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Tourentipp Split: Marsch und Friedrich im Paznaun

Im Februar gab es nach einer langanhaltenden Schönwetterphase den lang ersehnten Niederschlag. Davor hatten sich ja bereits Frühjahrsverhältnisse in Form von Firn ab Mittag eingestellt. Also waren aufgrund der bereits sinkenden Schneedecke und schlussendlich bescheidenen Neuschneeprognose die Erwartungen eher verhalten. Aber das Kaiserwetter motivierte uns dennoch dazu, uns ins Gebirge zu stürzen.
Da nirgendwo ordentlich Schnee gefallen war, machten wir uns am Sonntag auf zu einer Tour im Paznauntal. Wir waren dort bereits einmal im Sommer zum Biken – große Empfehlung an dieser Stelle; gemütlicher Forstweg zum rauftreten, Abkühlung im Bergsee, kulinarischer Genuss auf der Hütte und teilweise ansprochsvolle Trailgaudi beim Abfahren) kannten diese Tour aber nicht vom Winter.

Start ist in Piel, ein Weiler nach Ischgl, und dort geht’s vom Parkplatz (ca. 1.450 m) entweder dem Forstweg folgend (= Abfahrt) oder abkürzend über den kurzweiligen Sommerzustieg, der  teilweise ziemlich steil, eisig, wurzlig und steinig war, ab der Baumgrenze über kupiertes Gelände zur Friedrichshafener Hütte (ca. 2.330 m). Diese ließen wir aber rechter Hand liegen und marschierten mit dem Ziel der Hohen Köpfe vor unseren Augen weiter über Almgelände durch Mulden und über Kuppen. Beim Aufstieg merkten wir schon, dass die letzte Schönwetterphase ziemlich an der Schneehöhe genagt hatte und wir kommen mit den Stöcken immer wieder bis auf den steinigen Untergrund durch – also wohlüberlegte Routenwahl bei der Abfahrt, um Mensch und Material zu schützen.
In einem Kessel offenbarten sich ostseitige steile unbefahrene Rinnen und Mulden, welche durch den auflebenden böigen Wind schon etwas eingeblasenen waren und rechter Hand von uns Osthänge, die von älteren Schneebrettern und frischen Lockerschneelawinen gespickt waren. Somit wurde beim Aufstieg der Entschluss gefasst die Normalroute zu nehmen, welche uns in einen bereits eingefahren nordseitigen Hang direkt vom Gipfel mit Neuschnee überraschte. Nach einer ausgiebigen Pause auf der Terasse der (im Winter unvewirtschafteten) Hütte, nahmen wir die weitere Abfahrt über anfangs recht steile Wiesenhänge und anschließend dem flach verlaufendem Forstweg in Angriff.
Diesen Klassiker im Paznauntal können wir sowohl im Winter als auch im Sommer uneingeschränkt empfehlen, speziell, wenn man in dieser schönen aber doch touristischen Region Tirols für längere Zeit ist und genug von Menschenmassen hat.

Tour Facts
Ausgangsort: Parkplatz Piel bei Ischgl
Endort: Parkpaltz Piel
Höhenmeter Aufstieg: 1.068 hm
Höhenmeter Abfahrt: 1.068 hm
Dauer: ca. 3 – 3,5 h

 

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Tourtipps für Splitboarder rund um Sulden und den Ortler

Allgemeine InfosDSCN9960
Die Bergwelt ist mit ihren fast Viertausendern wie Ortler und Königsspitze beeindruckend schön und die Orte versprühen gemütlichen Südtiroler Charme samt entsprechendem kulinarischen Angebot. In Sulden ist auch das kleine aber sehenswerte Messner Mountain Museum samt lebender Yaks – keine Sorge die sind draussen 😉

Freeriden
Das Skigebiet Sulden bietet nette unpräparierte Varianten wie Nr. 5 und 11, aber auch zwischen den Pisten ist mit der entsprechenden LVS-Ausrüstung manches zu entdecken. Das Gebiet ist nicht riesig aber für einen kurzen Urlaub mit Freeride- und Skitourtagen wunderbar geeignet. Zudem sind die Liftpasspreise noch human.
Lawinenlagebericht findet Ihr in der Talstation der Gondel.
Was uns auch gut gefallen hat: Ein fix installiertes Avalanche Training Center (ATC) im Skigebiet Sulden neben der Madritschhütte. Hier könnt Ihr jederzeit mit beliebig vielen Personen LVS-Übungen durchführen. Die Besonderheit hier: An der Steuerzentrale, siehe Bild rechts, könnt Ihr einstellen: Anzahl der Verschütteten und Zeitvorwahl. Wenn mit der Sonde ein aktivierter Sender (= quasi Verschütteter) getroffen wird, ertönt ein Tonsignal. So kann man sogar auch mal allein auf Suche gehen und trainieren…

