IMG_3856

Tourentipp Split: Marsch und Friedrich im Paznaun

Im Februar gab es nach einer langanhaltenden Schönwetterphase den lang ersehnten Niederschlag. Davor hatten sich ja bereits Frühjahrsverhältnisse in Form von Firn ab Mittag eingestellt. Also waren aufgrund der bereits sinkenden Schneedecke und schlussendlich bescheidenen Neuschneeprognose die Erwartungen eher verhalten. Aber das Kaiserwetter motivierte uns dennoch dazu, uns ins Gebirge zu stürzen.
Da nirgendwo ordentlich Schnee gefallen war, machten wir uns am Sonntag auf zu einer Tour im Paznauntal. Wir waren dort bereits einmal im Sommer zum Biken – große Empfehlung an dieser Stelle; gemütlicher Forstweg zum rauftreten, Abkühlung im Bergsee, kulinarischer Genuss auf der Hütte und teilweise ansprochsvolle Trailgaudi beim Abfahren) kannten diese Tour aber nicht vom Winter.

Start ist in Piel, ein Weiler nach Ischgl, und dort geht’s vom Parkplatz (ca. 1.450 m) entweder dem Forstweg folgend (= Abfahrt) oder abkürzend über den kurzweiligen Sommerzustieg, der  teilweise ziemlich steil, eisig, wurzlig und steinig war, ab der Baumgrenze über kupiertes Gelände zur Friedrichshafener Hütte (ca. 2.330 m). Diese ließen wir aber rechter Hand liegen und marschierten mit dem Ziel der Hohen Köpfe vor unseren Augen weiter über Almgelände durch Mulden und über Kuppen. Beim Aufstieg merkten wir schon, dass die letzte Schönwetterphase ziemlich an der Schneehöhe genagt hatte und wir kommen mit den Stöcken immer wieder bis auf den steinigen Untergrund durch – also wohlüberlegte Routenwahl bei der Abfahrt, um Mensch und Material zu schützen.
In einem Kessel offenbarten sich ostseitige steile unbefahrene Rinnen und Mulden, welche durch den auflebenden böigen Wind schon etwas eingeblasenen waren und rechter Hand von uns Osthänge, die von älteren Schneebrettern und frischen Lockerschneelawinen gespickt waren. Somit wurde beim Aufstieg der Entschluss gefasst die Normalroute zu nehmen, welche uns in einen bereits eingefahren nordseitigen Hang direkt vom Gipfel mit Neuschnee überraschte. Nach einer ausgiebigen Pause auf der Terasse der (im Winter unvewirtschafteten) Hütte, nahmen wir die weitere Abfahrt über anfangs recht steile Wiesenhänge und anschließend dem flach verlaufendem Forstweg in Angriff.
Diesen Klassiker im Paznauntal können wir sowohl im Winter als auch im Sommer uneingeschränkt empfehlen, speziell, wenn man in dieser schönen aber doch touristischen Region Tirols für längere Zeit ist und genug von Menschenmassen hat.

Tour Facts
Ausgangsort: Parkplatz Piel bei Ischgl
Endort: Parkpaltz Piel
Höhenmeter Aufstieg: 1.068 hm
Höhenmeter Abfahrt: 1.068 hm
Dauer: ca. 3 – 3,5 h

 

JE4A0150

Review Climb the Mountain 2017 – Erfolgreicher Splitboardtest über den Wolken

Das dritte Mal durften wir mit dem größten Splitboard-Testevent der Alpen zu Gast sein auf der Bieler Höhe in der Silvretta, genauer gesagt im Berggasthof Piz Buin. Und wieder wurden wir mit 3 Tagen Sonne belohnt und im Gasthof verwöhnt mit geradezu einem 6-Gänge-Menu. Dazu waren so viele Firmenvertreter wie noch nie vor Ort und machten den Testablauf mega entspannt, dazu unten mehr. Diesmal haben auch alle am Freitag die Anreise mit Gondel und Tunneltaxi geschafft, nur so kommt man in den Genuss auf 2000 Metern Höhe zu schlafen… und vom Frühstücksraum gleich in die grandiose Bergwelt zu „fallen“.
Alle Fotos des Events seht Ihr übrigens auf der Facebookseite Climb the Mountain

