Freeride Tipps Obertauern

Gönn Dir was! Als Geschenk an mich gönne ich mir gern mindestens einmal in der Saison einen @Local Guide, wenn ich ein Gebiet noch nicht so gut kenne. Es lohnt sich immer!

  1. Er/sie findet immer den besten Schnee
  2. Und führt Dich zu unglaublichen Hängen, Gipfel, Scharten, die Du sonst nie erleben würdest
  3. Du bist sicherer unterwegs, weil ein Local Guide den Schneedeckenaufbau den ganzen Winter über verfolgt hat
  4. Plus Du erfährst mehr über die Location und wenn Du auch noch das Glück hast wie ich in Obertauern mit Mia von den Local Guides unterwegs zu sein, hast Du auch noch beste Unterhaltung – ne Mia, sei schlau und geh mit einer Frau 😊

264 Zentimeter als mittlere maximale Schneehöhe
damit führt Obertauern das Ranking der schneereichsten Orte an. Mit dem höchsten Skilift bis auf 2.313 Metern Höhe kann sich der Ort zwar nicht in die Riege der um maximale Höhen buhlenden Gebiete einreihen. Aber wer braucht schon diese Superlative? Ich nicht. Ich würde sagen für Freeride Fans ist Obertauern ein must ride. Da der Ort inmitten eines weiten Kessels liegt, manche sagen auch „Powder Schüssel“, so dass man ihn von jedem Punkt des Skigebiets lokalisieren kann, fällt die Orientierung leicht. Rundherum sind die Pisten und zwischen den Pisten viiieeel Platz für Abstecher. Das Auto bleibt für den Urlaub lang stehen, denn man kann von jedem Punkt im Skigebiet wieder zur Unterkunft, ja genau, Ski in Ski out. Ich habe Obertauern noch nicht nach Neuschnee erlebt, dann müssen die Möglichkeiten gigantisch sein. Aber auch knapp 2 Wochen nach dem letzten Neuschnee findet man an den Hängen mit Nordexposition noch feinen lockeren Schnee und hat noch einen großen Variantenreichtum.

Kleine Kesselspitze 2.320 m

Wir logieren in Obertauern erstklassig im Hotel Kesselspitze – der Name ist also vielversprechend, dass ich Local Guide Mia frage, ob wir auf die Kesselspitze steigen können. Die kleine Spitze ist vom Lift aus erreichbar, die große Kesselspitze mit Tourenski/board. Mia fackelt nie lange und auf geht’s mit der Gamsleitenbahn auf die Gamsleitenspitz, von wo man die nett steile Piste auch nehmen könnte. Wir lassen sie aber außer Acht, nehmen nur Schwung, um ein Stück den Hang Richtung Kesselspitze hinauffahren zu können. Hier wird abgeschnallt, das Board am Rucksack befestigt, da man später beide Hände zum Kraxeln braucht, und losgestapft. Den Helm lassen wir zur Sicherheit auf, der Aufstieg ist auch nur sehr kurz, rund 100 hm. Da es recht steil ist, wären mir meine Grödel lieber, aber es geht auch ohne. Eine regelrechte Treppe ist in den Schnee gestapft und so kommt man gut vorwärts. Im gesamten Skigebiet Obertauern hat man sensationelle Ausblicke auf zig Gipfel, wenn man auf der Kesselspitze steht, setzt der Rundum-Blick nochmal einen drauf.

Die Abfahrt nordseitig zwischen kleiner und großer Kesselspitze ist relativ leicht, sehr spaßig, der Schnee offenbar fast immer gut. Man kommt an der Bundesstraße wieder raus, von wo man bald zum Hotel Kessselspitze gelangt und wo auch 2 Lifte starten.

bergwelten.com/t/s/40241

Weiblicher Snowboard Guide

Als Snowboarderin ist es nochmal feiner, mit weiblichem Snowboard-Guide unterwegs zu sein. (Und ich schreibe ganz gewisse nicht Guide*in oder so einen Quatsch). Denn es motiviert nochmal mehr „… wenn sie das kann, kann ich es auch“- auch wenn das vermessen ist, da diese Ladies ja fast jeden Tag on Board verbringen und natürlich mehr können. Trotzdem: es motiviert, es ist lustig, vor allem mit Michaela „Mia“ die viel zu berichten weiß und im Sommer übrigens als Sozial- und Kräuterpädagogin auch in den Bergen unterwegs ist. Ich drücke ihr die Daumen fürs Freeride Rennen X Over Ride Ende März am Kitz! Ihr Treiben könnt Ihr verfolgen auf  instagram.com/tauernhex_mia/

Buchbar bei den Local Guides am Tauern.