Splitboardtouren
Anspruchsvolle Tourengeher werden hier auf jeden Fall fündig – dank der vielen Gletscher und hohen Berge gibt es einige Touren, die viel Erfahrung, Ausdauer und entsprechende Ausrüstung erfordern. siehe auch Rother Skitourenführer Vinschgau

Wer es bissl ruhiger angehen will, dem seien unsere Tipps empfohlen:

Ab Trafoi zum Schafberg (2935m)
ab Furkelhütte: Aufstieg 800 hm, Abfahrt 1450 m

Wir haben uns gemäß besagtem Rother Skitourenführer ins Nachbartal aufgemacht und sind ab Trafoi (20 Autominuten von Sulden) mit dem historisch anmutenden Sessellift bis zur Furkelhütte gefahren (öffnet erst 9 Uhr, Ticket 11€). Von hier hat man bereits einen phänomenalen Ausblick auf Ortler, Trafoier Eiswand bis zum Sommerskigebiet Stilfserjoch/Trafoi. Wir sahen aber auch gleich am Hang gegenüber (Bild1 unten) die Auswirkungen einer recht breiten Lawine, die zwei Tourengeher offenbar die Woche erst ausgelöst hatten. Nach Rücksprache mit dem Liftpersonal wählten wir eine relativ harmlose Aufstiegslinie mit dünner Schneedecke auf dem Grat Richtung Schafberg. Alles was schätzungsweise Richtung Nordost ausgerichtet war, war bereits abgegangen, oft auch mit Spontanlawinen. Wir blieben vorsichtig und fuhren auf der Aufstiegsspur zurück, schließlich warteten schon die Liegestühle auf der Furkelhütte.

Ab Sulden zur Suldenspitze (3375m)
ab Schaubachhütte: rund 800 hm Aufstieg

Da trotz rückläufigem „ewigen Eis“ doch einige Tourenziele rund um Sulden nur über Gletscher zu erreichen sind, habe ich mich bei einer geführten Tour angemeldet. Die Alpinschule Ortler bietet jede Woche Touren an, Anmeldung erfolgt im Tourismusbüro, ab 80€/Person inkl. Verleih Klettergurt.
Mit Gondelunterstützung gehts bis zur Schaubachhütte (2573m) und dann in gemütlichem Tempo recht bald in vergletschertes Gelände. Mit etwas Kondition können wohl auch Einsteiger diese Tour gehen, es sind keine besonderen Schwierigkeitsgrade auf dem Weg. Als Splitboarder gilt wie immer: Harscheisen dabei haben! auch wenn der Bergführer vorher meint, brauchen wir nicht. Von der Suldenspitze hat man einen genialen Rundumblick, vor allem aber auf den wunderschönen Nachbarberg Königsspitze. Man könnte noch weiter auf den Cevedale steigen, doch wir machen uns abfahrbereit und genießen die laaange Abfahrt ins Tal.

Mehr Infos zu Sulden im Powdermagazin, das digitale kostenfreie Mag!

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Tourentipp Split: Unterwegs im Lechquellengebiet