Der Samstag im Zeichen des Splitboards

Nach dem üppigen Frühstücksbuffet am Samstag konnte gleich ab Haus ausgeliehen werden und am quasi eigenen Schlepplift wurden die Fahreigenschaften der Splitboards und Bindungen getestet werden. Die kurzen Wege und die eingespielten Schrauberteams ermöglichten es, dass wir am Nachmittag öfter hörten: „jetzt habe ich alles getestet, was ich wollte“ – so soll es ein :-)  Nach der Mittagspause wies Dirk die Einsteiger in die Aufstiegstechnik ein, so dass am Tag darauf jeder mit einem Grundwissen an der Tour teilnehmen konnte.

20170128_140133

Unsere Partner

Neben dem Team von Splitboards Europe, die die Boards vorbereiteten von Arbor, Burton, Prior und  Pathron sowie Bindungen von SP United, waren sieben weitere Partner vor Ort. Victor Perise präsentierte Salomon Boards und Spark Bindungen. Er scheute keine Mühen und war extra mit seiner Freundin von Barcelona angereist. Außerdem betreibt Victor auch das www.splitboardmag.com
Französischen Charme brachten die Jungs Tal und Jeremy von Plum mit auf den Berg. Von Plum konnten sowohl Boards als auch Bindungen getestet werden. Die traumhaft schönen Holzdecks von der deutschen Schmiede Pogo brachte Ben unter die Leute. Der routinierte Tobi Bär überzeugte viele von der Qualität der 2018er Rossignol Modelle, vor allem die weiblichen Teilnehmer von den Diva Splitboards. Jones Boards und Karakoram Bindungen sind ein Begriff und entsprechend hatte Willi viel zu schrauben.

Der Andrang bei Stephans LVS-Gerätevergleich mit Pieps, Arva und Ortovox war so groß, dass wir ausnahmsweise dafür das Spaßrennen gecancelt haben. Sicherheit geht schließlich vor. Dann hieß es entspannen und saunieren… Kräutersauna, Finnische Sauna, Infrarotkabine. Ruheraum mit Zirbenstube und Panoramablick auf die Silvretta. We like!

Wahnsinnspreise bei der Tombola

Nach dem Abendessen wurde es seeeehr spannend: Die Verlosung mit echt fetten Preisen stand bevor. Hauptpreise: PRIOR Splitboard Khyber im Wert von 989 Euro! Spark Bindung ARC! Sowie die praktischen Felle Contour Hybrid! Und weitere wie die begehrte Holzbrettl von Pogo, die tolle Fußmatte von Jones oder die Sicherheitsschlösser von Safeman. Am Ende nahm jeder Teilnehmer mindestens ein Geschenk mit nach Hause.

Besuch von Aline Bock

Damit der Highlights nicht genug, als Ehrengast war Freeride Weltmeisterin Aline Bock angereist, die ihren Film WAY EAST zeigte und danach mit viel Elan die ganzen Fragen beantwortete. Im Film verbinden sie und die Freeskierin Lena Stoffel ihre Leidenschaft für Wintersport und Surfen mit der Frage, wie geht es den Menschen in Japan wirklich nach dem Tsunami, fünf Jahre nach Fukushima. Aline erzählte nachdenkliche und lustige Anekdoten und gab praktische Reisetipps für Japan. Am Tag darauf begleitete sie uns auch bei der Tour in die Silvretta.

