hier der Pressebericht dazu:

Grenzen existieren nur in unseren Köpfen
Wir stehen zu dritt auf der Dreiländerspitze in der Silvretta. Einer von uns in Tirol, einer in Vorarlberg, einer in Graubünden. Wir befinden uns in zwei verschiedenen Staaten in drei verschiedenen Verwaltungszonen. Je nachdem in welche Richtung wir abfahren, gilt eine andere Lawinenprognose. Das SLF in der Schweiz spricht von einer Gefahrenstufe Eins, der Lawinenwarndienst Vorarlberg von einem Zweier und die Tiroler geben gar einen Dreier aus. Ein Grund für diese Abweichungen ist nicht ersichtlich, denn die meteorologischen Bedingungen waren in der Umgebung dieses Grenzberges den gesamten Winter über nahezu identisch.

Die Natur ist grenzenlos
Die Berge kennen keine Verwaltungsgrenzen. Dasselbe gilt für die Schnee- und Lawinensituation.
Für die Alpen werden jedoch von 17 Lawinenwarndiensten unterschiedliche Lawinenprognosen herausgegeben. Die erste Herausforderung stellt sich mit dem Auffinden der richtigen Webseiten. Da die Lawinenprognosen unterschiedlich dargestellt werden, erfordert
jede Web-Seite eine Einarbeitungs- und Gewöhnungsphase.

Standardisiert, aber subjektiv unterschiedlich interpretiert
Die Europäischen Lawinenwarndienste stützen sich
zwar auf die standardisierte Europäische Gefahrenskala.
Die Skala wird aber mehr oder weniger unterschiedlich
angewandt. Die Praxis zeigt immer wieder markante Unterschiede. Auch die Aufbereitung der Prognosen anhand der Informationspyramide wird
nicht einheitlich gehandhabt. Zum Schluss sieht sich der Wintersportler und die Wintersportlerin häufig mit widersprüchlichen Informationen bei gleichen Verhältnissen konfrontiert.

Zukunftsvision
Deshalb haben wir eine Vision. Wir wünschen uns eine konsistente, so weit wie möglich homogene und mehrsprachige Lawinenprognose für den gesamten Alpenraum. Identische Darstellung, keine gravierenden Unterschiede in der Verwendung der Gefahrenstufen, ohne vom Menschen geschaffene, sondern nur mit natürlichen Grenzen.
Und diese könnte wie folgt aussehen:

  • Bestmögliche Ausrichtung der Lawinenprognose auf die Bedürfnisse von Schneesportlern, denn sie stellen die große Mehrzahl der Lawinenopfer
    • Konsistente Verwendung der Gefahrenstufe. Eine Arbeit von Techel et. al. (2018) zeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht, da unterschiedliche Warndienste bei ähnlicher Situation oft verschiedene Gefahrenstufen vergeben.
    • Einheitliche und vollständige Verwendung aller Elemente aus der Informationspyramide.
    • Mehrsprachigkeit: Mindestens eine Lokalsprache plus Englisch.
    • Gleicher Ausgabezeitpunkt am Abend (17h) mit optionaler Aktualisierung am Morgen. Der Abendbericht hat sich organisatorisch für Schneesportler bewährt.
    • Einheitliche Darstellung auf einer dynamischen Karte, die den ganzen Alpenbogen umfasst.
    • Ähnliche Größe der Warnregionen, die anschließend flexibel zu Warngebieten aggregiert werden können (siehe große Unterschiede in der Karte von Abb. 2).
    • Ähnliche Prozesse bei der Erzeugung der Lawinenprognose. Nur vergleichbare Prozesse können vergleichbare Ergebnisse zur Folge haben.
    Abb. 2: Lawinenprognose vom 14. März 2019 für den ganzen Alpenraum

    Wenn es leicht wäre, wäre es keine Herausforderung
    Wir sind den Lawinenwarndiensten sehr dankbar für die akribische Arbeit, die sie täglich leisten. Ebenso sind wir uns bewusst, dass in der Vergangenheit gewaltige Anstrengungen unternommen wurden, um sich einander anzunähern. Wir wissen auch wie schwierig grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist. Wir sind aber auch der Ansicht, dass der Handlungsbedarf immer noch groß ist.
    Wo ein Wille, da ein Weg
    Das alles sind keine Illusionen. Das zeigt das Projekt des Euregio-Lawinenreports in Tirol (Österreich), Südtirol und Trentino (beide Italien). Diese gemeinsame Lawinenprognose wird täglich in drei Sprachen ausgegeben und stellt einen großen Fortschritt dar. Der Beweis, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit funktioniert – sofern alle Akteure von der Politik bis zum Lawinenwarner an einem Strang ziehen.
    Daher die Initiative für eine alpenweit einheitliche Lawinenprognose. Wir wollen darauf hinweisen, wie wichtig die Zusammenarbeit in Sachen Lawinenwarnung ist. Denn auch nur ein einziges dadurch gerettetes Menschenleben ist mehr wert als alle investierten Ressourcen.
    Wer sich uns anschließen möchte, darf diesen Beitrag gerne teilen,
    zitieren und verlinken.

Lesetipp: Wie der LWD Tirol arbeitet lest Ihr hier in meiner Reportage:
https://www.powderguide.com/magazin/safety-themen/artikel/kein-schnee-von-gestern.html