Nach den Schneefällen im Nordstau die letzten Wochen haben wir uns als Tourenziel für dieses Wochenende einen der Niederschlagsmagneten in Österreich für unsere Tour ausgesucht: Der hintere Bregenzerwald um das Gebiet des Zitterklapfen. Der Startpunkt der Tour befindet sich nach dem Tunnel hinter Schoppernau auf der rechten Seite, wo oft schon einige Autos von Tourengehern parken (auf ca. 900m). Zu Beginn des Aufstiegs handelt es sich um eine wahre Genuss-Skitour, sanft ansteigend über Almwiesen hinauf zur Oberschalzbachalpe (1296m).
Weiter geht es dann durch den Wald in das Tal hinein, welches immer enger wird. Hier eröffnen sich einem dann tolle Blicke zu beeindruckenden Eisfällen auf der Ostseite des Tales. Es geht weiter flach ins Tal hinein bis man eine markante, steile und enge Rinne sieht, die sogenannte Ruchwanne. Die gilt es dann zu besteigen, bis man auf dem Joch ist. Die Rinne ist zur rechten Seite von einer senkrechten Felswand abgeschlossen. Am Joch angekommen geht es immer auf dem Rücken in SO-Richtung auf den Gipfel des Ruchwanneneck (2170m) zu.
Von oben bieten sich dann großartige Blicke über das Gebiet des Zitterklapfen. Insgesamt haben wir für den Aufstieg ca. 3.5h gebraucht. Von hier aus gibt es nun verschiedene Abfahrtsmöglichkeiten, entweder entlang der Aufstiegsspur, oder auch auf der Rückseite hinunter direkt nach Au/Schoppenau.  Wir entscheiden uns für die Abfahrt entlang der Aufstiegsspur, hinunter durch die steile Ruchwanne. Besonders im oberen Teil der Abfahrt ist es nordostseitig und schattig, und daher finden wir hier noch sehr guten Pulver. Jauchzend geht es hinab durch das Tal und durch den Wald mit ein paar kleineren Jumps und Pillows, bis wir wieder glücklich unten am Parkplatz ankommen. Insgesamt eine landschaftlich reizvolle Tour, die bis auf eine kurze Forstweg-Passage ideales Skigelände auf breiten Waldschneisen und Almwiesen zu bieten hat.
Tour Facts
Ausgangsort: Postbus Haltestelle Schoppernau-Schalzbach
Endort: Ruchwanneneck
Höhenmeter Aufstieg: 1300hm
Höhenmeter Abfahrt: 1300hm
Dauer: ca. 4-5h
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Tourentipp Split: Rund um den Arlberg mit Elisabeth Dünser

Snowboardlehrerin Elisabeth Dünser war letzte Saison soooo glücklich über ihr Prior Brandywine und endlich nicht mehr mit Schneeschuhen aufsteigen zu müssen, dass sie gleich eine Dokumentation ihrer Split-Abenteuer verfasste, die wir Euch nicht vorenthalten wollen. Auf jeden Fall scheint Elisabeth die richtige Adresse zu sein, falls Ihr mal Tourentipps am Arlberg braucht :-)

 

Meine 1ste Tour mit Splitboard war Maroi-Kopf, Stuben, St. Anton am Arlberg, 

THJUHUIIII, kein bootpacking!!!  22.02.16

Erste Splitboardtour mit meinem Freund Hagen. Lawinenstufe 3, Schnee war schwer, und es war etwas gefährlich. Ein Rutsch ging ab, wie man auf dem einen Pic sieht. Sind dann nordseitig im Schatten hoch. Das gehen fühlte sich Anfangs neu und etwas komisch an, lief wie ein Pinguin, aber Hagen hat mir gleich eine harte, gute Schulung gegeben, wie man richtig läuft, und wie man die Spitzkehren macht.

Tour: Rossfallscharte – Malfontal – Pettneu 24.02.16

Hatten super schönes Wetter, aber sehr, sehr windig und kalt vor allem oben am Sattel, das Ummontieren war eine Challenge mit dem Wind! 😉 *frozen fingers*  Aufstieg dauerte 45 Min. schnaufte wie ein Postross, Abfahrt ins Malfontal war ein Traum, 30 cm Neuschnee, geile turns, 5 Gämse haben wir gesichtet, alles zusammen ein Hammer Tag!

Tour: Knödelkopf – Peitschelkopf, Stuben am Arlberg

Morgens wars sehr neblig, vor allem in Stuben & sehr, sehr windig, am schlimmsten war das lifteln mit der Albona 2 Bahn. Wir waren eine 5 Köpfige Crew, von Deutschland, Neuseeland, Australien, alles dabei! 😉 Rund um den Knödelkopf war noch Nebel, den es aber nach 20 min. verzogen hatte und wir genossen den Blick auf das wunderschöne Nebelmeer! Wir sahen einen Schneehasen und dachten erst es ist ein Schneebroken bis er sich aufwärts bewegte! Auf dem Peitschelkopf haben wir gejaust und sind dann runter nach St. Christoph gefahren, war ein super run, kleine Hügel, kleine jumps, einfach nur genial, und natürlich eine Suuuper Crew! Schnee war gut, weiter unten ein bisschen schwerer, an sehr steilen Hängen kleine Slides, sonst nichts. 1-2 Bier an der Squarebar und dann gings ab zur Arbeit.