Gebucht – bekommen: Traumtour in der Silvretta

Aufgeteilt in mehreren Gruppen ging es Sonntag endlich bei Sonne in die tolle Bergwelt der Silvretta. Bei Lawinenwarnstufe 2 gaben die Bergführer viele Informationen zur Schneedecke, dem Gelände und der Spurwahl. Da die meisten Splitboard-Einsteiger waren, ließen es die Guides langsam angehen und bei gemütlichen 500 Höhenmetern konnten viele Fragen beantwortet werden. Trotz verblasener Stellen war die Abfahrt erstaunlich gut und alle kehrten heil und glücklich zurück zum Berggasthof Piz Buin oder gleich Richtung Tunneltaxi. Sehr komfortabel: In der Zeit hatten die fleißigen Helfer Stephan, Olli und Dirk von Splitboards Europe bereits das gesamte Gepäck ins Tal transportiert. So dass jeder gleich durchstarten konnte auf den Heimweg nach einem ereignisreichen und trotzdem sehr entspannten Wochenende in den Bergen, das unsere freundliche Splitboard Community wieder vergrößert hat. Wir danken allen Teilnehmern und Partnern für die good vibes und den Spaß!!!

IMG_1974

Tourtipp für Splitboarder: Gallruth

Ausgangspunkt: Gemeinde Kaunerberg – Unterfalpetan (1.635 m)
Dauer: ca. 4,5 h
Aufstieg: ca. 1.000 Hm, 7 km
Schwierigkeit: mittel
Ausrichtung: SW – W – N

Im März wurden wir von Bernie (vielen Dank an dieser Stelle;-) auf ein Tourenwochenende auf der Hütte im Kaunertal eingeladen. Nach später Ankunft stieß uns beim Öffnen der Tür schon der Ripperl-Duft in die Nasen, welche wir gleich als Stärkung für die bevorstehende Tour bis zum letzten Rest aufputzen mussten. Nach einer doch recht kühlen und kurzen Nacht begrüßte uns morgens vom Fenster aus unser Tourenziel – Gallruth. Den optischen Eindruck, dass es ein ziemlich langer Hatscher werden wird, bestätigten am nächsten Tag unsere Oberschenkel.

Wir starteten von der Hütte aus zuerst die Gleitsportgeräte tragend, aber bereits nach 200 Metern konnten wir unsere Prior-Boards anschnallen und dem Wirtschaftsweg und später einen Steig durch den Wald folgend, die weite Strecke innerhalb von ca. einer Stunde bis zum Eingang des Tunnels hinter uns bringen. Stirnlampen auspacken und hinein in die ungewisse Dunkelheit. Nach einer halben Stunde in teils gebückter Haltung und unzähligen Ausfallsschritten, um Lacken auszuweichen und die Schuhe trocken zu halten, erblickten wir wieder Licht am Ende.

Wir bewegten uns nun über Almwiesen wieder in der bevorzugten Fortbewegungsart vor und brachten drei Steilstufen zuerst in Richtung Süd, dann in Richtung Ost hinter uns. Nach jeder Geländestufe eröffnete sich wieder feines Abfahrtsgelände und die Motivation stieg wieder, trotz der körperlichen Mühen. Schlussendlich entschieden wir uns aufgrund des langen und mühsamen Rückwegs bis zur Hütte auf einer Höhe von ca. 2.500 m und nach 4, 5 Stunden Aufstieg dafür, die Felle in den Rucksack zu packen und über das herrliche Gelände wieder Richtung Tunnel zu fahren. Bei der Hütte angekommen wurde prompt das wohlverdiente Bier gezapft und die letzten Minuten in der Sonne Energie getankt, bevor wieder die Dunkelheit und Kälte im Tal Einzug hält.