Große Kesselspitze 2358 m

Ging sich für mich nicht aus, aber ist wohl empfehlenswert: 3h Aufstieg mit dem Splitboard ab der Passstraße. 950 hm und eine feine Abfahrt:

https://www.outdooractive.com/de/route/skitour/radstaedter-tauern/gr.-kesselspitze-skitour-obertauern/35062901/

Zehnerkar-Rinne

Mit Mia von den Local Guides geht’s weiter zur Y-Rinne – Zehnerkar-Rinne oder wie auch immer das Ding heißen mag, die Rinne scheint unter verschiedenen Namen bekannt zu sein.
Zehnerkarbahn auffi und bei der Auffahrt sieht man sie auch schon rechter Hand. Ab der Gipfelstation rechts aussteigen und ein Stück aufwärts stapfen, das Board muss nicht unbedingt festgeschnallt werden. Und dann weit nach rechts queren bis zum Einstieg der Rinne.
Einblick von oben, ooook, schon recht steil, also lieber nicht lange fackeln und rein. Dazu muss ich sagen, dass wir den Tag Lawinenwarnstufe 1 hatten und der Skifahrer aus der Gruppe schon vorgefahren war – die Location würde ich persönlich aber nicht ohne Guide fahren. So hatte ich Vertrauen zu Mia, was das Thema Snow Safety und meine Skills anbetrifft.
Nach der Rinne rechts halten und zurück zur Zehnerkarbahn.

Generell bietet das Gelände unterhalb der Gamsmilchbar, der mit seiner nordseitigen Exposition guten Schnee bietet, eine traumhafte Spielwiese mit Naturpipes, Tree Runs und Rinnen. Zum Schluss gehts über einen Bach immer wieder zurück zur Talstation der Zehnerkarbahn.

Seekareck

Mit Sessellift auffi, ganz kurzer Aufstieg, Südseite runter und zurück zum Kehrkopflift.

Planungstipps
Skibetrieb von Ende November bis Anfang Mai www.obertauern.com/
Local Guides am Tauern www.local-guides.at/
Snowkiten: Kiteschule Hangon hangon-kiteboarding.com
Lawinenwarndienst Salzburg  lawine.salzburg.at/start.html

Fotos: Tourismusverband Obertauern, Eliane Droemer

Übernachtungstipp:

Hotel Kesselspitze

Raus aus dem Skikeller und rein in den Lift – ab dem Hotel Kesselspitze kann man sogleich wahlweise einen Lift in die südseitigen Sonnenhänge nehmen oder in die schneereichen Nordhänge Richtung Gamsleitenbahn.
Nach dem Wintersport geht‘s in die Kräutersauna  – ein wohltuender Luxus. Schließlich muss man sich mental auf das sensationelle und sehr umfangreiche Gourmetmenü, das den Namen verdient, einstellen. Hier ist die Pâtisserie des Hauses hervorzuheben, das selbst „Nicht-Naschkatzen“ unweigerlich anzieht.

Das stilvoll modern mit lokal passenden Materialen gemütlich eingerichtete Haus mit vielen Unikaten wie der Einhornbar samt Koi-Karpfen und Findling hat einen besonderen Schatz: Das rundum kompetente, immer freundliche und hilfsbereite Stammpersonal, von dem schon einige seit Jahrzehnten die Familie Lürzer unterstützen. Wir haben selten so eine aufmerksame Gastfreundschaft erlebt, da kann sich mancher Tiroler Betrieb eine Scheibe abschneiden. www.hotel-kesselspitze.at/