Tour: Knödel – Peitschel – Wirth, Stuben am Arlberg 10.03.16 

Erste Tour alleine, tolles Wetter, nur Sonnenschein! Es waren perfekte Touren- Bedingungen. Genoss die Ruhe in vollen Zügen, und vor allem – keine Menschen. Runter nach Christoph übern Playground, soo viel Spass da runter! Wächten, kleine Jumps, ein richtiger Spielplatz! :)

Tour: Maroi-Kopf – Wildebene – Verwalltal, Stuben am Arlberg 15.03.16

Hagen, Thomas und ich. Stuben, Albona 1 Bahn, Albona 2, Albonagrat-Bahn, und dann auffi auf den Maroi. Das Wetter war morgens recht gut, später zugezogen. Aufstieg Maroi: 20 min. Dann nach rechts rüber gequert Richtung Wildebene. Aufstieg ca. 1,5 h, war sonnig bis kurz vor dem Gipfel, die letzten 200m mussten wir Bootpacken, wusste zuerst nicht, wie es am geschicktesten ist, die 2 Boardhälften zu tragen, hab dann aber eine gute Lösung gefunden. Wetter wurde deutlich schlechter, Schnee, Wind. Sahen ein Rudel Gämse. Dann gings runter ins Verwalltal, Schneeverhältnisse wechselten ständig, Powder, Bruchharsch, Firn, alles war dabei! 😉 Verwallweg hinaus, scootching ooohne Ende, dann Bus nach Anton und nach Hause unter die warme Dusche! :)

Tour: Rendl, Darmstätterhütte, St. Anton am Arlberg

Super sonniger, schöner Tag, Ich und Rhys. Lawienenwarnstufe 3, Rendlbahn, Riffel 1 & Riffel 2 hoch, links rübergequert unter der Rossfallscharte, der schlechteste Schnee in der ganzen Saison für mich, fieser, beschissener Bruchharsch, aber wir habens gemeistert, dann Marsch über den Stausee, Sonne brannte heiss herunter. Die Steine sahen aus, ob sie gleich aus dem Schnee heraus schiessen, hat sau cool ausgeschaut! Aufstieg war sehr gemütlich, ca. 2 h. Ankunft Darmstätter Hütte, haben gejaust, den Scheibler bewundert und erkundigten gleich den Winterraum, schauten ob Holz da ist, da Rhys nächste Woche oben übernachten wollte.  Schnee wurde schnell schwer gegen Nachmittag, besonders an den Sonnenhängen, nichts wie runter! Mitgenommen hab ich einen Sonnenbrand und einen fetten Smile für die Arbeit danach!

Tour: Hinterrendl – Steep Shoot – Kappl – Pettneu am Arlberg 24.03.16

Crew: Hagen, Simon, Melli und ich. First lifts like nearly always, Wetter sollte laut Bergfex sehr gut sein, aber Wolken und Nebel wollten sich oben leider nicht verziehen. Hatten geplant, den Hohen Riffler zu erklimmen, aber mussten unseren Plan bei einem Kaffee zu einem Shoot Richtung Kappl abändern. Endlich verzog sich der Nebel und los gings! Down  Hinterrendl, 1/2 h Bootpack up auf den Sattel,  links gehalten und runter ins Malfontal. Tourten das Face hoch, zu dem North-Shoot! Machten so lang wie es ging Spitzkehren aber es wurde zu steil, die letzten 150m mussten wir gerade hoch bootpacken. Lawinenwarnstufe 2, aber mir kam es gefährlicher vor, ich war die letzte und machte den Fehler, dass ich in der Mitte der Spur ging, statt auf der Seite wo noch mehr Schnee war, da er in der Mitte schon zu sehr abgerutscht ist —> verschiedene Schneelagen, unten kleine Eiskugeln, oben feiner Schnee. Hatte keinen guten Halt und mir ging etwas der Reiss, wenn ich ehrlich bin, war sehr angespannt!! Dann eeendlich oben!! noch 200m weiter und wir waren da, auf dem Joch wo´s links rüber geht nach Kappl! Kurzer Snack und runter gings in dem geilen Shoot, awesome Pow!! :) Abfahrt dann durchs Malfontal nach Pettneu und mit dem Bus zu uns nach Hause. Danach Beer, Barbecue, Steak, Dessert, Wine & everyone had the biggest smile on the face, WHAT A DAY!!!

Tour: Rendl – Klettersteig – Malfontal – Edmund Graf Hütte (Übernachtung im Winterraum) – Malfontal – Pettneu am Arlberg 31.03.- 01.04.16