 

 

TEAM S.P.L.I.T. Tipp
Das Skigebiet Kaunertaler Gletscher trumpft mit einer unglaublichen Freeride-Variante auf. Nach Liftunterstützung (Nöderjochlift) sind die letzten 100 Höhenmeter aus eigener Kraft zu erledigen. Anschließend wartet eine Abfahrt mit über 1.000 Höhenmeter auf euch. Der Einstieg ist etwas steiler und teilweise überwechtet, dann folgt schönes kupiertes Gelände, mal steiler mal flacher. Unten links haltend wird man nach der Fahrt durch eine Engstelle, in der ein Bach fließt (Achtung: Lawinenhänge oberhalb beachten), in flachem Gelände und folglich auf der Gletscherstraße wieder ausgespuckt.

DSC_0443

So war das Splitboard Camp 22.-24.1.2016

Rund um Sorglos Gruppe!

Eine tiptop Mischung aus gut gelaunten Männern und Frauen hatte sich zum Camp Jan II am Hüttle eingefunden. Dirk war vollauf beschäftigt, den ganzen Nachmittag zu schrauben und alles einzustellen, während ich (Simon) schneegefüllte Parklücken aushob.

Der Samstag war nicht ganz so wettertreu und erst nachmittags hatten wir Sicht. Beim ersten Run kamen aber alle auf ihre Kosten und machten die ersten Splitboard-Fahr-Erfahrungen. Wenngleich die harte Unterlage gleich auch technisches Fahren erforderte und ein wenig den Powderspaß trübte. Am Sonntag ging es sportlich mit der ersten Tour bergauf – ich „musste“ auf den letzten Anstieg verzichten, um mich um die zwei Mädels zu kümmern, kein schlechter Deal 😉

Wir gratulieren Thomas zum neuen BC 168 XTC, Ralf zum BC 168 Quad, Anna zum Lieblingsboard aller Damen, dem Brandywine 154 Quad und Sebastian muss noch etwas auf sein Fissile 172 XTC mit der Rossignol/Plum Bindung warten – super Wahl, allen immer eine Handbreit Schnee unterm Board!

Vielen Dank an Euch und schöne Touren!
Euer Splitboards Europe Team
Dirk, Andi und Simon

20160117_130531

California dreamin’ on such a winter’s day!

Um Weihnachten herum hätte sich wohl so mancher Alpenbewohner am liebsten auf einen anderen Kontinent gewünscht, um der europäischen Schneedürre zu entkommen. Team SPLIT hat dem Wunsch Taten folgen lassen und sich kurzerhand in Team SPLIC verwandelt – Shred Pow Lines in California!

Dank des El Nino Phänomens ging diesen Winter in Kalifornien eine mehr als dreijährige Dürre zu Ende, was bereits im Dezember 2015 zu recht ansehnlichen Schneehöhen in der Sierra Nevada führte. Ziel des Splitboard-Trips war somit die Pear Lake Hut im Sequoia-Nationalpark, Heimat der Mammutbäume. Die Hütte liegt, wie der Name vermuten lässt, neben einem Gebirgssee auf ca. 2800m Seehöhe, umrahmt von einer eindrucksvollen Bergwelt. Diese muss man sich aber zuerst einmal verdient haben, befindet sich die Hütte doch ca. 10km und 700 Höhenmeter entfernt von der letzten Straße und Zivilisation. Das heißt, dass zunächst einmal Equipment und Proviant für 3 Tage Hüttengaudi quer durch die kalifornische Wildnis geschleppt werden musste. Außerdem gab es auf dem Weg zur Hütte mehrere An-und Abstiege, was dazu führte dass auch skifahrerisches Können auf Splitboard-Fellen gefragt war. Aber nach 5 Stunden Marsch durch beeindruckende Wälder und über zugefrorene Seen kamen wir endlich erschöpft aber glücklich an der Hütte an. Ein kurzer Rundumblick auf die umliegenden Gipfel lies das Freerider-Herz bereits höher schlagen, offenbarten sich doch einige steile Rinnen, die auf eine Befahrung warteten. Somit ging es nach kurzer Koch- und Kartenspiel-action erwartungsfroh ins Bett.