Crew: ich und Hagen. Wetter: Föhnig, später sehr windig, teils sonnig, teils bewölkt, am späten Nachmittag Wetterumschwung. Schneeverhältnis: Nassschnee, hohe Rutschgefahr, Lawinenwarnstufe: 2, ca. Höhenmeter 600. Die Tour hat nicht sonderlich gut angefangen, hab meine Stöcke vergessen und den Skipass hatte ich in der anderen Jacke :( Mein Schatz war nicht sehr erfreut. Die Bahnfahrten verliefen ohne Worte, aber sobald wir den Klettergurt umschnallten, war auch die gute Stimmung wieder da! 😛 Wir gingen die Hälfte des Klettersteiges, da wir einen unverspurten nordseitigen Shoot gefunden haben, den nie jemand fährt! Es waren zwar nur 10-12 Schwünge aber immerhin, es hat sich schon nach 3 rentiert, aber einen Kratzer von einem bedeckten Felsen hab ich mitgenommen. Dann Hinterrendl, Sattel, runter Malfontal, Schnee war sehr sehr schwer und nass, das schon um 11:00 Mittags,  bei der Materialseilbahn: Hoch die Felle rauf mit Schnelle! gingen sehr zügig hoch, da die Sonne bissig und stark an die Hänge brannte. Sahen 5 Gämse und waren um 13:15 auf der Edmundgraf-Hütte. Haben gejaust, die Sonne genossen, und bald auch die ersten Lawinen gehört. Danach widmeten wir uns dem Winterraum und der lieben Feuerstelle, da das Wetter umgeschlagen hatte. Der Wind wurde immer stärker und stärker. Er kam schlussendlich durch den Kamin in die Hütte und uns kam das ganze Feuer entgegen, vor allem der Rauch!! Mit Tränen vom Rauch, Husten, und einem verrauchten Winterraum schlugen wir uns stundenlang herum, bis ich eine Idee hatte: Blech, Eisen, irgendwas musste gegen Windrichtung beim Kamin befestigt werden. Konnten in der Hütte und rund herum nichts finden, aber dann kam mir die Idee: SCHAUFEL vom Lawinenset! Kabelbinder und Draht aus Hagens Survival-Kit, und ab aufs Dach! TATATATTAAAAA, es funktionierte wie am Schnürchen, und Schaufel, Kabelbinder, Draht, retteten uns die Nacht!!! :) Kerzenschein, Dinner-Hutstyle mit Landjäger, Käse, Brot und selbstgemachte Müsliriegel, Gipfelbuch, Lesen, einen warmen Winterraum, geschlafen wie ein Baby, besser gehts nicht! Die 3. Essensration wurde früh morgens verputzt, und zügig gings runter ins Malfontal nach Pettneu, da es nicht wirklich gefroren ist über die Nacht. Mit Skibus nach Anton, wir stanken wie 2 alte, geräucherte Hütten, die Leute kannten sich nicht aus, bis uns einer fragte, wo wir herkommen! 😉 GENIALE, ABENTEUERLICHE, TOUR!!!

Tour: Portlahorn – Damüls – Bregenzerwald 29.04.16

Spontanaktion Ende April! Heimattour im schönen Damüls mit Peter und Benni.

Wetter: TOP, strahlendblauer Himmel, warm. Lawinenwarnstufe: 2, Schneeverhältnisse: Schwerer Schnee, teils Firn, Frühling, Murmeltiere sind wieder munter.  Aufstieg Oberdamüls, Pension Hertehof 1 1/2 h,  Abfahrt: Richtung Jägerstüble, Furka.

Ausklang: Pension Hertehof mit Mittagessen, Bier, Cafe und Familie :)

 

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Tourtipp für Splitboarder: Gallruth

Ausgangspunkt: Gemeinde Kaunerberg – Unterfalpetan (1.635 m)
Dauer: ca. 4,5 h
Aufstieg: ca. 1.000 Hm, 7 km
Schwierigkeit: mittel
Ausrichtung: SW – W – N

Im März wurden wir von Bernie (vielen Dank an dieser Stelle;-) auf ein Tourenwochenende auf der Hütte im Kaunertal eingeladen. Nach später Ankunft stieß uns beim Öffnen der Tür schon der Ripperl-Duft in die Nasen, welche wir gleich als Stärkung für die bevorstehende Tour bis zum letzten Rest aufputzen mussten. Nach einer doch recht kühlen und kurzen Nacht begrüßte uns morgens vom Fenster aus unser Tourenziel – Gallruth. Den optischen Eindruck, dass es ein ziemlich langer Hatscher werden wird, bestätigten am nächsten Tag unsere Oberschenkel.

Wir starteten von der Hütte aus zuerst die Gleitsportgeräte tragend, aber bereits nach 200 Metern konnten wir unsere Prior-Boards anschnallen und dem Wirtschaftsweg und später einen Steig durch den Wald folgend, die weite Strecke innerhalb von ca. einer Stunde bis zum Eingang des Tunnels hinter uns bringen. Stirnlampen auspacken und hinein in die ungewisse Dunkelheit. Nach einer halben Stunde in teils gebückter Haltung und unzähligen Ausfallsschritten, um Lacken auszuweichen und die Schuhe trocken zu halten, erblickten wir wieder Licht am Ende.