20160117_120509(1)20160116_113447

 

 

 

 

 

 

 

 

Der nächste Tag begrüßte uns mit Sonnenschein und warmen Temperaturen. Erinnerung: Der Sequoia -Nationalpark liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Sizilien! Das heißt selbst im Hochwinter hat die Sonne eine unglaubliche Kraft, was dazu führt, dass man auf der Nordseite wunderbaren Pulver und südseitig Frühlingsschnee vorfindet. Wir ließen nicht viel Zeit verstreichen und machten uns mit unseren Splitboards gleich auf den Weg zum ersten Grad. Alle Aufstiege um den See rum haben nicht mehr als 500 Höhenmeter, und so hatten wir unser  Ziel, den Kammrücken, bald erreicht. Oben angekommen sahen wir eine steile enge nordseitige Rinne auf der anderen Seite des Sees, die unser nächstes Ziel sein sollte. Mit schnellen Turns schwangen wir uns hinunter Richtung des gefrorenen Sees, wo der Aufstieg zur Rinne wartete. Erst in immer enger werdenden Kehren und am Schluss mit dem Board im Arm geradeaus hochstapfend kämpften wir uns nach oben. Auf über 3000m kam man durch die dünne  Luft ziemlich schnell an seine Grenzen, aber der Ausblick und die Abfahrt durch die über 40 Grad steile Rinne entschädigte für alles. Nach einer weiteren gemütlichen Nachmittagsrunde auf der Südseite des Gebirgszugs beendeten wir den Tag mit einem wohlverdienten Bier auf der Hütte.

Der nächste Tag überraschte uns mit starkem Schneefall und ca. 10cm Neuschnee. Da bei dieser Sicht im Hochgebirge nichts zu holen war, entschieden wir uns zur Rückkehr in die Zivilisation, aber nicht ohne vorher einen Abstecher durch den Wald der Baumriesen zu nehmen.  Als wir an der höchsten Stelle im Wald ankamen bahnte sich plötzlich die Sonne ihren Weg durch die Wolken und wir stürzten uns ohne längere Pause jauchzend durch die wunderschöne Winterlandschaft Richtung Tal.

20160117_130531Fazit: California is a skiers’ dream on such winter days! Der wahrscheinlich größte Unterschied zum Touren-gehen daheim ist die Tatsache dass man (fast) alleine auf seinen Fellen in der Bergwelt unterwegs ist – Ski Tour gehen ist nicht der Lieblingssport eines gewöhnlichen Kaliforniers! So mussten wir an unserem Wochenende die Hütte (und damit die Bergwelt) mit ganzen 5 anderen Schneeschuhwanderern teilen :-)

NIK_9604

Review Climb the Mountain 2016 – Sonne, Neuschnee und massig Splitboarder!

Review Climb the Mountain 2016

29.-31.1.2016 Silvretta Stausee/Bieler Höhe

Über 60 begeisterte Snowboarder haben beim Splitboard-Event CTM Ende Januar 2016 auf schneesicheren 2000 Metern Höhe am Silvretta Stausee alles rund um Splitboards erfahren. Bei der Auswahl von knapp 80 Boards, fünf verschiedenen Bindungssystemen und diverser Sicherheitsausrüstung war es am Eventsamstag jedem Teilnehmer möglich, das Material seiner Wahl zu testen und die vielen Fragen loszuwerden. Das wurde auch reichlich genutzt: Bis zu 9 Boards haben die fleißigen Schrauber pro Teilnehmer eingestellt. Neben dem Team von Splitboards Europe waren Mitarbeiter mehrerer Brands aktiv.

Beim Produkttest waren dabei:
Splitboards von Arbor, Burton, Jones, Nitro, Pogo, Prior, Rossignol, Voilé und Völkl.
Bindungen von Spark, SP United, Voilé, Plum und Karakoram.
LVS-Ausrüstung von: ABS-Rucksäcke, Pieps und Ortovox.
Felle von Koch/Contour und G3 sowie Stöcke von Leki.