Wir bewegten uns nun über Almwiesen wieder in der bevorzugten Fortbewegungsart vor und brachten drei Steilstufen zuerst in Richtung Süd, dann in Richtung Ost hinter uns. Nach jeder Geländestufe eröffnete sich wieder feines Abfahrtsgelände und die Motivation stieg wieder, trotz der körperlichen Mühen. Schlussendlich entschieden wir uns aufgrund des langen und mühsamen Rückwegs bis zur Hütte auf einer Höhe von ca. 2.500 m und nach 4, 5 Stunden Aufstieg dafür, die Felle in den Rucksack zu packen und über das herrliche Gelände wieder Richtung Tunnel zu fahren. Bei der Hütte angekommen wurde prompt das wohlverdiente Bier gezapft und die letzten Minuten in der Sonne Energie getankt, bevor wieder die Dunkelheit und Kälte im Tal Einzug hält.

 

 

TEAM S.P.L.I.T. Tipp
Das Skigebiet Kaunertaler Gletscher trumpft mit einer unglaublichen Freeride-Variante auf. Nach Liftunterstützung (Nöderjochlift) sind die letzten 100 Höhenmeter aus eigener Kraft zu erledigen. Anschließend wartet eine Abfahrt mit über 1.000 Höhenmeter auf euch. Der Einstieg ist etwas steiler und teilweise überwechtet, dann folgt schönes kupiertes Gelände, mal steiler mal flacher. Unten links haltend wird man nach der Fahrt durch eine Engstelle, in der ein Bach fließt (Achtung: Lawinenhänge oberhalb beachten), in flachem Gelände und folglich auf der Gletscherstraße wieder ausgespuckt.

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Touren im Kleinwalsertal

Das Kleinwalsertal haben wir selbst im schneearmen Winter 15/16 als „schneesichere Bank“ kennengelernt, vor allem weiter hinten im Tal Richtung Baad liegt immer was. Dazu wenig Betrieb und freundliche Menschen… was will man mehr?Hier haben wir auch unser Video „Splitboardumbau“ gedreht, siehe

Splitboardumbau2 from Splitboards Europe on Vimeo.

Auf bergwelten.com haben wir von Local Elmar Müller diese Tourtipps gefunden:

Von der Auerhütte auf das Steinmandl
Der Hausberg der Schwarzwasserhütte bietet eine leichte, kurze und schöne Skitour. Hat man den fast ebenen Zustieg bis zur Melköde erst einmal hinter sich, warten ideale Skihänge. Gut mit weiteren Gipfeln kombinierbar.

Von Baad auf das Grünhorn
Das Grünhorn ist ein beliebter, leichter und lohnender Skiberg in der Baader Bergumrahmung. Bis auf eine Waldstufe ist diese Tour auch skifahrerisch einfach und schön.

Von Baad auf den Gamsfuss
Gemütliche Skitour, die allerdings weitgehend im Schatten verläuft. Das ist zwar etwas kühler, dafür hält sich er Pulver schön lange.

Von Baad auf die Güntlespitze
Wenn man die perfekte Skitour sucht, ist die Güntlespitze ein heißer Tipp. Der Walser Skiberg besticht vor allem durch seine makellosen Hänge auf allen Seiten. Viele Möglichkeiten für Aufstieg und Abfahrt.

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Blick auf den imposanten Ifen

Von der Auerhütte auf den Hehlenkopf
Der Hehlekopf mit seinen 2.058 m ist ein schöner breiter Skitouren-Berg im Schwarzwassertal.Seine makellosen Hänge bieten bei nahezu allen Verhältnissen viel Vergnügen.

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Seefelder Joch (2080 m) / Seefelder Spitz (2221 m)

Die schöne Tour durch Wald und über Piste der Bergbahnen Rosshütte in Seefeld, in unserem Fall bei Schneekanonengestöber, welche anfangs flach aber zunehmend steiler werdend auf das Joch hinaufführt, bietet als Ziel vom Tal aus einen guten Start in die Saison. Der Ausblick  ins Karwendel, Wettersteingebirge, Inntal und Alpenhauptkamm ist bei guter Sicht grandios.

Sowohl jetzt schon als auch im Hochwinter ist der vom Seefelder Joch ausgehende weitere Aufstieg über den recht falchen Kamm auf die Seefelder Spitz optional möglich. Von dort ist dann je nach Bedingungen (siehe Bilder vom WInter 2012/2013), körperlichem Empfinden (sowohl psychisch als auch physisch) die Abfahrt in fast alle Richtungen prinzipiell möglich.
Wir sind wieder durch das Schneekanonengestöber in Richtung Tal gerauscht. Aber auch die anfangs steile, im MIttelteil sehr breite und zu guter letzt sportliche Piste bringt die Oberschenkel so richtig zum Brennen.

Ausgangspunkt: Bergbahnen Rosshütte Parkplatz, Seefeld
Dauer: 2 Stunden
Aufstieg: 968 m
Schwierigkeit: mittel
Ausrichtung: Westen
Foto 13Team S.P.L.I.T. Tipp
Das Skigebiet bietet bei guter Schneelage (wie unten zu sehen im Winter 2012/2013) viele Freeride-Möglichkeiten: steile Waldabfahrten mit ordentlichen Drops, sowohl kurze als auch lange Abfahrten über Kare in alle möglichen Himmelsrichtingen…Ortskenntniss (Absturzgefahr!!!) und ein klarer Kopf vorausgesetzt.

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Serles Nordrinne

Gehzeit: ca. 2 h
Höhenmeter:
850 m
Lawinengefahr:
hoch
Ausgangspunkt:
Bergstation Serlesbahnen, Mieders

Seriöse Freerider, die schon einmal von Innsbruck Richtung Brenner über die Europabrücke gefahren sind, haben sie sicher schon oft bewundert. Die zwei wunderschönen Rinnen die sich in all ihrer nordseitigen Steilheit dem motivierten Auge präsentieren. Lange haben wir im Team SPLIT über die Befahrung einer dieser Rinnen gesprochen und am Samstag haben wir dieses Projekt bei strahlenden Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen dann auch in die Tat umgesetzt.
Viel wurde in den Freeride-Kreisen gemunkelt ob dies mit einem Abseilen möglich ist oder ob man die Rinnen auch von unten hinauf gehen soll. Unser Research erleuchtete uns mit dem Wissen, dass die aus Aufstiegsperspektive gesehene rechte Rinne über einen Aufstieg am Sommerweg zur Serles und einer kurzen Abseilstelle erreicht werden kann. Für die linke Rinne bleibt einem nur der Aufstieg mit dem Splitboard. Wir entschieden uns für die Linke.

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Der Anfangspunkt dieser Tour war uns nicht ganz klar und ist auch nicht ganz leicht zu finden gewesen, deswegen hier kurz erklärt: Abgekürzt haben wir die Tour mit dem Lift zur Bergstation der Serlesbahnen. Von dort fuhren wir am Gasthof Koppeneck vorbei und einen kleinen Wanderweg entlang. Dieser wurde bald zu einem Forstweg der sich später gabelte. Hier wurden die Boards abgeschnallt, ca. 5 Minuten Richtung Maria-Waldrast aufgestiegen und dann bei einer lichten Stelle im Wald (hikers right) abgefahren. Am Ende dieses lichten Waldes kamen wir zu einem Wandersteig, den wir hinunterfuhren bis zu einem Marienbild.
Hier hieß es nun Auffellen und dann querfeldein durch den Wald zu einem der Latschenkanäle. Diese Kanäle wurden immer mehr zu einer natürlichen Half-Pipe und führten uns geradewegs „ins Echo“, der Schotterreise in der die beiden Rinnen münden. Die Schneedecke war leider nicht allzu mächtig, wodurch wir immer wieder Steine freilegten und die Angst vor „Sharks“ bei der Abfahrt später dann auch bestätigt wurde. Anfangs spurten wir in einer steilen, direkten Spur in Richtung Felswand, welche die Beiden Rinnen voneinander trennt. Als das Gelände aufsteilte ging es dann in unzähligen Spitzkehren die Rinne empor. An diesem Tag war die Lawinenwarnstufe zwischen 1 und 2, aber der Lawinenlagebericht hatte genau das Gebiet, in dem wir uns befanden an diesem Tag als gefährlich eingestuft: „Vereinzelte Gefahrenstellen sind dabei v.a. noch im steilen Gelände der Exposition WNW über N bis ONO von der Waldgrenze bis etwa 2300m hinauf anzutreffen. Dort können insbesondere in den […] Nördlichen Ötztaler und Stubaier Alpen […] Schneebrettlawinen noch im Altschnee ausgelöst werden.”
Bei den Spitzkehren stießen wir immer wieder auf Schwimmschneenester an den schneeärmeren Stellen, die sich gleich neben massiv gefüllten Triebschneemulden befanden. Das Ganze war uns in der durchwegs ca. 40 Grad steilen Rinne etwas ungeheuer, wodurch wir unsere Spur sehr überlegt anlegten und lieber einige Spitzkehren zu viel an den schneeärmeren Rücken legten. Die Rinnen, die laut AV-Karte „im Echo“ genannt werden, wurden ihrem Namen gerecht. Wir hörten immer wieder laut hallende Felsstürze und hielten uns daher auch in gewisser Distanz von den Seitenwänden.