Bei strahlendem Sonnenschein und mehr als ausreichend natürlichem Schnee – in diesem Winter nicht selbstverständlich – mutierte der Berggasthof Piz Buin mit hauseigenem Schlepplift zur Splitboard Base der Alpen. Die weiteren Programmpunkte am Wochenende für die Teilnehmer zum Camppreis von 220 Euro: Splitboard Rennen, LVS-Training, Verlosung wertvoller Produkte wie u.a. ein Prior Splitboard und eine Spark Bindung, Freeride Filmabend, Tourenmöglichkeit am Sonntag, zweimal 4-Gänge-Menü und Übernachtung im Berggasthof Piz Buin, Eintritt in die neue Saunalandschaft, Gondelfahrt, Tunneltaxi und Schlepplift am Testtag. Weitere Leistungen wie geführte Tour mit Guide konnten hinzugebucht werden. Dieses umfassende Angebot wird auch für Januar 2017 wieder zu buchen sein. Stay tuned: www.climb-the-moutain.com

 

 

20160113_144620

Review DAV Snowboardbergsteigen 10.-15.1.2016

Kulinarische Spitzleistung mit 1m Neuschnee!

Der erste Grundkurs in dieser Saison wäre beinahe abgesagt worden. Denn in der Woche davor waren es gerade mal 30cm Schnee am Berg :(  Doch die Prognosen waren vielversprechen – akribisch hab ich fast täglich das globale Wetter gecheckt nach Chancen auf den ersten Schnee! Und tatsächlich – wir sollten Traumwetter bekommen: jeden Tag Neuschnee. Allein innerhalb der Woche ab 1.500h gut 80cm. Wir haben dafür keine Sonne gehabt und konnten auf Grund der heiklen Lage keine großen Gipfel stürmen – aber wir waren jeden Tag im Schnee und hatten tolle Abfahrten. Dazu kam eine super Gruppe, harmonisch und sehr „kochwütig“.

Es gab tolle Gerichten und am letzten Abend hat das Käsefondue mit seinem Schnaps fast den Rahmen gesprengt. Lawinentechnisch konnte man sich auch keine bessere Demo-Woche wünschen – alle sind nun Triebschnee Experten.

Ich sage Danke – für die tolle Zeit und wünsche allen schöne Touren und hohe Gipfel – seid aber nicht enttäuscht, wenn es nicht jedesmal 1m Powder geben wird.

Euer Simon

PS   wir gratulieren Johannes zu seinem neuen Prior Spearhead XTC 172 mit der geilen PLUM Bindung – und dem Meisterkoch Josef zu seinem Prior Fissile XTC 172 – eben ein Gourmet, der Sepp :-)
Eine Woche Praxistest bringt Klarheit.

DSC00941

Im Montafon geht immer was – Beginner Camp 11.-13. Dez 2015

Ganz Gallien ist vom Schnee befreit… ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Splitboarder besetztes Dorf hört nicht auf, dem Wärmeeindringling Widerstand zu leisten. Und so konnten wir gleich die zweite Splitboard Gruppe dieser Saison von den Qualitäten der Boards und des Montafons überzeugen. Ein Tag Split-Snowboarden im Gebiet Silvretta Montafon, einen Tag Tourgehen bei Gargellen – Die Splitboard Base Hüttle ist einfach strategisch entscheidend platziert :-)

Die Gruppe war ein großer Spaß, schließlich hatten wir rekordverdächtige 4 Frauen dabei und endlich auch mal wieder Skifahrer – wir leben ja in friedlichster Koexistenz. Skifahrer gegen Snowboarder und andersrum ist Kinderkacke.

Dazu war uns die Sonne wohlgesonnen und wenn man alles sehen kann, hat das ja auch seine Vorteile. Die neuen Boards und Sets kamen sehr gut an, gleich die halbe Truppe hat sich eingedeckt und Iris gratulieren wir zu ihrem neuen Prior Ski!

Wir hoffen, Euch bald wiederzusehen und wünschen Euch eine tolle Saison!
Euer Splitboards Europe Team mit Simon und Stephan

Foto 14

Seefelder Joch (2080 m) / Seefelder Spitz (2221 m)

Die schöne Tour durch Wald und über Piste der Bergbahnen Rosshütte in Seefeld, in unserem Fall bei Schneekanonengestöber, welche anfangs flach aber zunehmend steiler werdend auf das Joch hinaufführt, bietet als Ziel vom Tal aus einen guten Start in die Saison. Der Ausblick  ins Karwendel, Wettersteingebirge, Inntal und Alpenhauptkamm ist bei guter Sicht grandios.

Sowohl jetzt schon als auch im Hochwinter ist der vom Seefelder Joch ausgehende weitere Aufstieg über den recht falchen Kamm auf die Seefelder Spitz optional möglich. Von dort ist dann je nach Bedingungen (siehe Bilder vom WInter 2012/2013), körperlichem Empfinden (sowohl psychisch als auch physisch) die Abfahrt in fast alle Richtungen prinzipiell möglich.
Wir sind wieder durch das Schneekanonengestöber in Richtung Tal gerauscht. Aber auch die anfangs steile, im MIttelteil sehr breite und zu guter letzt sportliche Piste bringt die Oberschenkel so richtig zum Brennen.

Ausgangspunkt: Bergbahnen Rosshütte Parkplatz, Seefeld
Dauer: 2 Stunden
Aufstieg: 968 m
Schwierigkeit: mittel
Ausrichtung: Westen
Foto 13Team S.P.L.I.T. Tipp
Das Skigebiet bietet bei guter Schneelage (wie unten zu sehen im Winter 2012/2013) viele Freeride-Möglichkeiten: steile Waldabfahrten mit ordentlichen Drops, sowohl kurze als auch lange Abfahrten über Kare in alle möglichen Himmelsrichtingen…Ortskenntniss (Absturzgefahr!!!) und ein klarer Kopf vorausgesetzt.

20150314_130704

Serles Nordrinne

Gehzeit: ca. 2 h
Höhenmeter:
850 m
Lawinengefahr:
hoch
Ausgangspunkt:
Bergstation Serlesbahnen, Mieders

Seriöse Freerider, die schon einmal von Innsbruck Richtung Brenner über die Europabrücke gefahren sind, haben sie sicher schon oft bewundert. Die zwei wunderschönen Rinnen die sich in all ihrer nordseitigen Steilheit dem motivierten Auge präsentieren. Lange haben wir im Team SPLIT über die Befahrung einer dieser Rinnen gesprochen und am Samstag haben wir dieses Projekt bei strahlenden Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen dann auch in die Tat umgesetzt.
Viel wurde in den Freeride-Kreisen gemunkelt ob dies mit einem Abseilen möglich ist oder ob man die Rinnen auch von unten hinauf gehen soll. Unser Research erleuchtete uns mit dem Wissen, dass die aus Aufstiegsperspektive gesehene rechte Rinne über einen Aufstieg am Sommerweg zur Serles und einer kurzen Abseilstelle erreicht werden kann. Für die linke Rinne bleibt einem nur der Aufstieg mit dem Splitboard. Wir entschieden uns für die Linke.