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Die linke Serlesrinne teilt sich in ihrem obersten Teil Y-förmig nochmals. Links gibt es eine Minischarte von der man auf der anderen Seite hinuntersehen kann. Wir beschlossen aufgrund der Schnee-Lawinen-Konstellation nicht weiter als bis zur Gabelung zu gehen. Um schnell wieder aus dem Gelände zu kommen und in der Sonne jausnen zu können, bauten wir dann auch gleich die Prior Splitboards um und fuhren zügig Richtung Tal. Der Schnee war in der Rinne noch richtig gut und so konnten wir eine feine Pulverabfahrt genießen. Im unteren Ende erwischten dann aber doch die meisten von uns den einen oder anderen Felsen, die tückisch unsichtbar unter der Schneedecke lauerten.

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Dann ging es in sehr gemischten Schneearten die Wände auf- und abfahrend durch die Natur-Halfpipe bis wir wieder zu dem Marienschild kamen. Dort gab‘s dann endlich die wohlverdiente Jause und ein Lob für eine wenig begangene und sehr lohnende Steilrinne. Nach dem wir uns gestärkt hatten, fuhren wir den Wandersteig ab bis wir zum Gasthof Sonnenstein kamen. Die Hütte war bereits geöffnet und so genossen wir im Sonnenschein noch das obligatorische Weizen. Um wieder zu der Talstation der Serlesbahnen zurückzukommen fuhren wir zuerst über den Mountainbiketrail, die dann zu der Rodelbahn führte.

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Nockspitze alias Saile (2.404 m)

Gehzeit: 1 – 4 h
Höhenmeter: 400  – 1.520
Expedition: NW, N, SO
Lawinengefahr: mittel / hoch
Ausgangspunkt: abhänging vom Umfang der Oberschenkel (Parkplatz Bergbahnen Mutterer Alm oder Axamer Lizum

Um dem Wochenendwahnsinn in den Skigebieten rund um Innsbruck halbwegs aus dem Weg zu gehen und trotzdem den vor drei Tagen gefallenen Schnee genießen zu können, wurde die Nockspitze gleich zweimal hintereinander in Angriff genommen. Je nach Bewegungsdrang, kann man an diesen Berg mit mehr (1520 Höhenmeter, ab Mutters) oder weniger (400 Höhenmeter, ab Bergstation Birgitz-Köpfl Sessellift) schweren Oberschenkeln erreichen. Wir entschlossen uns nach einem Tag am Arlberg,  der uns die nächsten Tage noch deutlich in den Knochen steckte, für die gemütliche Variante.
Der Aufstieg erfolgt über die immer steiler werdende Mayr-Rinne. Von der Spitzkehren-Technik sollte man zumindest schon mal gehört haben, praktische Erfahrung darin ist  aber eindeutig von Vorteil. Je nachdem wie der Wind gewütet hat, ist es am Kamm unter Umständen erforderlich die Bretter zu tragen. Anschließend haltet man sich links und folgt dem Rücken bis zum Gipfel.

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Für die Abfahrt gibt es mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Sowohl die Aufstiegsvariante, als auch die Abfahrt über das sogenannte Leintuch auf der Südseite, und eine der engen und steilen nordseitigen Rinnen bieten sich an.

P1030858Eine wunderbare Tour, bei der man innerhalb von ein paar Stunden wieder dort ankommt, wo man gestartet ist – im Bett!

Tourtipp für Splitboarder: Mittleres Hörnle

Mittleres Hörnle (1496 m) bei Bad Kohlgrub, Nähe der Garmischer Autobahn A95

Auch für Splitboard Greenhorns
auch bei mäßiger Schneelage
mit Einkehrmöglichkeit in der Hörnle Hütte
überwiegend im Pistenbereich, keine Lawinengefahr
Ausgangs- und Endpunkt: Talstation der Hörnle Bahn
570 Höhenmeter, also ein bis zwei Stunden Aufstieg
mehr Infos siehe www.planetoutdoor.de

Bei guter Schneelage ist auch die Variante möglich ab Weiler Kappel (850m) bei Unterammergau, siehe www.tourentipp.de