20150314_130329-1

20150314_113022

 

 

 
Der Anfangspunkt dieser Tour war uns nicht ganz klar und ist auch nicht ganz leicht zu finden gewesen, deswegen hier kurz erklärt: Abgekürzt haben wir die Tour mit dem Lift zur Bergstation der Serlesbahnen. Von dort fuhren wir am Gasthof Koppeneck vorbei und einen kleinen Wanderweg entlang. Dieser wurde bald zu einem Forstweg der sich später gabelte. Hier wurden die Boards abgeschnallt, ca. 5 Minuten Richtung Maria-Waldrast aufgestiegen und dann bei einer lichten Stelle im Wald (hikers right) abgefahren. Am Ende dieses lichten Waldes kamen wir zu einem Wandersteig, den wir hinunterfuhren bis zu einem Marienbild.
Hier hieß es nun Auffellen und dann querfeldein durch den Wald zu einem der Latschenkanäle. Diese Kanäle wurden immer mehr zu einer natürlichen Half-Pipe und führten uns geradewegs „ins Echo“, der Schotterreise in der die beiden Rinnen münden. Die Schneedecke war leider nicht allzu mächtig, wodurch wir immer wieder Steine freilegten und die Angst vor „Sharks“ bei der Abfahrt später dann auch bestätigt wurde. Anfangs spurten wir in einer steilen, direkten Spur in Richtung Felswand, welche die Beiden Rinnen voneinander trennt. Als das Gelände aufsteilte ging es dann in unzähligen Spitzkehren die Rinne empor. An diesem Tag war die Lawinenwarnstufe zwischen 1 und 2, aber der Lawinenlagebericht hatte genau das Gebiet, in dem wir uns befanden an diesem Tag als gefährlich eingestuft: „Vereinzelte Gefahrenstellen sind dabei v.a. noch im steilen Gelände der Exposition WNW über N bis ONO von der Waldgrenze bis etwa 2300m hinauf anzutreffen. Dort können insbesondere in den […] Nördlichen Ötztaler und Stubaier Alpen […] Schneebrettlawinen noch im Altschnee ausgelöst werden.”
Bei den Spitzkehren stießen wir immer wieder auf Schwimmschneenester an den schneeärmeren Stellen, die sich gleich neben massiv gefüllten Triebschneemulden befanden. Das Ganze war uns in der durchwegs ca. 40 Grad steilen Rinne etwas ungeheuer, wodurch wir unsere Spur sehr überlegt anlegten und lieber einige Spitzkehren zu viel an den schneeärmeren Rücken legten. Die Rinnen, die laut AV-Karte „im Echo“ genannt werden, wurden ihrem Namen gerecht. Wir hörten immer wieder laut hallende Felsstürze und hielten uns daher auch in gewisser Distanz von den Seitenwänden.

P1030897

20150314_130704

 

 

 

 

 

 

Die linke Serlesrinne teilt sich in ihrem obersten Teil Y-förmig nochmals. Links gibt es eine Minischarte von der man auf der anderen Seite hinuntersehen kann. Wir beschlossen aufgrund der Schnee-Lawinen-Konstellation nicht weiter als bis zur Gabelung zu gehen. Um schnell wieder aus dem Gelände zu kommen und in der Sonne jausnen zu können, bauten wir dann auch gleich die Prior Splitboards um und fuhren zügig Richtung Tal. Der Schnee war in der Rinne noch richtig gut und so konnten wir eine feine Pulverabfahrt genießen. Im unteren Ende erwischten dann aber doch die meisten von uns den einen oder anderen Felsen, die tückisch unsichtbar unter der Schneedecke lauerten.

P1030909P1030905

 

 

 

 

 

Dann ging es in sehr gemischten Schneearten die Wände auf- und abfahrend durch die Natur-Halfpipe bis wir wieder zu dem Marienschild kamen. Dort gab‘s dann endlich die wohlverdiente Jause und ein Lob für eine wenig begangene und sehr lohnende Steilrinne. Nach dem wir uns gestärkt hatten, fuhren wir den Wandersteig ab bis wir zum Gasthof Sonnenstein kamen. Die Hütte war bereits geöffnet und so genossen wir im Sonnenschein noch das obligatorische Weizen. Um wieder zu der Talstation der Serlesbahnen zurückzukommen fuhren wir zuerst über den Mountainbiketrail, die dann zu der Rodelbahn führte.